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ganz ohne Chemie

Zurück zur Naturhaarfarbe – Tipps vom Profi

Frau mit Naturhaarfarbe
Auch wenn es Spaß macht, mit Haarfarben zu experimentieren – irgendwann wollen viele zurück zur Naturhaarfarbe. Doch wie geht das ohne Chemie? Foto: Getty Images

Rainbow Hair, Granny Look oder Dip Dye – wer bei Haarfarben-Trends mitmacht, mutet seiner Mähne einiges an Stress zu. Aber was tun, wenn der Schopf wieder natürlich aussehen soll? Wir haben beim Experten nachgefragt, was man tun kann, um die Naturhaarfarbe zurückzubekommen.

Kann man gefärbte Haare wieder entfärben?

Die schlechte Nachricht vorweg: Im Handumdrehen zurück zur Naturhaarfarbe – das ist nicht möglich. „Färben ist ein chemischer Prozess, der das Haar in seiner Struktur und damit Erscheinung komplett verändert“, erklärt Haarprofi und Farbexperte Michael Duplois. „Es bleibt einem also tatsächlich nichts anderes übrig, die Haare erst einmal ein gutes Stück herauswachsen zu lassen.“

Trendfrisur „Shadow Roots“ als Übergangsfrisur

Eine Tatsache, die für Modebewusste nicht weiter tragisch ist, deutlich sichtbare Ansätze sind aktuell wieder angesagt. „Shadow Roots“ heißt der Trend-Look, auf den Stars und Blogger*innen aktuell schwören. Der ungefärbte Ansatz ist dabei sogar gewollt – für alle, die den Schritt zur Naturhaarfarbe wagen wollen, also eine schöne Übergangsfrisur.

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Haarpuder schafft fließende Übergänge

Wer allerdings nicht jedem Trend hinterher hecheln möchte, für den hat Duplois ebenfalls einen Rat: „Mit natürlichem und mineralölfreiem Haarpuder, das wie eine Art Farbverwischer wirkt, lässt sich unkompliziert ein fließender Übergang zaubern.“ Wichtig sei allerdings, ein veganes Produkt zu wählen, das ebenfalls ohne Chemie auskommt  – denn schließlich wolle man ja genau davon weg.

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Auf künstliche Haarfarbenentferner verzichten

Deshalb hält der Fachmann auch nichts davon, die Haare mit einem künstlichen Haarfarbenentferner zu bearbeiten, denn: „Das stresst die Haare noch mehr und das Endergebnis sieht unter Umständen noch schlimmer und ungesünder aus als zuvor.“ Auch Untersuchungen von Stiftung Warentest bestätigen: Was nach dieser Prozedur am Ende herauskommt, hat oft nur bedingt etwas mit einem Naturton zu tun.

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Die einfachste Lösung: Ein schöner Kurzhaarschnitt

Wenn nach einem guten halben Jahr und eventuellem Puder-Einsatz der natürliche Teil der Haare etwa acht Zentimeter beträgt, ist der perfekte Zeitpunkt für einen Kurzhaarschnitt gekommen. „Auch das rate ich vielen meiner Kund*innen“, so der Haarprofi. Kurzhaarschnitte ohnehin schwer angesagt, der Weg zurück zur Naturhaarfarbe ist also eine gute Gelegenheit, eine der kurzen Trendfrisuren auszuprobieren.

Wenn die Haare lang bleiben sollen

Auch hier rät der Experte mit Nachdruck dazu, die Finger weg von der Chemie zu lassen. Mit spezieller Pflanzenfarbe sei es allerdings möglich, einen natürlichen Effekt in die Längen zu bringen. „Diese Farbe ist wie eine Folie, die sich um die Haare legt. Damit lassen sich auch optisch hellere Töne erzielen, sofern es von dunkel nach hell gehen soll.“ Die Prozedur sollte man aber unbedingt dem Profi überlassen, das natürliche „Zurückfärben“ mit Pflanzenextrakten könne mitunter bis zu fünf Stunden dauern – und erfordert in jedem Fall das nötige Know-How.

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