George Clooney, Javier Bardem...
Wenn Hollywood protestiert

Die Finanzkrise in Spanien geht auch an Hollywood nicht vorbei: Der spanische Schauspieler Javier Bardem ging mit seinen Landsleuten in Madrid gegen Sparmaßnahmen auf die Straße. Nicht der einzige Promi-Demonstrant in Hollywood – und in Deutschland!

  • Javier Bardem

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    Foto: Bulls Press

    Javier Bardem

    Der Oscar-Preisträger mischte sich in Madrid unter die Demonstranten

Spaniens Krise hat den Kulturbereich erreicht. Das lässt auch einen von Spaniens größten Schauspielstars nicht kalt: Javier Bardem. Gemeinsam mit seinem Bruder Carlos, seiner Mutter Pilar und 100 000 Madrilenen demonstrierte er vergangene Woche gegen Kürzungen im Kulturbereich und die Anhebung der Mehrwertsteuer.

Demnach werden Eintrittskarten in spanischen Kinos, Theatern und für Konzerte statt mit dem reduzierten Satz von acht Prozent ab Herbst mit 21 Prozent besteuert.

„Es ist ungerecht, weil die Regierung, anstatt den Finanzsektor für die Folgen seiner Taten bezahlen zu lassen, das gesamte Gewicht auf die Arbeitslosen, die Kranken und die Rentner abwälzt“, sagte der Hollywoodstar der Nachrichtenagentur AFP. Die Sparmaßnahmen würde den Bürgern den Zugang zur Kultur erschweren, kritisierte Bardem. „Mit der Anhebung der Mehrwertsteuer wird die kulturelle Aktivität in diesem Land erstickt.“

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Für die Kultur zogen jüngst auch TV-Moderator Günther Jauch und Designer Wolfgang Joop aufs Demo-Feld. Beide unterstützen eine moderne Kunsthalle im Herzen Potsdams, die der Software-Milliardär Hasso Plattner plant. Doch es gibt Widersacher gegen das Projekt. Nun melden sich die Promis zu Wort. Wolfgang Joop: „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, auf das hinzuweisen, was Potsdam braucht: Kunst, Kunst, Kunst.“

Wofür und wogegen Promis außerdem demonstrieren – und sogar mit dem Gesetzt in Konflikt kommen – in der Fotogalerie.

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