…und wie es besser geht!

10 Fehler, die wir bei der Haarpflege machen

Frau, die sich die Haare kämmt
Es gibt unzählige Pflegeprodukte für eine strahlend schöne Mähne, dabei kann man bei der Haarpflege auch einiges falsch machen
Foto: iStock/Tinatin1

Shampoo, Kuren, Leave-in-Öle, Glätteisen, Spezial-Bürsten – die Palette an Haar-Produkten und -Gadgets ist riesig. Dennoch oder gerade deswegen kann Frau bei der Pflege einiges falsch machen. STYLEBOOK kennt zehn Fehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten und gibt Tipps, wie wir es ganz einfach besser machen.

Fehler 1: Haare zu oft waschen

Der „No Poo“-Trend, also der Verzicht auf die tägliche Haarwäsche, wird auch unter Promis immer beliebter, weil er Haar und Kopfhaut schonen soll. Sogar Kim Kardashian verriet bereits, dass sie sich nur alle fünf Tage die Haare wasche. Die Alternative, das Trockenshampoo, wird dafür immer beliebter, ganz einfach weil sich damit das Haare waschen um den ein oder anderen Tag hinauszögern lässt.

Fehler 2: Shampoo muss schäumen

Herkömmliche Shampoos enthalten waschaktive Substanzen, die auf der Verpackung mit SLS (Sodium Laureth Sulfate) angegeben sind. Sie sorgen dafür, dass das Produkt beim Haare waschen ordentlich schäumt, der starke Reinigungseffekt trocknet das Haar aber auch stark aus, Pflege danach ist also ein Muss. Richtig gutes Shampoo ist jetzt sulfatfrei und schäumt beim Waschen nicht mehr. Pflegender Conditioner oder eine Spülung danach sind bei diesen Produkten nicht mehr notwendig. Allerdings muss man sich erst daran gewöhnen, dass sich die Haare etwas rauer anfühlen, auch wenn sie gesünder sind.

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Fehler 3: Pflege erst nach dem Shampoo auftragen

Spezielle Pre-Treatment Feuchtigkeitskuren ziehen vor der Haarwäsche sogar noch besser ein, Pflege-Überschüsse von der Spülung werden danach einfach ausgewaschen. Wer einen feinen Haartyp hat sollte ohnehin darauf achten, zu Produkten OHNE Silikon zu greifen.

Fehler 4: Haare brauchen keine Anti-Aging-Pflege

Nicht nur Ihre Haut, sondern auch Ihre Haare verändern sich im Laufe der Jahre, sie werden dünner und trockener. Der Grund: Die Kollagenfasern versteifen sich, behindern die Durchblutung der Haarwurzeln und ihre Versorgung mit wichtigen Nähstoffen. Spezielle Anti-Age-Produkte für die Haare zielen genau auf dieses Problem ab. Das Shampoo mit Anti-Aging-Effekt bremst die Verhärtung des Kollagengewebes und kurbelt die Zellteilung in den Haarwurzeln wieder an.

Fehler 5: Haarefärben ist nicht gesund

Die Tage, als wir gefärbtes Haar nach jeder Haarwäsche mit Conditioner und Kuren zukleistern mussten, weil es so kaputt war, sind endgültig vorbei. Jetzt wird unsere Mähne schon beim Färben dauerhaft repariert und wirkt gesund. Die neue Zauberformel heißt Olaplex, eine von Chemikern entwickelte 3-Phasen-Pflege, auf die längst nicht mehr nur Colorations-Gurus der Stars setzen, sondern auch immer mehr Salons in Deutschland. Dabei werden die Haarfasern, die beim Färbeprozess gespalten werden (nur so kann die Farbe eindringen), dank eines speziellen Wirkstoffes, wieder zusammengefügt. Behandlungen gibt es ausschließlich beim Friseur.

https://www.stylebook.de/beauty/vorbereitung-haarefaerben-zu-hause

Fehler 6: Öl-Kuren eignen sich nicht für jeden Haartyp

Öl ist viel zu schwer für feines Haar? Und auch als Pflege im Sommer nicht geeignet? Das ist falsch! Moderne Produkte sind die perfekte Allround-Pflege für jeden Haartyp. Die enthaltenen Fettsäuren schützen das Haar vor äußeren Einflüssen. Und keine Angst vor einem „strähnigen Ergebnis“: Das Haar nimmt sich, was es braucht, der Rest der modernen Haaröle „verdampft“ einfach. Pflegende Öle können Sie übrigens auch hervorragend unmittelbar vor dem Waschen der Haare anwenden.

Fehler 7: Haare zu oft kämmen

An den Mythos, dass nur 100 Bürstenstriche am Tag zu glänzendem Haar führen, glaubt sowieso niemand mehr. Im Gegenteil: Viele machen den Fehler und kämmen ihr Haar zu oft, das kann die Kopfhaut zu vermehrter Talgproduktion anregen, was wiederum dazu führt, dass die Haare schneller nachfetten, statt einen gesunden Glanz zu haben. Mal abgesehen davon, ist der „Undone“-Look noch immer schwer angesagt.

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Fehler 8: Keine Haar-Produkte mit Doppeleffekt verwenden

2-in-1-Shampoos waren gestern. Die neuen Produkte können als Shampoo oder Haarmaske verwendet werden. Neu ist dabei auch, dass die sogenannten „Pflegecrémes“ beim Haarewaschen auf das trockene Haar aufgetragen, sanft einmassiert und dann erst mit Wasser aufemulgiert und ausgespült werden. Wer seiner Mähne eine Kur gönnen möchte, lässt das Shampoo vor dem Ausspülen einfach nur länger einwirken.

Fehler 9: Trockenshampoo nicht richtig anwenden

Haben Sie einen hässlichen, grauen Ansatz und keine Zeit zum Färben? Kein Problem! Ein Trockenshampoo reicht völlig aus. Viele Produkte enthalten jetzt Farbpartikel, speziell für blondes, braunes oder schwarzes Haar. Mit einmal sprühen sparen Sie sich somit das Haarewaschen UND den Friseur.

Fehler 10: Jeden Tag Haare föhnen

Immer mehr Stars und Models verzichten auf das Föhnen ihrer Haare, um diese zu schonen. In den USA gehen viele Businessfrauen sogar morgens nach der Haarwäsche mit nassen Haaren ins Büro. Und auch bei uns setzt sich diese Trend langsam durch, denn warme Föhnluft begünstigt Spliss noch mehr. Positiver Nebeneffekt der Lufttrocknung im Sommer: Sonnenstrahlen hellen nasse Haare nach dem Waschen schneller auf und verpassen uns wirklich natürliche Strähnen.

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