Beim Experten nachgefragt

Zurück zur Naturhaarfarbe – so klappt's ohne Chemie!

Naturhaarfarbe
Raus aus dem ewigen Färbe-Kreislauf? Wir verraten die besten Tricks
Foto: Getty Images

Rainbow-Hair, Unicorn, Chocolate Cake, Granny Look oder Pastell – wer Färbetrends mitmacht, mutet seinem Haar einiges an Stress zu. Aber was tun, wenn der Kopf wieder natürlich sein soll? Wir haben beim Experten nachgefragt, wie Sie sanft Ihre Naturhaarfarbe zurückbekommen.

Die schlechte Nachricht vorweg: Es ist nicht möglich, die Haare im Handumdrehen wieder in der Ursprungsfarbe erstrahlen zu lassen. „Färben ist ein chemischer Prozess, der das Haar in seiner Struktur und damit Erscheinung komplett verändert“, erklärt Haarprofi und Farbexperte Michael Duplois. „Es bleibt einem also tatsächlich nichts anderes übrig, die Haare erst einmal ein gutes Stück herauswachsen zu lassen.“ Eine Tatsache, die für Modebewusste nicht weiter tragisch ist, deutlich sichtbare Ansätze sind aktuell wieder angesagt – nicht nur Model Caro Dauer setzt darauf, auch Kylie Jenner ließ sich sogar einen künstlich gefärbten Ansatz verpassen.

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Haarpuder schafft fließende Übergänge

Wer allerdings nicht jedem Trend hinterher hecheln möchte, für den hat Duplois ebenfalls einen Rat: „Mit natürlichem und mineralölfreiem Haarpuder, das wie eine Art Farbverwischer wirkt, lässt sich unkompliziert ein fließender Übergang zaubern.“ Wichtig sei allerdings, ein veganes Produkt zu wählen, das ebenfalls ohne Chemie auskommt  – denn schließlich wolle man ja genau davon weg. Deshalb hält er auch nichts davon, die Haare mit einem künstlichen Haarfarbenentferner zu bearbeiten, denn: „Das stresst die Haare noch mehr und das Endergebnis sieht unter Umständen noch schlimmer und ungesünder aus als zuvor.“ Eine Untersuchung von Stiftung Warentest unterstützt diese Aussage: Was nach dieser Prozedur am Ende herauskommt, hat oft nur bedingt etwas mit einem Naturton zu tun.

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Die einfachste Lösung: Ein flotter Kurzhaarschnitt

Wenn nach einem guten halben Jahr und eventuellem Puder-Einsatz der natürliche Teil der Haare etwa acht Zentimeter beträgt, ist der perfekte Zeitpunkt für einen Kurzhaarschnitt gekommen. „Auch das rate ich vielen meiner Kundinnen“, so der Haarprofi. Ein kleiner Mutmacher für Unentschlossene: Unsere Autorin Kristina Hellhake hat auf genau diesem Wege herausgefunden, dass sie sich mit kürzeren, ungefärbten Haaren viel femininer fühlt.

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Wenn sie Haare lang bleiben sollen

Auch hier rät der Experte mit Nachdruck dazu, die Finger weg von der Chemie zu lassen. Mit spezieller Pflanzenfarbe sei es allerdings möglich, einen natürlichen Effekt in die Längen zu bringen. „Diese Farbe ist wie eine Folie, die sich um die Haare legt. Damit lassen sich auch optisch hellere Töne erzielen, sofern es von dunkel nach hell gehen soll.“ Die Prozedur sollte man unbedingt dem Profi überlassen, das natürliche „Zurückfärben“ mit Pflanzenextrakten könne mitunter bis zu fünf Stunden dauern.

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