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Nachgehakt

Mythos im Check! Schadet häufiges Haare färben der Gesundheit?

Frau, die sich ihre Haare färbt
Dass häufiges Färben die Haare belastet, ist bekannt. Aber wie schädlich sind die Mittel wirklich und was können die natürlichen Alternativen? Foto: iStock/Adam_Lazar

Heute blond, morgen pink – mehr als 60 Prozent aller Frauen färben ihre Haare regelmäßig. Doch wie schädlich ist das eigentlich? Stimmt es, dass einige Inhaltsstoffe in Haarfärbemitteln nicht nur Allergien, sondern auch Krebs verursachen können? Und welche natürlichen Alternativen gibt es ? STYLEBOOK hat bei einer Expertin nachgefragt.

Wer seine Haare färbt, weiß (und riecht), dass in herkömmlichen Produkten viel Chemie steckt. Ist das unbedenklich – oder ist häufiges Haare färben wirklich schädlich für die Gesundheit? Laut einem Bericht des Industrieverbands für Körperpflege- und Waschmittel (IKW) enthielten Haarfärbemittel vor über 30 Jahren chemische Stoffe, die sich später in Tierversuchen als krebserregend herausstellten. Die gute Nachricht: Diese Stoffe wurden mittlerweile ersetzt.

Haarfärbemittel werden in Europa intensiv geprüft

„Beim Kauf eines Haarfärbemittels können sich Verbraucherinnen und Verbraucher ganz darauf konzentrieren, welche Haarfarbe ihnen am besten gefällt“, betont Birgit Huber, stellvertretende IKW-Geschäftsführerin. „Sorgen bezüglich eines möglichen Zusammenhangs zwischen Haarfarben und Krebserkrankungen brauchen sich die Käuferinnen und Käufer nicht zu machen – bisher liegen keine wissenschaftlich stichhaltigen Belege dafür vor, dass Haarfarben einen erhöhten Risikofaktor darstellen.“ Der unabhängige „Verbrauchersicherheits“-Ausschuss überprüft Haarfärbemittel seit 2003 genau. „Über 100 Stoffe wurden seitdem für sicher befunden und auch zur Verwendung zugelassen“, so Gruber. „Somit ist Europa weltweit der sicherste Markt für Haarfärbemittel.“

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Diese Stoffe können Allergien auslösen

Nach Angaben des IKW können aber bestimmte Inhaltsstoffe in chemischen Haarfärbemitteln zu einer allergischen Reaktion führen. Dazu zählen p-Toluylendiamin und p-Phenylendiamin. Ihr Anteil ist in Produkten für dunkle Haarfarben oftmals höher.

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Natürliche Haarfärbemittel sind gesünder, aber nicht so effektiv

Wenngleich Haare färben nicht per se schädlich ist, setzen viele Frauen lieber auf natürlichen Hausmittel, um ihre Haare aufzuhellen oder dunkler zu machen. Einige schwören auf Haarwäschen mit Kamille oder Zitrone, um ihr Blond aufzufrischen, andere wiederum versuchen, mit Kaffeepulver ihre Haare um ein paar Nuancen dunkler zu gestalten –mit meist minimalem Effekt. Doch wie sieht es mit natürlichen Haarfärbemitteln aus dem Drogeriemarkt aus? Neben Produkten mit Henna gibt es mittlerweile eine ganze Palette an Alternativen zu chemischen Haarfärbemitteln.

„Kosmetische Produkte im Bereich Naturkosmetik wurden über die Jahre permanent weiterentwickelt, auch im Bereich der Haarfarben“, erklärt Birgit Huber dazu. Der Traum von „Heute blond, morgen pink“ bleibe dabei aber leider wohl ein Traum. „Da sich die Farbpigmente natürlicher Haarfärbemittel um das Haar herum legen und nicht in die Haarfaser eindringen, sind starke Farbabweichungen von der eigenen Naturhaarfarbe kaum zu erreichen. Ein natürlicher Blondton kann intensiviert werden, ein Platinblond wird jedoch nicht erzielt werden können.“

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