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Altbewährtes Hausmittel

Alleskönner Glycerin – 8 geniale Haushalts-Hacks

Flasche mit Glycerin
Glycerin pflegt nicht nur Haut und Haare, auch im Haushalt ist die natürliche Substanz ein echter Allrounder. STYLEBOOK kennt die Tricks! Foto: Getty Images

Glycerin kommt natürlich im Körper vor, ist aber auch ein weit verbreiteter Bestandteil von Ölen und Fetten in der Kosmetik. Dabei ist die farblose Flüssigkeit für noch viel mehr gut! STYLEBOOK kennt die besten Tipps zur Verwendung im Haushalt – ob als Fleckenentferner, zum Putzen oder für die Pflege von hartem Leder.

Glycerin in der Haut- und Haarpflege

In der Kosmetik wird Glycerin als feuchtigkeitsspendendes Mittel eingesetzt und ist in vielen Cremes und Haarpflege-Produkten enthalten. Ob Glycerin enthalten ist, steht auf der Liste der Inhaltsstoffe, gerne als INCI abgekürzt. Überwiegend findet es sich dort als Wortbestandteil „-glycerin.“ Die natürliche Substanz sorgt dafür, dass Kosmetik ihre Feuchtigkeit nicht verliert und austrocknet. Bei der Verwendung auf der Haut und in den Haaren hilft Glycerin, die Feuchtigkeit anzuziehen und zu binden. Die Haut wirkt gepflegt und der Wasserhaushalt wird ausbalanciert.

Jedoch sollte man beachten, dass ein Pflegeprodukt nicht zu mehr als 10 Prozent aus Glycerin besteht. Andernfalls kann der Stoff die Haut austrocknen. Der Grund? Bezieht der Stoff nicht genug Wasser aus seiner Umgebung, bindet er Wasser aus den tieferen Hautschichten. Neben der kosmetischen Verwendung, hilft die Substanz auch bei der Gesundheit und kann bei medizinischen Hautbeschwerden, wie Ausschlägen oder Verbrennung eingesetzt werden. Daneben gibt es etliche Tipps, wie Glycerin auch im Alltag als nützlicher Allrounder dienen kann.

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Glycerin als Hausmittel

1. Bei vereistem Gefrierfach

Wer kennt das nicht? Irgendwann ist vom vielen Öffnen und Schließen das Gefrierfach mit einer derart dicken Eisschicht belegt, dass die Lieblingspizza kaum mehr Platz findet. Glycerin schafft im Nu Abhilfe. Der Trick: Einfach die Innenwände des abgetauten Fachs oder Truhe mit ein paar Tropfen vom Hausmittel einreiben. Das sorgt nicht nur dafür, dass sich die unliebsamen Eisschichten wesentlich langsamer bilden, sie lassen sich beim nächsten Abtauen auch einfacher entfernen.

2. Glycerin bei beschlagenem Badezimmerspiegel

Auch die beschlagenen Spiegel nach einer ausgiebigen Dusche nerven extrem, kaum drüber gewischt, beschlagen sie schon wieder neu. Gute Sicht beim Schminken? Fehlanzeige, oft dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis man den Spiegel wieder benutzen kann. Dabei ist die Lösung ganz einfach: Ein dünner, mit einem Stück Zeitungspapier eingeriebener Glycerin-Film verhindert das lästige Beschlagen komplett! Einmal in der Woche sollte die Prozedur wiederholt werden. Hilft übrigens auch wunderbar bei beschlagenen Fensterscheiben im Rest der Wohnung.

3. Glycerin für Glanzeffekt beim Putzen

Beim Putzen kommt Glycerin meist nicht für den groben Schmutz in Frage, wohl aber wenn es um einen glänzenden Effekt auf glatten Oberflächen, wie Fliesen oder Fenstern geht. Dazu einfach einige Tropfen Glycerin in warmes Wasser geben und die Oberfläche nach dem Putzen damit abwischen. Dadurch bildet sich ein dünner Film und neuer Staub hat keine Chance, sich festzusetzen. Das gleiche funktioniert auch auf Möbeln, die mit etwas Glycerin im Wasser vom Staub befreit werden.

4. Gegen Flecken auf der Kleidung

Etwas Glycerin auf ein Wattepad geben und vorsichtig die Flecken auf der Kleidung damit abtupfen. Einige Zeit einwirken lassen und mit lauwarmen Wasser ausspülen. Wird das Teil anschließend noch in die Waschmaschine gesteckt, sieht es hinterher so aus, als wäre nie etwas geschehen! Funktioniert bei den meisten hartnäckigen Flecken von beispielsweise Zitrusfrüchen, Ketchup, Kaffee oder Senf.

5. Glycerin bei welkenden Blumen

Glycerin hilft auch, Schnittblumen länger frisch zu halten. Wie das gelingt? Einfach einen Teil Glycerin mit zwei Teilen Wasser verrühren und die am Stil schräg angeschnittenen Blumen in das Gemisch stellen. So „trinken“ die Rosen das Glycerin, das sie quasi konserviert. Klingt nach Zauberei, funktioniert aber tatsächlich.

6. Bei spröden, verhärteten oder rauen Ledersachen

Nach Monaten aus der Winterkiste gekramt, sind Lederhandschuhe oft spröde und verhärtet. Glycerin hilft nicht nur im Haushalt und bei der Pflege der Haut, auch hier dient es dank seiner feuchtigkeitsspendenden und pflegenden Wirkung dem Leder. Das Material sehr großzügig mit Glycerin einreiben, eine Stunde einziehen lassen und schon ist das Leder wieder weich, glatt und geschmeidig. Auch andere Produkte, wie Lederjacken, -hosen oder -schuhen werden mit dem Allrounder wieder weich.

7. Bei kratzigen Kuscheldecken oder Pullovern

Die Kuscheldecke ist nach vielen Film- und Serien-Abenden nicht mehr wirklich kuschelig? Oder der Lieblings-Wollpulli kratzt unangenehm? Auch hier wirken die weichmachenden Eigenschaften von Glycerin wahre Wunder. Zwei Esslöffel davon zusammen mit dem herkömmlichen Wollwaschmittel in die Maschine geben – und alles kuschelt und schmust sich hinterher wieder wie neu!

Erfahren Sie hier, welche Tricks sonst noch bei kratzenden Wollpullovern helfen

8. Glycerin bei nadelndem Weihnachtsbaum

Eingefleischte Weihnachts-Fans können gar nicht früh genug damit anfangen, ihre Wohnung festlich zu dekorieren. Oberste Priorität hat dabei natürlich ein wunderschön geschmückter Christbaum. Damit die Freude an ihm auch bis nach Heilig Abend anhält, stellen Kenner den frisch geschlagenen Baum für ein bis zwei Tage in ein Glycerin-Wasser-Gemisch (ein Liter Glycerin auf zehn Liter Wasser). Mit diesem Trick bleiben die Nadeln schön saftig grün und fallen vor allem nicht ab.

Mit Material von dpa

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