Schönheitsoperationen zum Selbermachen: Verrückter Trend aus Asien

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Verrückter Trend aus Fernost
von Laura Pomer
Plastische „Chirurgie“ zum Selbermachen

Nirgends ist der Druck, perfekt auszusehen, so groß wie in Asien. Jährlich legen sich hier Millionen Frauen und Männer unters Messer, um ihrem optischen Ideal näherzukommen – oder werden selbst zum Schönheits-Doc. STYLEBOOK zeigt Ihnen die verrücktesten Do-It-Yourself-Methoden für die Schönheit aus Fernost.

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    Der Face-Slimmer

    Ein beliebter Eingriff unter Chinesinnen und Südkoreanerinnen: Den Kieferknochen abschleifen, um das Gesicht schmaler zu formen. Wer sich dieser Prozedur nicht ausliefern möchte, benutzt den Face-Slimmer (ca. 46 Euro), zu Deutsch Gesichts-Verschlanker, der einen ähnlichen Effekt bringen soll. Dafür muss täglich drei Minuten lang die Silikon-Form in den Mund gelegt und damit verschiedene Lippenbewegungen ausgeführt werden. Das soll schlaffe Wangen straffen und die Gesichtsmuskeln trainieren

Schönheitsoperationen – in Deutschland tabuisiert, in asiatischen Ländern wie China und Japan fast so normal wie das tägliche Zähneputzen. Laut einer Studie der Internationalen Gesellschaft für Schönheitschirurgie werden in keinem Land der Welt so viele Eingriffe durchgeführt wie in Südkorea.

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Der Grund: Typisch asiatische Gesichtszüge werden als unästhetisch empfunden, man möchte europäisch aussehen. Dadurch verspricht man sich, zum Beispiel in Japan, bessere Chancen auf dem Arbeits- und Heiratsmarkt.

Dafür werden Nasen korrigiert, Mundwinkel verformt, Kiefer für ein schmaleres Gesicht durchgesägt. Am häufigsten wird an den Augen herumgeschnibbelt, um eine künstliche Lidfalte zu formen. Die meisten Asiaten haben diese von Natur aus nicht, was den Blick müde erscheinen lässt.

Asiaten, die den Gang zum plastischen Chirurgen scheuen oder nicht finanzieren können, behelfen sich mit Schönheits-Apparaturen für Zuhause. 

Der Markt hält ein ganzes Arsenal an Beauty-Waffen bereit: Ein Lidtrainer etwa soll die Augen aufs Doppelte vergrößern. Um die Nase schmaler und länger wirken zu lassen, gibt es verschiedene, abenteuerlich aussehende Gerätschaften, die erschwinglicher sind als der Radikalschnitt.

Doch taugen diese Apparaturen überhaupt etwas? Kann man mit Klemmen, Druckmasken und Nasenspreizern tatsächlich Gesichtsteile verformen?

STYLEBOOK hat bei Dr. Eva Kusch, Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Essen, nachgefragt: „Diese komischen Apparaturen bringen nichts, außer dem Hersteller. Gefährlich sind diese Gadgets zwar nicht, es sei denn diese werden falsch positioniert und drücken eventuell über eine längere Zeit hinweg ein Gefäß ab, so dass es zu einer Minderdurchblutung der Haut oder einer Thrombose kommt. Ich gehe davon aus, dass durch die schmerzhaften Prozeduren die Benutzer diese urkomischen Teile schnell wieder aus dem Gesicht entfernen.“

Das abschließende Fazit von Dr. Eva Kusch: „Zum Verschenken lustig, zum Benutzen Schwachsinn!!!!“

Die Foltergerätschaften im Dienste der Schönheit zeigen wir Ihnen in der Bildergalerie.



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