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55 Cent Stundenlohn
Beutet Beyoncé Fabrikarbeiterinnen aus?

In der Fabrik, in der Beyoncé Knowles (34) ihre Activewear-Kollektion Ivy Park herstellen lässt, sollen menschenunwürdige Bedingungen herrschen. Näherinnen arbeiten dort angeblich zu einem Hungerlohn.

Mit ihrer Activewear-Linie Ivy Park will Beyoncé Frauen „unterstützen und inspirieren“. Das eigenständige Label, das in Kollaboration mit Topshop entstanden ist, hilft aber wohl nur Frauen, die ohnehin schon bessergestellt sind. Die Näherinnen, die Beys Produkte in Sri Lanka herstellen, arbeiten nämlich angeblich zu einem Hungerlohn in der Fabrik.

  • Beyoncé bei der Met-Gala

    Foto: Getty Images

    Beyoncé, hier bei der Met-Gala vor zwei Wochen, hat sich bislang noch nicht persönlich zu den Vorwürfen geäußert


Sklaverei für Ivy Park?
Am Tag sollen die Arbeiterinnen dort umgerechnet gerade einmal rund 5,50 Euro verdienen. „Unternehmen wie Topshop haben die Pflicht, herauszufinden, ob solche Dinge passieren“, machte Jakub Sobik von „Anti Slavery International“ im Gespräch mit „The Sun on Sunday“ deutlich. Eine unbekannte Näherin, die für MAS Holdings arbeitet, klagte: „Wenn sie darüber sprechen, Frauen zu stärken, ist das nur für die Fremden. Sie wollen, dass die Fremden denken, alles wäre in Ordnung.“

www.IvyPark.com

Ein von Beyoncé (@beyonce) gepostetes Video am


Hungerlohn für Näherinnen
Die Firma, die offenbar für die Produktion von Ivy Park verantwortlich ist, beschäftigt rund 74.000 Angestellte – davon 70 Prozent Frauen. Das Unternehmen macht sich mit dem Hungerlohn nicht strafbar, er liegt noch immer über dem in Sri Lanka gesetzlich vereinbarten Mindestlohn von 13.500 Rupien im Monat, umgerechnet etwa 81 Euro.
 
Topshop wehrt sich gegen Vorwürfe
Eine Sprecherin von Topshop verteidigte nun die Herstellungsprozesse und betonte, dass besonders für Ivy Park viel Wert auf ethischen Handel gelegt werde. „Wir sind stolz auf unsere kontinuierlichen Bemühungen in Sachen Fabrikinspektionen und Kontrollen und unser Team arbeitet sehr eng mit unseren Lieferanten und ihren Fabriken zusammen, um die Einhaltung zu gewährleisten“, zitiert sie das Blatt. „Wir erwarten, dass sich unsere Lieferanten an unseren Verhaltenskodex halten und wir unterstützen sie darin, diese Anforderungen zu erfüllen.“

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