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Powerfood Kichererbsen

Die geheimen Talente der Hülsenfrucht

Kichererbsen, roh
Roh sollten Kichererbsen niemals gegessen werdenFoto: Getty Images

Kichererbsen sind nährstoffreich, gesund und sollten nicht nur bei Gesundheits-Fanatikern auf dem Speiseplan stehen. Und wer der Kichererbse sonst nur im Falafel oder auf dem Hummus-Teller begegnet, darf 2018 seinen ernährungsbewussten Horizont gern um das Superfood erweitern.

Kichererbsen auf dem Vormarsch

Die meisten kennen Kichererbsen nur in zerdrückter Form: entweder als cremige Paste, die aus Tahini (Sesampaste), Zitronensaft und Öl zusammengemixt wird, oder zerhäckselt als frittiertes Falafel-Bällchen. Egal in welcher Form – die Kichererbse ist das neue Powerfood. Sie ist eiweiß- und ballaststoffreich, gleichzeitig aber fettarm. Außerdem beinhaltet sie zahlreiche Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Eisen, Kalzium, Zink, Folsäure und die Vitamine A, B6, C, E und K. Vor allem in der orientalischen Küche ist die Kichererbse seit jeher beliebt. „Nicht umsonst, denn Hummus ist nicht weniger als das hebräische Wort für Kichererbsen“, erklärt Tom Franz aus Tel Aviv. Der deutsche Koch und Gewinner der israelischen Ausgabe von „MasterChef“ reichert fast alle seine Gemüse- und Fleischeintöpfe mit der gesunden Hülsenfrucht an.

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Lecker zubereitet genießen viele Menschen Kichererbsen. Doch wenige wissen, dass man sie auch in der alltäglichen Küche als Ersatzprodukt verwenden kannFoto: Getty Images

Worauf sollte man bei Kichererbsen achten?

So gesund sie auch sind, sollte man Kichererbsen jedoch nie roh essen. Sie enthalten das unverdauliche Gift Phasin und den Bitterstoff Saponin. „Erst beim Kochen werden die Stoffe chemisch verändert und unschädlich gemacht“, sagt die schwedische Kochbuchautorin Jenny Damberg. Trockene Kichererbsen müssen circa zwölf Stunden lang einweichen und etwa zwei Stunden lang kochen. Das Wasser sollte dabei mehrfach gewechselt werden. Einfacher geht das natürlich mit vorgegarten Kichererbsen aus dem Glas.

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Kichererbsen im Kuchen

Als Aufstrich mit saftiger Rote Bete schmeckt die Kichererbse mindestens genauso gut wie zu einer würzigen toskanischen Bratwurst und saftigem Apfel-Sauerkraut oder einem Rosinenwildreis mit Koriander. Selbst in süßen Speisen fühlen sich Kichererbsen wohl. „Und zwar in Form von Kichererbsenmehl, welches in vielen Low-Carb-Rezepten zum Einsatz kommt und bei Glutenunverträglichkeit das herkömmliche Weizenmehl ersetzen kann“, sagt Damberg. Außerdem verleiht das Püree aus gekochten Kichererbsen Kuchen, Brownies und Keksen eine saftige Textur.

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