Auch Stars wie Thandie Newton trifft‘s
von Laura Pomer
5 Tipps gegen Damenbart

Es ist ein unangenehmes Thema – das aber auch Stars wie Thandie Newton (42) trifft. Sie postete jetzt ein Bild von sich, das sie beim Entfernen ihres Damenbarts zeigt. Was wirklich gegen die unangenehmen Härchen hilft? STYLEBOOK.de verrät Ihnen hier die 5 besten Methoden.

Etwa vier Millionen Frauen in Deutschland kennen das Problem: Ihnen wachsen vermehrt Haare an Stellen im Gesicht, wo sie es eigentlich nur bei Männern schön finden. Im Volksmund heißt das: Damenbart.

Der „Hirsutismus“ hat in der Regel eine nicht weiter bedenkliche, verstärkte Produktion des männlichen Hormons Testosteron zur Ursache. Konnte eine ernsthafte hormonelle Erkrankung durch einen Arzt ausgeschlossen werden, lässt sich der Damenbart leicht lokal bekämpfen. Das in der Gesellschaft als „unästhetisch“ empfundene Phänomen ist also kein Grund zur Panik! Wir haben uns bei der Kölner Dermatologin Dr. Uta Schlossberger informiert – und verraten Ihnen ganz diskret, wie Sie die lästigen Härchen langfristig loswerden.

1. Warmwachs
Nach dem Motto „Wer schön sein will, muss leiden“, ist diese Methode der Haarentfernung ein wenig schmerzhaft: Eine heiße Wachsschicht (Alternative: Zuckerpaste) wird auf die Oberlippe aufgetragen, bis sie fest geworden ist und dann mit einem schnellen Ruck abgezogen. Man spürt jedes einzelne Haar, das samt Wurzel entfernt wird – dafür hält das Ergebnis etwa vier Wochen lang, ein Besuch bei der Kosmetikerin (ca. 20 Euro) lohnt sich also. Ab ca. zehn Euro bekommt man Warmwachs-Sets auch in der Drogerie. Doch Vorsicht, zu heiß angewendet droht Verbrennungsgefahr, warnt Frau Dr. Schlossberger. „Außerdem kann unsauberes Arbeiten zu starken Entzündungen führen“. Nachteil beim Waxing generell: Damit es richtig funktioniert, müssen die Haare zuvor mindestens drei Millimeter lang gewachsen sein.

2. Bleichen
Auf den ersten Blick überwiegen die Vorteile: Bleaching ist schmerzfrei, günstig und schnell erledigt. Plus: kein stoppeliges Nachwachsen! Behandlungen gibt's ab ca. zehn Euro im Kosmetikstudio oder beim Friseur; Aufheller zum Selbermachen kosten in der Drogerie ca. acht Euro. Die Nachteile: Man sieht ihn zwar nicht mehr, spüren kann man den Damenbart aber noch immer. Darüber hinaus kann die Bleichcreme die Haut irritieren, was die Blicke in den ersten Tagen nach der Behandlung erst Recht auf die „Problemzone“ lenkt. Checken Sie vorher also genau, ob Sie eventuell gegen Inhaltsstoffe allergisch sind! Und, ganz wichtig: „Niemals auf entzündeter Haut anwenden!“ Sonst könnten Narben entstehen, warnt Hautärztin Schlossberger. Wer es selbst macht, muss außerdem darauf achten, dass die Bleichcreme die Haare nicht stärker aufhellt, als gewünscht – und der Damenbart hinterher noch mehr auffällt, als vorher.

3. Threading
Diese schnelle und preiswerte Methode gilt aktuell als letzter Schrei in Sachen Haarentfernung. Ihren Ursprung findet sie in einer uralten orientalisch-osmanischen Tradition; mittlerweile wird die Anwendung aber auch in vielen Kosmetikstudios bei uns angeboten (ab ca. acht Euro). Und so funktioniert’s: Ein dünner Faden wird doppelt gelegt und zu einer kleinen Schlaufe verknotet. Dann wird er mit Daumen und Zeigefinger über der betreffenden Stelle so schnell gedreht, dass sich die Haare dazwischen verfangen und gegen die Wuchsrichtung samt Wurzel herausgezogen werden. Klingt kompliziert? Ist es auch! Selber machen ist so gut wie unmöglich, unbedingt vom Profi machen lassen. Das glatte Ergebnis hält bis zu vier Wochen.

4. Laser
„Das Gerät sendet Licht in einer bestimmten Wellenlänge aus, das die Keimzellen der Haarwurzeln zerstört“, erklärt Dr. Schlossberger. Anders als andere Enthaarungsmethoden verspricht diese ein dauerhaftes Ergebnis. Dafür ist die Prozedur langwierig und kostenintensiv: So können bis zu zehn Sitzungen (à ca. 50 Euro) nötig sein, um den Damenbart endgültig zu beseitigen. Je stärker der Kontrast zwischen Haar- und Hautfarbe, desto zufriedenstellender das Ergebnis. Heißt: Bei dunkelhaarigen Frauen klappt's besser! Helle Typen sind mit ihrer empfindlicheren Haut außerdem anfälliger für Narbenbildung und Pigmentveränderungen.

5. Rasieren
Der Griff zum Rasierer ist zwar eine schmerzfreie und schnelle Lösung – lohnt sich auf Dauer aber nicht. Im Gegenteil! „Die Haarwurzel wird nicht entfernt, das Ergebnis hält daher nur kurzfristig“, weiß die Dermatologin. Die Haare wachsen schnell und stoppelig nach, vor allem brünette und schwarzhaarige Frauen werden an der betreffenden Stelle schon am nächsten Tag einen dunklen Schatten wahrnehmen. Dr. Schlossberger gibt außerdem zu bedenken, dass eingewachsene Haare zu Infektionen führen können. Und brennende Pickelchen über der Lippe sind am Ende nicht wirklich die bessere Wahl gegenüber einem Damenbart...


  • Thandie Newton mit Damenbart

    Foto: Instagram/ thandieandkay

    Auch Schauspielerin Thandie Newton scheint ein peinliches Beauty-Problem zu haben – schämt sich aber nicht dafür. Sie postet lieber ein Foto, das sie beim Entfernen ihres Damenbarts zeigt

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