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ARD-Serie als Sprungbrett

Schon gewusst? Diese Stars machte „Sternenfänger“ berühmt

Wer kann sich noch an der TV-Serie „Sternenfänger" erinnern? Vermutlich nicht allzu viele. Allerdings haben einige deutsche TV-Stars der Produktion einen gehörigen Karriere-Kick zu verdanken.

Damals noch jung und unbekannt gelang den vier Hauptdarstellern Nora Tschirner, Jochen Schropp, Oliver Pocher und Florentine Lahme mit der 2002 ausgestrahlten Vorabendserie „Sternenfänger“ der große Durchbruch.

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Schauspielerin Nora Tschirner
Nora Tschirner ist seit „Sternenfänger“ kontinuierlich präsent im TV Foto: dpa Picture Alliance

Nora Tschirner – Paula Behringer

Als ein vom Schicksal gebeuteltes, aber doch zuversichtliches Waisenkind, das davon träumt einmal eine erfolgreiche Schiffsbauerin zu werden, entsprach die von Nora Tschirner verkörperte Paula Behringer glücklicherweise nicht ganz dem üblichen Teenie-Mädchen-Stereotyp. Und anscheinend hatte es in der deutschen TV-Welt bis dato an jemanden mit Nora-Tschirner-Wesen gefehlt: selbstbewusst, ein bisschen spröde, handfest, tough und trotzdem feminin. Nach „Sternenfänger“ ergatterte sie direkt die weibliche Hauptrolle in „Soloalbum“ (2003) an der Seite von Matthias Schweighöfer (36). Und spätestens seit „Keinohrhasen“ und „Zweiohrkücken“ hat jeder schon mal den Namen Tschirner gehört. Als Feministin und Body Positiv-Aktivistin produzierte die heute 36-Jährige 2013 den Dokumentarfilm „Embrace“, der sich mit den fragwürdigen Schönheitsidealen unserer Gesellschaft auseinandersetzt. Im gleichen Jahr wurde Tschirner zusammen mit Christian Ulmen (42) das Ermittlerteam Lessing und Dorn im „Tatort Weimar“. Als mittlerweile mit Preisen überhäufte Schauspielerin (u.a Bambi und Deutscher Comedypreis) setzt sie sich zudem für Hilfsprojekte wie „Deine Stimme gegen Armut ein“. Seit 2013 ist Tschirner Mutter eines Kindes.

Moderator Schropp beim Bambi
Jochen Schropp im Jahr 2017: Mittlerweile ist er vor allem als Moderator bekannt Foto: Getty Images

Jochen Schropp – Nico Kiesbach

Jochen Schropp mimte den süßen Badehosen-Boy Nico Kiesbach, der davon träumte, später als Astronaut das All zu erkunden. Wenn die Liebe nicht immer dazwischenfunken würde … Jedenfalls winkten auch ihm nach Serien-Aus mehrere große Rollen wie in „Popp Dich Schlank“ (2005) oder in der Rosamunde Pilcher-Schmonzette „Sieg der Liebe“ (2007). Vermutlich lag es vor allem an seiner Sunnyboy-Aura, dass er lange hauptsächlich für romantische Komödien engagiert wurde. Dass in dem heute 39-Jährigen auch wahre Entertainer-Qualitäten stecken, bewies er spätestens 2014 mit den beiden Comedy- bzw. Spiel-Shows „Jetzt wird’s schräg“ und „Himmel oder Hölle“, was ihm sogleich den Deutschen Fernsehpreis als bester Show-Moderator einbrachte.  Überhaupt scheint das Moderieren seine größte Stärke zu sein, aktuell steht er für die erfolgreiche Spielshow „Duell der Stars“ vor der Kamera. Schropp ist zudem seit 2009 prominenter Unterstützer der SOS Kinderdörfer. Er besucht immer wieder Projekte, um sich von der Arbeit vor Ort ein Bild zu machen.

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Comedian Oliver Pocher
Spaßvogel Oliver Pocher war in der ARD-Serie „Sternenfänger“ eher gegen sein späteres Image besetzt: Fred Benz war der ruhige Typ Foto: dpa Picture Alliance; Getty Images

Oliver Pocher – Fred Benz

Grausame Film-Frisur, Schnösel-Eltern, er selbst der Typ ,sensibles Träumerle mit Radiomoderatoren-Ambitionen‘ – ob Filmfigur Fred Benz zu Oliver Pocher (39) wirklich gut gepasst hat, darüber lässt sich streiten. Aber Pocher sollte ein besonders großes Stück vom „Sternenfänger-Kuchen“ abbekommen und wurde später als Berufs-Spaßvogel mit kontroversem Humor einem Millionenpublikum bekannt. 2003 gründete er die Pocher TV GmbH,  bekam bereits mit „Rent a Pocher“ auf ProSieben seine eigene Show, die erfolgreich bis 2006 lief. Als Comedian und Entertainer ließ Pocher nichts aus: Werbespots mit MediaMarkt, Moderationen diverser Late Night Shows, TV-Duelle, einige Hauptrollen in Bestseller-Verfilmungen und vieles mehr. Auch seine Beziehungs-Kisten, vor allem die mit seiner Ex Sandy Meyer-Wölden (34), mit der er drei Kinder hat, sorgten immer wieder für Schlagzeilen. Einer seiner coolsten Moves war vielleicht, als er 2008 bei „Wer wird Millionär?“ als erster Kandidat im Promi-Special die Millionen-Frage knackte und den Gewinn der Per-Mertesacker-Stiftung und der McDonald’s Kinderhilfe übergab.

Schauspielerin Lahme
In der Serie „Sternenfänger“ wurde Valery Crämer von der Schauspielerin Florentine Lahme dargestelltFoto: dpa Picture Alliance

Florentine Lahme – Valery Crämer

Die vierte in der Bade-Clique vom Bodensee, Valery Crämer (gespielt von Florentine Lahme), war diejenige mit dem vielleicht typischsten Traum: Schauspielerin werden. Und tatsächlich ging es dementsprechend für Florentine Lahme nach „Sternenfänger“ auch im echten Leben weiter. Solide zwar, aber lange nicht so erfolgreich wie bei ihren drei Filmfreunden. Oft waren es Rollen in romantische Komödien wie „Küss mich Kanzler“ (2004) oder in diversen Inga Lindström-Schnulzen. Meist blieb es vor allem bei Gastauftritten, wie 2007 im Till Schweiger-Film „Keinohrhasen“, wo sie am Set Wiedersehen mit Nora Tschirner feiern durfte. 2015 zog sich die heute 43-Jährige medienwirksam für den Playboy aus. Selbstbewusst erklärte sie damals der „Bild“: „Ich hatte ja schon einige Rollen, bei denen ich leichter bekleidet sein musste. Damit habe ich zum Glück kein Problem.“

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