Farben, Muster, Schnitte

Die besten Stylingtipps für kurvige Frauen

Hayley Hasselhoff
Farben, Schnitte, Muster – wer seine Kurven richtig schön zur Geltung bringen möchte, kann ein paar Style-Regeln beachten. Hayley Hasselhoff weiß genau, wie's geht!
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Stars wie das Model Lizzie Miller oder die Sängerin Lizzo tragen große Größen und wissen perfekt ihre Kurven in Szene zu setzen – eine Tatsache, die immer noch vielen Frauen schwerfällt. Dabei gibt es ein paar wenige, einfache Styling-Regeln!

Ein häufiger Fehler, den viele machen: Kleidung zu groß wählen. „Oversized Fashion ist noch immer Trend, aber nicht unbedingt für mollige Frauen zu empfehlen, die im Zweifel aussehen, als hätten sie sich ein Zelt übergeworfen“, erklärt Modeberaterin Sonja Grau aus Senden in Bayern. „Oft wählen Frauen eine falsche Größe, da sie nur darauf fixiert sind, eine bestimmte Größe im Schild zu tragen“, sagt auch Tiffany La, Mitgründerin der Onlineplattform „Wundercurves.de“ für XXL-Mode. Viel besser sei es aber, Körperpartien bewusst hervorzuheben, statt alles zu verstecken.

Frau mit engem Kleid

Es muss nicht immer Oversized sein – auch mit figurbetonter Kleidung kann Frau ihre Kurven sehr vorteilhaft ins richtige Licht rücken
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„Es gibt so verschiedene Gründe, Plus-Size zu tragen – wegen des breiteren Pos, der großen Oberweite oder des Bauchs“, führt Milena Georg aus, Modeberaterin bei der Stilberatung Zalon by Zalando. Zunächst müsse man herausfinden, was man am eigenen Körper betonen und was lieber kaschieren wolle.

Tipps für Frauen …

…mit V-Figur:

Bei diesem Figurtyp ist der Oberkörper kräftig. Beine und Taille sind im Vergleich dezent – sie lassen sich gut betonen. „Das gelingt, wenn man sich an Hosen und Röcke mit Muster oder an kräftige Farben herantraut, während man obenrum ruhig gehaltene Farben und Designs trägt“, erläutert La. Ideal für Frauen mit breiten Schultern seien Hosen mit ausgestelltem Bein.

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Frau in Anzug

Alles richtig gemacht: Längsstreifen und Absätze strecken optisch, der legere Schnitt umspielt die Kurven und setzt sie so in Szene – es muss nicht immer ein enges Outfit für einen figurbetonten Look sein!
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…mit viel Bauch:

„Wer sich weniger über seinen Bauch definieren will, betont die anderen Vorzüge, indem der Fokus auf die Beine oder schlanken Fesseln gelegt wird“, erklärt Tiffany La. Umsetzen lasse sich das etwa mit längeren Oberteilen. Kurze Tops dagegen stauchen die Figur, was den Oberkörper kräftiger wirken lässt.

…mit H-Figur:

Dieser Figurtyp hat kaum Kurven – Schulter, Taille und Hüfte sind in etwa gleich breit. „Frauen mit dieser Figur, die gar nicht wissen, was sie betonen sollen, hilft es, optisch eine Körpermitte zu schafft“, erklärt Milena Georg. Dabei könnten Wickelkleider oder gewickelte Blusen helfen, oder das Betonen der Taille durch ein farbiges Accessoire – zum Beispiel ein Tuch.

Frau in Anzug

Mit einem Taillengürtel wird die Körpermitte betont, der legere Schnitt umspielt die restlichen Körperpartien
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…mit kräftigen Beinen:

„Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zu einer Hose, die bis zur Hüfte figurnah geschnitten ist und an den Oberschenkeln lockerer fällt“ , rät Expertin La. Wer sich aber in Skinny Jeans wohler fühlt, sollte die auch tragen.“ Helle Waschungen, vor allem an den breitesten Stellen des Oberschenkels, meidet man lieber. Denn das erzeugt eine große auffällige Fläche. Ansonsten verlängern Absatzschuhe das Bein optisch. La: „Hier gerne breite Absätze wählen und auf eine bequeme Höhe achten.“

Außerdem gilt: Mut haben und ausprobieren. Und zwar bei…

…der Farbe:

, meint Tiffany La. „Oft ist es die eigene Einstellung im Kopf, die man erst ändern sollte, bevor man den Kleiderschrank umräumt.“ Auch Milena Georg hält nichts von einem Farbverbot: „Da, wo ich die Blicke hinlenken möchte, setze ich kräftige Töne ein. Den Rest kann man dezent halten.“

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…den Mustern:

Auch hier darf sich ausgetobt werden. Die Muster müssten nicht riesig sein, dürften aber gerne etwas größer gehalten werden, erläutert Georg: „Denn viele kleine Blumen wirken auf einer großen Fläche natürlich massiger als wenige größere.“