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Nachgefragt beim Friseur-Profi

Haarfarbe mit Hausmitteln intensivieren

Blonde Frau, die sich ins Haar fasst
Wer seine Naturhaarfarbe zum Strahlen bringen will, muss nicht zwingend zu Chemie greifenFoto: Getty Images

Von Natur aus mit blondem, braunem, schwarzem oder gar rotem Haar gesegnet, lässt sich immer noch etwas an Strahlkraft herausholen. Wir haben beim Experten nachgefragt, wie sich der „Natural-Beauty-Faktor“ auf dem Kopf ganz ohne Chemie erhöhen lässt.

Natur-Kosmetik hat in den vergangenen Jahren einen Aufschwung erlebt – und dies nicht zuletzt, weil immer neue Studien belegen, wie gesundheitsschädigend die Inhaltsstoffe in einer Vielzahl von Haarfärbemitteln sind. „Fakt ist, dass sich die chemischen Abbauprodukte einer einzelnen Haarfärbe-Session mit einem herkömmlichen Mittel bis zu zwei Wochen im Urin nachweisen lassen“, weiß Haarprofi und Farbexperte Michael Duplois.

Auch wenn bezüglich der gesundheitlichen Risiken noch Forschungsbedarf besteht, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zumindest vor den starken allergieauslösenden Eigenschaften. Wer mit seiner Naturhaarfarbe jedoch grundsätzlich zufrieden ist und diese nur intensivieren möchte, kann gleich ganz auf Chemie verzichten. Der Experte verrät, welche Hausmittel sich eignen, um die Haare zum Strahlen zu bringen.

Haarfarbe mit Hausmitteln intensivieren

Blondes Haar

„Zitronensaft und Salzwasser ist die beste Kombination, um natürliches Blond zu verschönern“, rät Michael Duplios. „Wer gerade Urlaub am Strand macht, sollte das unbedingt ausnutzen.“ Der Trick dabei ist, die Haare nach dem Wellenbaden nicht sofort auszuwaschen, sondern zusätzlich mit Zitrone zu beträufeln. Den Rest erledigt die Sonne, was für den natürlichen Surferlook sorgt. „Alternativ kann man auch mit Kamille die Haare waschen“, so der Experte.

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Braunes und schwarzes Haar

Einige kippen sich eine Tasse Espresso ins Haar, andere schwören auf Schwarztee, doch der Farbexperte hat einen anderen Favoriten: Indigo. „Aus Pflanzen gewonnenes Indigo-Pulver verleiht dunkleren Haaren einen wundervollen, gesunden Glanz“, sagt er. Der Vorteil ist, dass sich die Naturfarbe wie eine Folie um jedes einzelne Haar legt, was optisch für schimmernde Effekte sorgt, ohne dass die Struktur chemisch verändert und damit angegriffen wird.

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Rotes Haar

Eine Spülung aus Lorbeerblätter-Sud oder Sandelholz (erhältlich in der Apotheke), verpasst rotem Haar ein vorzeigbares Update. Wer seinen Haaren eine noch intensivere Färbung verpassen möchte, greift nach Meinung des Profis am besten zu Henna. Dabei handelt es sich um ein Pulver, das aus dem Hennastrauch gewonnen wird. Hennapulver an sich ist nicht färbend, aber sobald es mit Wasser verrührt wird, entsteht eine Paste, die sich zur Haarfärbung eignet.

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Extra-Tipp, um die Haarfarbe zu intensivieren

Ob aus dem Reformhaus oder dem Naturkosmetik-Salon – mit Pflanzenextrakten lässt sich die Naturhaarfarbe leicht ohne Chemie intensivieren. Das eine Produkt verleiht mehr Glanz, das andere mehr Tiefe und das nächste sorgt wiederum für einen interessanten Kontrast. „Normalerweise rate ich immer dazu, nur Profis an die Haare zu lassen, aber was das betrifft, kann man damit ruhig zu Hause experimentieren“, sagt Duplois. „Schaden kann man seinen damit Haaren nicht.“

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Wichtig sei es allerdings darauf zu achten, stets ein Pulver zu wählen, das wirklich komplett aus natürlichen Inhaltsstoffen bestehe. Nur dann kann man sicherstellen, „dass nach der Anwendung keine Horror-Farb-Überraschungen drohen“, wie der Experte erklärt.

Quellen

– mit fachlicher Beratung von Haarprofi Michael Duplois
Haare färben ohne Risiko – geht das? (28.10.2009)

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