Nicht immer sind Motten schuld

Das hilft gegen kleine Löcher im T-Shirt

T-Shirt mit Löchern
Löcher in T-Shirts sind nervig. Doch die Shirts müssen jetzt nicht unbedingt entsorgt werden. Oft kann man dank Nadel und Faden die Kleidung noch retten
Foto: Getty Images

Wenn Löcher in Shirts auftreten, müssen sie nicht gleich in der Altkleidersammlung landen. Mit einfachen Tricks können sie wieder repariert werden und bleiben uns so noch ein Weilchen erhalten.

Kleine Löcher im Oberteil müssen nicht zwangsläufig von Motten kommen, denn die kleinen Tierchen mögen gar keine Baumwolle, sondern nur tierische Stoffe wie Wolle oder Seide. Teilweise sind schon vor dem Waschen kleinere Abriebstellen vorhanden. Werden T-Shirts mit anderen Textilien mit offenen Reißverschlüssen oder Nieten gewaschen, können auch diese Schäden an den Fasern hervorrufen. Empfindliche Kleidungsstücke sollten daher am besten in einem schützenden Wäschesack gewaschen werden. Reißverschlüsse an Hosen oder Jacken sind beim Waschvorgang idealerweise geschlossen.

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Die richtige Nähtechnik

Zudem trifft man mit einer dickeren Nadel nicht genau die Maschen rund um das Loch und kann so die Löcher nicht vollständig zusammenziehen. Der Faden sollte der Stärke des Shirts angepasst sein – ebenso wie seine Farbe. Am besten vergleicht man die Farben hierzu bei Tageslicht. Auch das Material des Fadens sollte dem des Shirts angepasst sein. Beim Waschen kann es sonst zu Veränderungen kommen, welche die Reparaturstelle sichtbar machen.

Vor dem Nähen empfiehlt es sich, die Wäsche zu waschen und gegebenenfalls zu bügeln, damit das Loch deutlich erkannt werden kann. Beim Nähen sticht man dann in die Maschen rund um das Loch, sodass diese aufgefangen werden. Von unten kommend wird der Faden in die Masche darüber geführt, damit das Loch überbrückt wird. Dabei wird das Loch immer von links zugezogen. Alternativ kann auch ein Stopfpilz oder ein Stopfei zur Hilfe genommen werden, die meist aus Holz oder auch Kunststoff sind. Bei dieser Art des Stopfens zieht man das Kleidungsstück so über den runden Kopf des Helferleins, dass das Loch offen gehalten wird. Daraufhin werden die losen Fäden einmal unter und über die Längsfäden gefädelt bis das Loch schließlich vollständig versteckt ist. Für beide Methoden gilt, dass man am Ende den Faden nicht verknoten sollte, sondern besser vernäht. Ein Knoten würde nur unnötig auftragen und die geflickte Stelle somit sichtbar machen.

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Wenn Nähen nicht mehr hilft

Bei größeren Löchern kann man versuchen, die beschädigte Stelle mit einem dünnen Faden zu stopfen. Meist ist diese Reparatur jedoch sehr offensichtlich und fällt daher auf. Besser ist es in einem solchen Fall, mit schönen Bügelbildchen oder Flicken zu arbeiten. Näht man die Flicken auf, halten sie deutlich länger als wenn man sie nur aufbügelt. Dabei wird der Flicken zunächst auf der gewünschten Stelle positioniert und schließlich in regelmäßigen Abständen mit dem Unterstoff vernäht. Für ein besseres Haften auf dem Loch kann man ihn auch im Vorhinein mit dem meist mitgelieferten Klebevlies aufbügeln und im Anschluss mit kleinen Stichen zusätzlich befestigen. So können auch große Löcher verdeckt werden – stylische Flicken liegen dabei heutzutage wieder voll im Trend!

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