Cruise Collections 2012
Ferien-Fashion

Einst gedacht als Reisegarderobe für ein elitäres Klientel, sind „Cruise Collections“, Sommermode für die Winterflucht in sonnige Resorts oder auf Kreuzfahrtschiffe, heute Massenphänomen und Umsatzbringer.

  • Tory_Burch Cruise Collection 2012

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    Foto: DDP IMAGES/AP

    Die Looks der Cruise Collections 2012

    Tory Burch ließ sich für die Cruise Collection 2012 von New Mexico inspirieren. Die amerikanische Designerin verarbeitet in ihrer Kollektion warme Erdtöne und bunte Muster. Sie kombiniert Rostrot mit Türkis, setzt auf dreiviertel lange Hosen und bodenlange Kleider

Eine Auszeit nehmen vom stressigen Alltag, den kalten Wintermonaten entfliehen und Zuflucht suchen in sonnigen Gefilden. War es in den 1920er-Jahren der Oberschicht vorbehalten, Sommermode auch im Winter zu tragen, fliegen heute zu jeder Jahreszeit im Minutentakt Chartermaschinen in den Süden. Ausgehebelt ist das modische Gesetz, im Januar warme Jacken und im Juli luftige Kleider zu tragen. Und deswegen ist die dritte Kollektionsart, die Cruise-, oder Resort-Collection inzwischen genauso wichtig wie die Sommer-, und Winterkollektionen.

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Chanel war eines der ersten Labels, das auf die Tendenz reagierte und bereits in den 90er-Jahren Cruise Collections entwarf. Die Zwischenkollektionen der französischen Marke gelten bis heute als herausragend. Doch jedes Jahr kommen neue Labels hinzu, die bereits im Herbst ihre Frühjahrsmode in die Läden bringen.

Die Entwürfe sind nicht nur schlichter, sondern meist auch deutlich günstiger als die Teile der Hauptkollektionen. So erweisen sich die Zwischenkollektionen als wirtschaftlich lukrativ. Oft machen sie mehr als die Hälfte des Jahresumsatzes von Luxusunternehmen aus. Kein Wunder also, dass inzwischen fast jedes große Label eine Ferien-Kollektion „dazwischenschiebt“. Ebensowenig verwunderlich ist aber auch, dass der Druck auf die Designer stetig steigt. Zeit für eine Auszeit vom stressigen Alltag bleibt ihnen in diesem straffen Präsentations-Rhythmus nämlich nicht mehr.

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