Joe Cocker ist tot
Schon wieder muss die Welt Abschied nehmen

Nach Udo Jürgens († 80) hat eine weitere Musiklegende kurz vor Weihnachten für immer die Tür zu dieser Welt hinter sich geschlossen: Joe Cocker († 70) ist am Montag verstorben. Der Brite erlag laut englischen Medienberichten einem Lungenkrebsleiden.

  • Joe Cocker

    Foto: Getty Images

    Die Reibeisenstimme ist für immer verstummt – Joe Cocker ist tot.

„Er war ohne Zweifel die größte Rock- und Soulstimme, die Großbritannien je hervorbrachte”, so die Würdigung von seinem Agenten Barrie Marshall zum Tod von Joe Cocker. So sehr dieser Satz auch stimmt, beschreibt er doch nur zu einem Bruchteil die Lebensgeschichte des Ausnahmemusikers. Der Mann aus Sheffield zeigte wie kaum ein anderer Rockstar, welches Auf und Ab im Musikgeschäft möglich ist. 1944 geboren, kam Cockers großer Durchbruch beim legendären Woodstock-Festival 1969. Es war sein Auftritt mit dem „Beatles”-Hit „With a Little Help from my Friends”, welcher den Briten für immer unsterblich machte.

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Was folgte, waren auf der einen Seite Hits wie „Unchain my Heart” und „You Are so Beautiful”, auf der anderen Seite eine Achterbahnfahrt, die Joe Cocker immer wieder an den Rand seiner Existenz brachten. Zu unzähligen Gelegenheiten war der Star völlig am Boden, um sich anschließend immer wieder mit einem Kraftakt aufzurappeln. Die Alkohol- und Drogenexzesse zogen sich über Jahre, doch der Musiker schaffte stets den Weg zurück. „Drogen gab es überall und ich stürzte mich darauf. Wenn du erst mal in dieser Abwärtsspirale bist, ist es schwierig, da wieder rauszukommen”, so der Mann mit der Reibeisenstimme einst in einem Interview.

Erst seine Frau Pam Baker sei der Grund gewesen, aus dem tödlichen Kreislauf für immer auszusteigen. Sie habe dem sensiblen Star klargemacht, dass die Menschen stets und immer noch nur eines wollten: Joe Cocker singen hören. „Es ist unmöglich, die Lücke zu füllen, die er in unseren Herzen hinterlässt“, so Marshalls Tribut an den legendären Musiker – mögen Songs wie „Up Where We Belong” zumindest etwas Linderung verschaffen.

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