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Best of 5 New York Fashion Week
Die bisherigen Tops & Flops vom Laufsteg

Am Donnerstag geht die New York Fashion Week zu Ende. Zeit für eine kurze Zwischenbilanz. Welches Label überzeugte, welches enttäuschte?

  • Givenchy

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    Foto: getty images

    Givenchy

    Das Pariser Modehaus Givenchy unternahm einen modischen Klassenausflug nach New York. Die Freunde des Hauses wie das aktuelle Givenchy-Testimonial Julia Roberts, Amanda Seyfried sowie Kim Kardashian und Kanye West waren schon da, die fantasievolle Mode – Couture meets Sportswear – brachte Chefdesigner Riccardo Tisci mit

Seit 9. September zeigen die Designer in New York, was kommenden Sommer in Sachen Mode angesagt sein soll. Ein erstes Fazit: Ein echtes Ideen-Feuerwerk ließen die New Yorker Laufstege bisher vermissen. Schützenhilfe kam dafür aus Paris.

Givenchy brilliant
Einen Höhepunkt setzte ausgerechnet ein Modehaus, das gar nicht nach New York gehört, sondern eigentlich mit Paris so verwurzelt ist wie der Eiffelturm: Givenchy. Das Label präsentierte auch noch am Schicksalsträchtigen 9/11, dem Jahrestag des Terroranschlags auf die Twin-Towers, seine extrem phantasievolle Kollektion unter der Ägide von Designer Riccardo Tisci, der mit diesem Ausflug sein 10-jähriges Givenchy-Jubiläum feierte und für DAS bisherige Highlight der Fashion Week sorgte.

Die Show? Aus einem Guß! Dem denkwürdigen Datum entsprechend, fand diese auf dem Dach eines Wolkenkratzers statt – das neu erbaute World Trade Center im Blick. „Der Liebe und des Teilens“ war das Motto der Kollektion. Der Beweis, dass dies nicht nur eine hohle Phrase ist: Tickets für die Show wurden an Modestudenten und Einwohner von New York verteilt, überall in der Stadt wurde die Show auf Riesenbildschirme übertragen. Die Mode: Ein Mix aus klassischer Givenchy-Couture und einem Riccardo-Tisci-Best-of, der mit seinem Sport-Couture-Style das Modehaus vor zehn Jahren revolutionierte und ihm ein jüngeres, cooles Image verpasste. Das haute sogar die Models vor Begeisterung aus den Pantoffeln: Gleich zwei Mädchen, darunter Topmodel Candice Swanepoel, mussten wegen des delikaten Schuhwerks den Laufsteg küssen.

„Kein Konzept
Besonders enttäuschend bisher: Alexander Wang. Das einstige Mode-Wunderkind feierte ebenfalls zehnjähriges Label-Jubiläum, befindet sich aber offensichtlich nach seinem Rauswurf als Chefdesigner beim Pariser Modehaus Balenciaga noch in einer kreativen Starre.

Die Kollektion war ein Mix aus Materialien und Stilen und erinnerte ein wenig an Resterampe: Patchwork-Jacken aus Denim und Leder treffen auf Rüschen-Röcke aus Jersey, Netz-Tops werden zu Jeansröcken kombiniert, die aussahen wie aus aufgeschnittenen Denim-Hosen konstruiert (den Trend gab's schon mal in den 90ern), unter ultrakurzen Hotpants mit Fetisch-Gürtel blitzen Boxershort hervor, dazu wieder Netztops und ärmellose Kittel mit unversäuberten Nähten. „No concept“, beschrieb Wang Backstage verzweifelt selbst seine Kollektion. Seine Mode soll das zeigen, was coole Großstadt-Mädchen heute tragen. Kein Konzept = durchgefallen! 

  • Alexander Wang

    Foto: getty images

    Konzeptlos war die Kollektion von Alexander Wang

Bis Donnerstag zeigen noch hochkarätige Labels wie Rodarte, Oscar de la Renta, Proenza Schouler, Michael Kors, Boss, Calvin Klein, Marc Jacobs und Ralph Lauren ihre Kollektionen.

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