Paukenschlag!

Harry und Meghan brechen mit royalen Verpflichtungen

Prinz Harry und Herzogin Meghan
Der britische Prinz Harry und seine Frau Meghan bei den «WellChild Awards» in London.
Foto: Foto: Toby Melville/PA Wire/dpa

Paukenschlag bei den britischen Royals! Nur Tage nach ihrer Rückkehr nach London verkünden Prinz Harry und seine Frau Meghan via Instagram, künftig keine wichtige Rolle mehr im Königshaus spielen zu wollen. Die Queen soll nicht in die Pläne eingeweiht gewesen sein.

Die Quintessenz: Das Paar will in Zukunft einen Großteil seiner royalen Verpflichtungen aufgeben und finanziell unabhängig sein, gleichzeitig wolle man aber weiterhin Königin Elizabeth II. (93) unterstützen. Harry und Meghan wollen künftig sowohl in Großbritannien als auch in Nordamerika leben, hieß es in dem Statement weiter. „Nach vielen Monaten des Nachdenkens und der Diskussionen haben wir uns entschieden, in dieser Institution eine neue fortschrittliche Rolle für uns zu finden“, erklärte das Paar seine Entscheidung. Man würde daher als Senior-Mitglieder der Royals zurücktreten – gemeint ist der innere Zirkel der königlichen Familie mit seinen zahlreichen Verpflichtungen. Das Paar erhoffen sich dadurch, genügend Raum für die Familie und ihre Wohltätigkeitsarbeit zu finden.

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„Komplizierte Angelegenheiten“

Mehrere Mitglieder des Königshauses waren nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur nicht über den Inhalt der Mitteilung vorab informiert worden. Das dürfte für Enttäuschung in der „Firma“ – so nennt sich die königliche Familie intern selbst – gesorgt haben. Eine offizielle Stellungnahme des Palastes am späten Abend zum Rückzug des Paares fiel mit zwei Sätzen dann auch denkbar knapp aus: Der Herzog und die Herzogin von Sussex – so die offiziellen Titel – seien noch in einem „frühen Stadium“. Man habe Verständnis für ihren Wunsch, sich zu verändern, „aber dies sind komplizierte Angelegenheiten, die Zeit brauchen, um sie zu bearbeiten“.

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Traditions-Bruch an Weihnachten

Bei ihrem ersten Termin nach der langen Auszeit am Dienstag in London hatten sich Harry und Meghan im Canada House bei der kanadischen Hochkommissarin für das Vereinigte Königreich, Janice Charette, für die große Gastfreundschaft des Commonwealth-Landes bedankt. In Kanada hatten Harry und Meghan auch gemeinsam mit Meghans Mutter das Weihnachtsfest verbracht, das Paar war beim Wandern und Joggen gesehen worden, hatte viel Zeit mit Sohn Archie verbracht – und das, wo Weihnachten traditionsgemäß immer im Kreis der Familie auf dem Landsitz der Queen im englischen Sandringham gefeiert wird. Bereits im Frühjahr waren Harry und Meghan aus dem Kensington-Palast in London, auf dessen Grundstück sie mit William und Kate gelebt hatten, ausgezogen, seitdem wohnt die kleine Familie auf Frogmore Cottage in der Nähe der Queen in Windsor.

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Harry und Meghan in der Kritik

Zuletzt war Harry und Meghan alles mögliche angekreidet worden: die klimaschädliche Nutzung von Privatjets, die teure Sanierung ihres neuen Wohnsitzes in Windsor und teils auch Meghans Kleidungsstil. Besonders übel wurde ihnen genommen, dass sie bei der Taufe ihres kleinen Sohnes Archie auf ihre Privatsphäre beharrt hatten. Vor der mehrwöchigen Auszeit von den royalen Verpflichtungen wirkten Harry und Meghan angeschlagen. In einem Fernsehinterview während einer Afrika-Reise hatte Harry eingeräumt, dass er sich mit seinem Bruder William (37) auseinandergelebt habe. „Wir sind derzeit sicherlich auf unterschiedlichen Pfaden.“ Zugleich betonte er, er werde immer für William da sein – und umgekehrt.