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Entlarvt!

9 Beauty-Mythen und warum sie nicht stimmen

Frau mit Locken
Urban legend oder wahr? Bei Beauty-Treatments und Faustregeln kommt man manchmal ins Stutzen. Foto: Getty Images

Make-up lässt die Haut schneller altern, Öl ist schlecht für die Haut, Nagellack ist schlecht für die Nägel – kennen Sie auch diese Faustregeln, wenn es um Kosmetik geht? Allerdings stimmen davon nur die wenigsten. STYLEBOOK entlarvt 9 hartnäckige Beauty-Mythen. Let's go!

Beauty-Mythos Nr. 1: Gesichtswasser ist Geldverschwendung


Ein Gesichtswasser sollte unabhängig vom Hauttyp jedes Mal nach dem Waschen des Gesichts verwendet werden. Dieses Produkt wird zur Vervollständigung der Reinigungsphase verwendet. Es stellt das pH-Gleichgewicht wieder her und neutralisiert die Auswirkungen von hartem Wasser, macht die Haut weich und spendet ihr Feuchtigkeit.

Mythos Nr. 2: Anti-Aging-Pflege erst ab 40 notwendig

Mit einer professionellen Anti-Aging-Behandlung sollte man erst nach dem 40. Lebensjahr beginnen, sonst gewöhnt sich die Haut zu früh an kosmetische Produkte. Der Mythos, dass Anti-Aging-Cremes für junge Haut schädlich sind, hält sich seit jeher hartnäckig.

Die ersten Anzeichen der natürlichen Alterung treten im Durchschnitt im Alter von 25 bis 30 Jahren auf. Man ist noch jung, aber die Produktion von Kollagen, Elastin und anderen Stoffen, die für die Spannkraft, Festigkeit und Elastizität der Haut verantwortlich sind, verlangsamen sich. Auch nach dem 25. Lebensjahr beginnt die Haut, von wenigen Ausnahmen abgesehen, Unterstützung bei der Alterung zu benötigen.

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Beauty-Mythos Nr. 3: Je länger man eine Kur auf im Haar lässt, desto besser wirkt sie

Wenn man etwa eine Maske oder Kur längere Zeit auf dem Kopf lässt, wird nichts Schlimmes passieren, die Haare werden nicht ausfallen. Der Hersteller testet das Produkt jedoch an einer Gruppe von gesunden Testern, bevor er es auf den Markt bringt. Es ist chemisch getestet. Jedes Produkt beginnt bei Kontakt mit Luft zu oxidieren, d. h. in seine Bestandteile zu zerfallen, die nicht alle die gleichen positiven Eigenschaften, wie der ursprüngliche Inhaltsstoff, haben. Es ist daher ratsam, die Anweisungen immer genau zu befolgen.

Mythos Nr. 4: Hautpflegeprodukte regelmäßig austauschen, um Abhängigkeit zu verhindern

Die Abhängigkeit von bestimmten Kosmetik Produkten ist ein Mythos. Stoffe, die in der einen oder anderen Form abhängig machen, werden nicht als Inhaltsstoffe verwendet (einschließlich Hormone, Schmerzmittel und Anabolika). Wenn ein bestimmtes Produkt hilft, gepflegt und gesund auszusehen, dann ist es das Richtige für die Haut und es gibt keinen Grund, es zu wechseln. Das bedeutet aber nicht, dass man keine neuen Cremes ausprobieren sollten.

Mythos Nr. 5: Make-up lässt die Haut schneller altern

Diese Aussage könnte vor 50 Jahren noch gestimmt haben, weil Kosmetikprodukte dann noch nicht die höchste Qualität hatten. Heute enthalten die meisten Kosmetika feuchtigkeitsspendende und schützende Inhaltsstoffe, Vitamine und Antioxidantien, die eine vorzeitige Hautalterung verhindern. Es ist also nicht das Make-up, das der Haut schadet, sondern eine falsche Vorbereitung der Haut vor dem Auftragen des Make-ups und das fehlende Abschminken vor dem Schlafengehen. Die Fähigkeit der Haut, das Eindringen fremder Mikroorganismen zu verhindern, ist eingeschränkt, wenn die Haut also vor dem Auftragen von Make-up nicht ausreichend gereinigt wird, dann kann es zu Hautproblemen kommen.

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Beauty-Mythos Nr. 6: Vergrößerte Poren können verkleinert werden


Es gibt drei Hauptgründe für vergrößerte Poren: genetische Veranlagung, Alterung und eine Fehlfunktion der Talgdrüsen. Überschüssiger Talg, Keratin und Unreinheiten verstopfen und dehnen die Poren. Eine Tiefendreinigung und ein Peeling helfen, Unreinheiten, abgestorbene Hautzellen und Talg zu lösen. Verwendet man also das richtige Reinigungs- und Gesichtswasser für den Hauttyp wird alles Überflüssige rechtzeitig losgeworden.

Mythos Nr. 7: Cremes und Öle sind schlecht für fettige Haut


Alle Hauttypen müssen mit Feuchtigkeit versorgt werden. Sogar fettige Haut kann aufgrund eines Ungleichgewichts der Talgdrüsen dehydriert werden. Man sollte darauf achten, dass man Pflegeprodukte wählt, die die Ungleichgewichte ausgleichen und die Haut mit Feuchtigkeit versorgen. Leichtere Texturen sind am besten für fettige Haut geeignet, stabile und reichhaltige für trockene und normale Haut, sowie für die Nachtpflege. Man sollte sich nicht scheuen, Öl zu verwenden. Wenn man nicht will, dass die Haut rebelliert, sollte man darauf achten, wie viel Produkt man verwenden. Man benötigt nur eine kleine Menge um das Öl auf Hals, Gesicht und Dekolleté aufzutragen.

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Mythos Nr. 8: Zwischen den Waxing-Sitzungen darf man nicht rasieren

 

Wenn man eine der Beauty-Mythen entlarven kann, dann diese. In Wahrheit ist es sogar empfehlenswert, alle paar Wochen zur Klinge zu greifen. Es stimmt, dass die (Scham-)Haare nach dem Rasieren härter nachwachsen und es beim nächsten Waxing-Termin etwas schmerzhafter sein könnte — dadurch kommt es aber auch seltener zu eingewachsenen Härchen, die nicht nur unangenehm, sondern auch optisch störend sind.

Mythos Nr. 9: Nagellack ist schlecht für die Nägel

Dass die Nägel unter Lack nicht atmen können und auf die Dauer brüchig werden, ist Quatsch. Im Gegenteil: Viele Produkte sind mit pflegenden Proteinen versehen, die den Nagel sogar schützen. Etwas anders verhält es sich mit Shellac (Nagellack, der unter der UV-Lampe gehärtet wird und 14 Tage lang hält). Er dichtet die Nägel tatsächlich ab, macht sie dünner und sogar anfälliger für Pilzinfektionen. Nach einer professionellen Shellac-Entfernung sollten Sie den Nägeln daher eine mehrwöchige Atempause gönnen.

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