Franziska Knuppe im Interview
von Christine Korte
Lieber Marc Jacobs, ziehen Sie doch nach Berlin!

„Die Ruhe vor dem großen Sturm“ – davon konnte bei Franziska Knuppe (36) kurz vor der Modewoche nicht die Rede sein. Einen Tag, bevor der Trubel in der Hauptstadt losging, jettete „la Knuppe“ noch zu einem Shooting nach München. Am Flughafen Tegel sprach die Potsdamerin mit STYLEBOOK über die Berliner Fashion Week und ihren diesjährigen Star-Gast Marc Jacobs.

  • Foto: DPA PICTURE-ALLIANCE

Frau Knuppe, was ist das Besondere an Berlin als neue Modehauptstadt?
In Berlin können sich die jungen Kreativen noch besser entfalten. Hier schaffen Designer noch etwas ganz Frisches und Eigenes. In älteren Modestädten wie Paris orientiert sich der Nachwuchs eher an etablierten Designer-Größen.
                                       
Wie sieht Ihre Planung für die kommenden Tage aus?
Ich werde für das Label Basler laufen. Brian Rennie, der ehemalige Designer von Escada, hat dort jetzt die Position als Chef-Designer übernommen. Ich war schon beim Fitting überwältigt von seinen Entwürfen. Alles wird wie in einem Traumland sein. Ich bin auch schon fürs Kampagnen-Shooting des Modehauses am Freitag gebucht. Abends werde ich an der Seite von George Lamb den „Triumph Inspiration Award“ moderieren, bei dem Ellen von Unwerth und Helena Christensen in der Jury sitzen werden. Außerdem gehe ich noch als Gast auf die Show von Peek & Cloppenburg Designer for Tomorrow. Besonders freue ich mich auf Marc Jacobs, der dieses Jahr als Schirmherr und Jurymitglied die Nachwuchs-Designer begleitet. Ich bin ein großer Fan von Jacobs.
 
Gibt es etwas, was Sie Marc Jacobs gerne fragen würden?
Ja, ich würde ihn fragen, ob er nach Berlin ziehen möchte. Für mich verkörpert er den Lifestyle von Berlin. Marc Jacobs erfindet seine Mode immer wieder neu. Er ist so rastlos und ruht sich nicht auf seinem Erfolg aus.
 
Und auf welchen Berliner Designer freuen Sie sich?
Natürlich auf Kilian Kerner, der repräsentiert für mich einfach am besten die junge Berliner Mode. Aber das Schöne ist ja auch, dass in Berlin immer wieder neue Kreative nachrücken, die man entdecken kann. Deshalb bin ich auch sehr gespannt, wer dieses Jahr den Nachwuchs-Preis von P&C gewinnen wird. Denn ihre Vorgänger haben sich ja bereits alle einen Namen in der Berliner Mode-Szene gemacht.
 
Welcher Event ist für Sie das Highlight?
Hugo Boss ist eigentlich immer der größte Event der Fashion-Week. Die haben immer ganz besondere Locations.

Wie sieht Ihr ultimatives Fashion-Week-Outfit aus?
Ach, da muss ich eigentlich nur beschreiben, was ich gerade trage: T-Shirt, Baggy-Pants und Ballerinas. Auf der Fashion Week habe ich natürlich immer noch ein paar High Heels in der Tasche. Und jetzt, wenn die Sonne wieder scheint, ist ein Hut sehr wichtig als Schutz. Das ist der beste Look, um bequem von einem Termin zum nächsten zu jagen. Wenn ich zu Shows gehe, wie zum Beispiel am Freitagabend zu Michalsky, trage ich immer ein Outfit des Designers selbst. Das ist für mich ein Ausdruck von Wertschätzung.

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Und was darf in Ihrer Tasche nie fehlen?
Mein iPhone, das mittlerweile ein zersplittertes Display hat. So bin ich immer für meine Agentur und meine Kunden erreichbar. Außerdem darf die Sonnenbrille nicht fehlen.

Ihr Beauty-Tipp vor einem Termin, wenn Sie am Abend vorher auf einer Fashion-Party waren?
Oh, da bin ich ganz langweilig. Ich gehe einfach früh ins Bett. Ich bleibe höchstens mal ein Stündchen auf einer After-Show-Party. Danach geht’s nach Hause zu meinem Mann und meiner Tochter.
 
Wer kümmert sich denn um das Töchterchen, wenn die Mami unterwegs ist?
Das ist der Vorteil einer klassischen Familie. In Phasen wie der Fashion Week oder wenn ich für einen Model-Job unterwegs bin, passt mein Mann auf unsere gemeinsame Tochter auf. Aber dann gibt es ja auch immer ruhige Phasen, in denen ich rund um die Uhr nur für meine Tochter da bin. Das ist der Vorteil gegenüber einem Job mit geregelten Arbeitszeiten.
 
Welche Männer-Mode oder -Typ gefällt Ihnen?
Ich mag echte Kerle wie meinen Mann mit Bart und Strubbel-Haaren. Die sieht man jetzt auch wieder auf den Laufstegen. Da schau ich dann auch schon mal gerne hin. Gott sei Dank sind diese Milch-Bubis, die vor Magerkeit fast zusammenbrechen, nicht mehr Trend.
 
Was hören wir diesen Sommer noch von Franziska Knuppe?
Das darf man ja in meinem Business nie vorher sagen, bis nicht eine Pressemitteilung rausgegangen ist. Da müssen Sie sich schon überraschen lassen…

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