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Tom Fords neue Kleider auf der Fashion Week - Free the nipple
Thema

Tom Fords neue Kleider
von Thomas Helbing
Bei dieser Mode fehlt ja der Stoff

„Free the nipple“ auf dem Laufsteg! Der amerikanische Star-Designer Tom Ford (53) war schon immer für seine provokante Arbeit bekannt. Doch für kommenden Sommer propagiert er Kleider, die mehr ent- statt verhüllen.

  • Tom Ford Sommer 2015

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    Foto: getty images

    Am Montagabend zeigte Tom Ford seine Kollektion für kommenden Sommer. Die Mode – eher etwas für heiße Sommerpartys

Diese Kollektion ist ganz nach dem Geschmack von Miley Cyrus (21), Rihanna (26), Scout Willis (23) und all den anderen Nippel-Enthusiastinnen, die 2014 mit ihrer Aktion „Free the nippel“ die unverblümte Weiblichkeit feiern. Immerhin: Die Kleider, die Tom Ford zur London Fashion Week präsentierte, entblößen zwar viel – zeigen aber doch nicht alles.

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Inspiration: Betty Catroux
Hingucker in dieser Kollektion waren ohne Zweifel Kleider mit transparenten Oberteilen und schimmernden Brustwarzen. Wir sind schon gespannt, welcher Promi sich als erstes traut, eine der Nackt-Kreationen auf dem roten Teppich zu präsentieren. Gefälliger: enganliegende Cocktaikleidchen und pailettenglitzernde Korsagentops zu Schlaghosen und eng geschnittenen Jacken.

All das sowie Make-up und Frisur erinnern stark an Betty Catroux (69), DIE Muse von Yves Saint Laurent (†71), deren gemeinsame Partyexzesse bis heute legendär sind. Und mit der DNA des Hauses „Saint Laurent“ kennt sich Tom Ford bestens aus. Schließlich war er von 2000 bis 2003 dort als Kreativdirektor tätig.

Tom Fords „Porno Chic“
Ein bisschen erinnert die Ford-Kollektion für nächsten Sommer an die Designanfänge des Texaners bei Gucci. Mitte der 1990er Jahre renovierte Ford mit sexuell aufgeladener Mode und erotischen Kampagnen das kriselnde Luxuslabel in die glamouröseste und gefragteste Modemarke der Welt. Nach seinen Abgang bei der Gucci-Gruppe, gründete er sein eigenes Label, schneiderte zunächst ausschließlich Luxus-Garderobe für Männer. Reich und sexy – diesem Prinzip blieb Ford vor allem in seinen provokanten Kampagnen für seine Duft-, Brillen- und Kosmetiklinien treu. Ford, der selbst als Sexsymbol gilt und von sich sagt, dass er privat am liebsten nackt rumlaufe, weiß eben was funktioniert: sex sells.


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