Kim Kardashian schwört auf Eigenblut: Mit Plasma statt Botox Falten bekämpfen

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Neuer Beauty-Trend: Eigenblut-Doping für die Haut Was steckt hinter dem „Vampir-Lifting“?

von Thomas Helbing

Cremes, Botox oder doch unters Skalpell – es gibt unzählige Methoden, Falten zu killen. Der neueste Trend ist die Faltenunterspritzung mit Eigenblut. Geheimrezept aus Draculas Kochbuch oder bahnbrechendes Anti-Aging-Wunder? STYLEBOOK klärt die wichtigsten Fragen bis(s) zur Faltenlosigkeit.

Im Leistungssport ist Doping mit Eigenblut verboten, in der Schönheitschirurgie ist es der neueste Schrei – ganz legal natürlich. Auch die ersten Promis machen schon mit: Kim Kardashian (32) schwört auf die blutige Antifalten-Behandlung wie sie „Life & Style“ verriet, Kylie Minogue (44) soll ebenfalls ein Fan des sogenannten „Vampir-Liftings“ sein.

„Während man von Hyaluron, Eigenfett & Co. schon viel gehört hat, ist die Faltenbehandlung mit Eigenblut noch ziemlich unbekannt und neu“, so Eva Kusch, Fachärztin für plastische und ästhetische Chirurgie von der Praxis health2beauty in Essen zu STYLEBOOK.

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    Kim Kardashian sagte bereits Botox Adé und schwört auf die neue Faltenkiller-Methode mit Eigenblut. Auch ohne sichtbare Falten kann die Methode „präventiv“ angewendet werden. Dr. Eva Kusch, Fachärztin für plastische Chirurgie aus Essen, ist allerdings kein Freund dieses „Glow Effekts“, da der Eingriff nicht unbedingt nötig sei

Wie läuft die Behandlung ab?
Für die Faltenunterspritzung mit Eigenblut werden bis zu 20 Milliliter venöses Eigenblut benötigt. Das wird dann so aufbereitet, dass nur das gelbliche Blutplasma übrigbleibt. Daraus wird in einem simplen und kurzen Verfahren ein Gel hergestellt, das in Spritzen aufgezogen und in die entsprechenden Hautstellen injiziert wird. In der ästhetischen Medizin wird die Methode auch Plasmagel-Methode oder PRP-Methode genannt. Die Abkürzung steht für Platelet Rich Plasma (plättchenreiches Plasma).

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Hilft das wirklich?
Ja! Und zwar gleich zweifach. Denn während Substanzen wie Botox oder Hyaluron Falten „nur“ aufpolstern, stimuliert die Eigenblut-Behandlung zusätzlich die natürliche Regeneration der Hautzellen. „Das injizierte Plasma ist reich an zellerneurnden Bestandteilen, die unter anderem die Kollagenproduktion anregen und neues Bindegewebe bilden“, erklärt Eva Kusch. Das ist gut: Denn der Abbau von Kollagen und des Bindegewebes ist hauptverantwortlich für den Alterungsprozess der Haut.

Welche Vorteile hat das „Vampir-Liftings“ gegenüber anderen Methoden?
1. Die Haut wirkt frischer, jünger und straffer – ohne eingefrorene Mimik wie beim Nervengift Botox. 2. Die zu spritzende Substanz wird am Behandlungstag frisch hergestellt. 3. Es handelt sich nicht um eine synthetische, sondern um eine hundert Prozent natürliche Substanz des eigenen Körpers.

Gibt es Risiken?
Dr. Eva Kusch: „Die Behandlung ist, da es sich um einen körpereigenen Baustein handelt, nebenwirkungsarm und schmerzlos. Die Unterspritzung mit Plasmagel ist für jeden Hauttyp geeignet. Eine Infektion mit Krankheiten ist ausgeschlossen, da ausschließlich eigenes Blut verwendet wird.“

Wie lange ist das Ergebnis sichtbar?
Da es sich bei der Methode um eine körpereigene Substanz handelt, baut sich der Effekt nach und nach ab. Eva Kusch empfiehlt eine Nachbehandlung nach vier bis sechs Monaten.

Was kostet die Behandlung?
Ungefähr 400 bis 800 Euro, bei größeren Arealen muss entsprechend mit mehr gerechnet werden.

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