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Im heimischen Badezimmer

Tipps vom Friseur! So färben Sie unschöne Ansätze selbst nach

Frau färbt sich selbst die Haare
Der Ansatz nervt? Auch zu Hause kann nachgefärbt werden – wenn Sie denn ein paar Regeln beachtenFoto: iStock

Wer trotz geschlossener Friseursalons seine rausgewachsenen Haarsätze nicht einfach hinnehmen will, der kann jetzt zu Hause selbst Hand anlegen. Wie das am besten klappt? STYLEBOOK hat beim Experten nachgefragt.

Was sollte ich vor dem Färben bedenken?

Am Anfang steht die Frage nach dem richtigen Ton, und die ist meist gar nicht so leicht zu beantworten: „Oftmals wird die Ausgangsfarbe falsch eingeschätzt – zur Not einfach die Verkäuferin ansprechen“, rät Friseur Patrick Ahrensdorf denn auch im Gespräch mit STYLEBOOK. Generell könnten „handelsübliche Färbungen niemals eine Farbberatung“ ersetzen, genauso wenig wie ein „individuell auf den jeweiligen Farbton abgestimmtes Färbemittel.“ Experimente sollte beim Zu-Hause-Färben besser vermieden werden, auch von einer Nachfärbung von zuvor bereits blondiertem Haar rät der Experte ab: „Die nachgefärbten Ansätze würden mit ziemlicher Sicherheit nicht den Haarlängen gleichen.“

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 Wie muss ich bei der Ansatzfärbung vorgehen?

„Lesen Sie den Beipackzettel, dann machen sie nicht viel falsch“, so der Experte von „Chudy Friseure Berlin“. Er weiß aber, dass sogar professionelle Heimfärber hin und wieder ein paar Grundregeln vergessen: „Bei der Ansatzfärbung wird wir mit dem Haarkranz begonnen, dann ein Mittelscheitel gezogen, einzelne Partien abgeteilt und dann eingefärbt – aber eben nur der Ansatz, sonst sieht das Ergebnis nicht gleichmäßig aus“, so der Profi. Und rät, besser einen Pinsel zu verwenden, als die Färbung direkt aus der Flasche aufzutragen, nur so lasse sich die Farbe wirklich gleichmäßig verteilen.

Wie lang muss die Coloration einwirken?

Hier gibt Ahrensdorf Entwarnung, denn wenn es sich nur um eine Färbung – also keine Blondierung! – handelt, muss niemand befürchten, dass die Farbe zu lange einwirkt: „Da ist dann irgendwann das Ende erreicht und das Haar wird nicht weiter eingefärbt.“ Bedeutet aber auch: Das Ergebnis lässt sich nicht intensivieren, indem die Einwirkzeit auf Stunden ausgedehnt wird. Wer sich schon immer gefragt hat, ab wann man den Wecker stellt: Die Einwirkzeit beginnt dann, wenn man die letzte Partie einfärbt.

Übrigens: Das Haar muss atmen können und braucht bei der Färbung Sauerstoff, was heißt: nicht abdecken oder zu einem festen Bun binden, lieber mit dem Stielkamm etwas auflockern.

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Tipps vom Profi zur Ansatzfärbung

Um unschöne Verfärbungen auf der Haut zu vermeiden, empfiehlt Ahrensdorf Speiseöl. Sollten nach dem Auswaschen dennoch Flecken auf der Haut zurückbleiben, könne ein Wattepad mit etwas Asche helfen, verrät er abschließend einen ganz persönlichen Trick.