Schnitte, Farben, Labels... Alles, was Sie jetzt über Jeans wissen müssen

von Stephanie Beckmann

Jeans – liebste Hose, liebstes Kleidungsstück. Der Klassiker erfindet sich jede Saison neu und plötzlich gelten andere Regeln: Wo sitzt die Taille, wie lang, kurz, eng oder weit darf die Hose jetzt sein? Jeans, die Sie jetzt kaufen und vor allem, wie Sie sie tragen sollen – STYLEBOOK erklärt die aktuellen Denim Do's and Don’ts.

  • 1/5

    Foto: Getty/Splash News

    Der große Jeans-Guide

    Jeans ist nicht gleich Jeans! STYLEBOOK hat deshalb die neuen Regeln zusammen gestellt und ein paar passende Bespiele gefunden: Dree Hemingway trägt die überlange „Flared-Pants“, Alexa Chung setzt mit Karottenhose auf den Mummy-Chic, Jessica Biel krempelt die Hosenbeine hoch und Poppy Delevingne mag's rockig mit Löchern (v.l.n.r.)

Der Schnitt: „Tight“ bleibt der All-Time-Favorite-Shape. „Skinny“ dagegen, also hauteng, muss die Jeans nun nicht mehr sitzen. Noch wichtiger ist die Länge, die sich im Moment auf 7/8 eingependelt hat und die Taillenhöhe, die zwischen Low- und High-Waist balanciert. Entspannte Varianten dieser kurzen Röhre sind die Karotten- und die Capri-Hosen: immer noch mit Hochwasser, aber weiter im Schnitt – entweder schmal nach unten zulaufend (gesehen bei COS und J.Brand) oder gerade geschnitten (z.B. von Acne). Sie ersetzen den Boyfriend-Look. Auch wieder da: eine hochtaillierte, weite „Flared“-Jeans mit Überlänge – nicht zu verwechseln mit der Boot-Cut-Hose! Auf die tieftaillierten Modelle mit Schlag und Bauarbeiter-Dekolleté-Gefahr beim Bücken bitte weiterhin verzichten!

Waschungen: Fiese Hell-Dunkel-Waschungen sind passé. Stattdessen ist ein entspannter Used-Look zurück, der uns im nächsten Jahr auch mit Patches (Aufnähern) und wohldosierten Rissen und Löchern überrascht. Super-retro: Der Levi’s 501-Schnitt kehrt zurück, samt Teenager-Kritzeleien auf den Hosenbeinen!

Prints und Farbe: Statt floralen Mustern, Neon- und Pastellfarben (die warten auf den nächsten Sommer) sind jetzt Brokat-Muster und dunkle Töne wie Flaschengrün und Bordeauxrot in Mode. Mutige tragen sogar goldglitzernde Versionen (von Mother), alle anderen setzen auf Evergreens: dunkles und mittleres Blau, Grau und Schwarz gehen immer (z.B. von Closed, Calvin Klein, Cheap Monday oder Seven 4 All Mankind).



Material: Jeans müssen nicht unbedingt aus der gewebten, groben Baumwolle sein, verwandte Hosen aus zartem Leder, flauschigem Samt, feinem Cord (von Mother) und sogar gesticktem Brokat (z.B. von Current/Elliot, Sandro) veredeln jetzt die Outfits bis zur Ausgehtauglichkeit. Einzig die Jersey-Version, auch „Jeggings“ genannt, hat ihre Berechtigung auf Langstreckenflüge reduziert. Bitte nicht mehr draußen tragen.

Anzeige

Details: Labels wie Victoria Beckham setzen auf Galonstreifen an der Seitennaht, wie beim Smoking, und Lederdetails an Bündchen und Taschen. Für Extraglamour sorgt ein kleiner Schlitz, evtl. mit Reißverschluss, am engen Hosenbein.

Wie kombinieren: Den Variationen sind kaum Grenzen gesetzt. Wer cool ist, krempelt! Und zwar in kleinen Schritten, bis über den Knöchel, der hervorblitzen darf, auch mit Socken. Dazu passen am besten flache (!) Schuhe wie Brogues (Herrenschuhe), Monks (Mönchsschuhe mit Schnelle) oder Chelsea Boots. Für abends: auf spitze Pumps oder Kitten-Heels umsteigen. Pullis und Shirts werden nur vorne in die Hose gesteckt (der sogenannte „Tuck“). Die liebste Kombi ist derzeit Jeans zu Jeans und hält sich hartnäckig. Also Hemden aus Denim wählen. Zu Samt, Brokat und Leder passen Seidenblusen besser, Layerings funktionieren mit Westen und Cardigans ganz hervorragend.

Kommentare



Blogs