STYLEBOOK trifft Schauspieler und DJ Idris Elba
von Julia Wagner
„James Bond? Würde ich schon machen!”

Der Brite Idris Elba (42) ist spätestens seit seiner Rolle in „Mandela” als Schauspieler weltberühmt und wird als „Bond”-Nachfolger von Daniel Craig (46) gehandelt. Was viele nicht wissen: Er legt auch erfolgreich als DJ auf und liebt Schuhe – besonders Louboutins. Noch mehr Gründe ihm zu verfallen – im STYLEBOOK-Interview.

Der britische Schauspieler Idris Elba hat in seinem Leben schon viel gemacht, bevor er mit der Serie „The Wire” 2002 durchstartete. Mit 14 wechselte er Reifen, später verkaufte er Marihuana in Clubs und legte als DJ auf, um seine Rechnungen bezahlen zu können. Seit seinem Erfolg mit dem Streifen „Mandela” (2014), in dem er Nelson Mandela verkörperte, ist er aber vor allem für seine schauspielerische Leistung und seinen coolen Red-Carpet-Style bekannt. Doch nach Berlin kam er jetzt, um den neuen Jaguar zu testen (er fuhr mit einem Auto von London nach Berlin) – und um aufzulegen. STYLEBOOK.de sprach mit ihm vor dem Gig Backstage.

STYLEBOOK.de: Wie war die lange Autofahrt?
Idris Elba: „Gut, ich bin knapp 1200 Kilometer gefahren, durfte aber nicht so schnell fahren, wie ich wollte, denn meine Chefin saß neben mir. In Spa in Belgien haben wir aber einen Stopp gemacht und ich durfte an der Formal Eins Rennstrecke fahren.”

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Sind Sie denn ein guter Fahrer?
Idris Elba: „Ich bin aggressiv und schnell, aber nicht rücksichtslos. Ich fahre jetzt 42 Jahre, Unsinn, ich bin ja erst 42. Ich meine, ich fahre, seit ich 14 bin und hatte noch nie einen Unfall – klopf auf Holz! Strafzettel wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen habe ich aber einige. Ich habe mal an einer Gumbo Ralley teilgenommen von London nach New York und alleine da sieben Strafzettel bekommen.“

Was war das erste Auto, dass Sie sich gekauft haben?
Idris Elba: „Ein Mini Cooper als ich 14 war.”

Moment mal, in dem Alter?
Idris Elba: „Ich habe damals in einer Autowerkstatt gejobbt und Reifen gewechselt und für 14 hatte ich also viel Kohle. Ich habe auch nicht wie 14 ausgesehen, sondern wie 15 oder 16, trug einen Bart. Ich bin damals ohne Führerschein gefahren. Erzählen Sie das bloß nur niemandem (lacht).“

Stimmt es denn, dass ein tolles Auto einen Mann attraktiv macht?
Idris Elba: „Früher vielleicht, heute ist es recht Oldschool. Ein gutes Auto ist heute vor allem bequem. Ich habe einen alten Dodge Gram, einen Pick up Truck, der so groß ist wie dieser Raum. Das war das erste Auto, das ich mir von meinem Geld als Schauspieler gekauft habe. Ansonsten fahre noch einen Range Rover. Ich fahre lange Strecken und muss viel transportieren, DJ Sachen, meine Kids…“
 
Können Sie mir erklären, warum britische Männer so einen guten Stil haben?
Idris Elba: „Ich vermute, es liegt daran, dass es nie einen „britischer Stil” gab, sondern dass es immer um Klasse ging. Als Gentlemen, Aristokrat oder Geschäftsmann kleidete man sich in einer bestimmten Art. Erst in den späten 1960er Jahren haben die Briten angefangen, sich auch casual gut anzuziehen, damals haben sich die Klassen und Einflüsse vermischt.“

Ein Mann, dessen Stil Sie gut finden?
Idris Elba: „Thierry Henry und der britische Schauspieler Matt Smith.”

Gibt es einen Designer, den Sie besonders schätzen?
Idris Elba: „Louboutin ist ein großartiger Designer, mit dem ich zusammengearbeitet habe. Na ja, er hat für mich viele, tolle Schuhe entworfen und ich hatte sie an. Aber ich würde diese Zusammenarbeit gerne vergrößern, etwas mit ihm entwerfen. Männerschuhe können nämlich sehr langweilig sein.”

Apropos guter Stil. Es gibt immer wieder Gerüchte, Sie würden der nächste James Bond werden. Ist da was dran?
Idris Elba: „Das müssen Sie mir sagen! Das letzte Mal, als ich nachgesehen habe, war es noch immer ein Gerücht. Wenn das Skript gut ist, würde ich es schon machen.”

Wie mögen Sie denn Ihren Martini?
Idris Elba: „Gar nicht! Ich trinke lieber Gin, so wie jetzt.”

Ob nun im „Auftrag Ihrer Majestät” oder nicht, sind Sie ein Fan der Monarchie?
Idris Elba: „Ja, was anderes kann ich hier auch gar nicht sagen, sonst lassen sie mich nicht mehr einreisen. Aber, Scherz beiseite, als ich 18 war, hat mir der ‚Princess Trust‘ meine Schauspielausbildung für das National Youth Theater bezahlt. Seitdem habe ich Charles und die ganze Familie ein paar Mal getroffen. Die haben mir echt geholfen.”

Sie sind bekannt und legen auch als DJ auf. Mit Verlaub, Promi-DJs haben nicht den besten Ruf, werden meist nur wegen ihres Namens gebucht...
Idris Elba: „Ich weiß! Ich hasse es, wenn Menschen nur wegen meines Namens in den Club kommen und nicht wegen der House-Music, die ich spiele. Ich will wirklich kein Celebrity DJ sein und mit einer Paris Hilton verglichen werden, denn ich habe schon sehr jung angefangen. Natürlich werde ich für Gigs engagiert, zu denen die Leute nur wegen mir kommen. Seit drei Jahren arbeite ich aber hart daran, das zu ändern und lege auch auf Ibiza auf. Dort gehen die Leute echt nur wegen der Musik hin – und das erst spätnachts um drei. Das ist eine harte Schule, aber ich habe es dort geschafft.”
 

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