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Kapitäns-Blazer, Hemdkleider, Seemanns-Pulli
von Susanna Riethmüller
Ferienstimmung bei Tommy Hilfiger

Wie jedes Jahr lud Tommy Hilfiger die Fashion-Meute für seine Show auf die „High Line“ im Meatpacking District am Hudson River ein. Die zum Park umgebaute U-Bahn-Brücke hatte der Designer in ein Strandhaus verwandelt, die Stimmung bei untergehender Sonne war hoch romantisch. Die Mode dann: maritim, preppy – und ganz schön cool.

Schon der Catwalk sah nach einem Tag am Meer aus: Ein Laufsteg aus Holz, der auf ein Strandhaus zuführte. Und die Models schienen sich zu einem Ausflug an die See verabredet zu haben. Maritime Streifen, klassisch als Shirt oder als All-Over-Print auf Pyjama-Hosenanzügen. Kapitäns-Blazer zu Shorts, Hemdkleider und – für den Abend in der Strandbar – flatternde Maxi-Dresses mit tiefen Rückausschnitten, nur von einzelnen Kordeln gehalten. Und wenn eine kühle Brise weht? Zieht man sich einfach einen Seemanns-Pulli mit XXL-Zopfmuster über, der sexy auch als Minikleid durchgehen könnte.

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Die Stimmung passte perfekt: Es windete, die überall aufgehängten Laternen tanzten um die Wette, Panorama-View über Manhattan und die überm Hudson River untergehende Sonne. Die Gäste saßen auf langen weißen Holzbänken, aus den Lautsprechern klang Lykke Lis „I follow Rivers“. Hochromantisch! Heiraten, schoss es einem durch den Kopf, könnte so ähnlich aussehen.

Wie immer zeigte Tommy Hilfiger, dass er es zwar traditionell mag – sich darauf aber nicht festnageln lassen will. Klar, er ist preppy. Aber er ist auch cool drauf! Als man schon verträumt dachte „jetzt fehlen nur noch die Basttaschen“ holte uns der Designer in die urbane Realität zurück: Mit lässigen Marlene-Jeans im Used-Look zum längsgestreiften Blazer getragen. Und, als Variante: der gleiche Look in kurz, mit lockeren Shorts und Bluse.

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