Bei fettigem Haar hilft Rosmarin

Das richtige Shampoo für jeden Haartyp

Spröde, glanzlose Haare, fettige Strähnen oder gar Schuppen können Tag für Tag den Blick in den Spiegel zur Tortur werden lassen. Wer dann nicht mit den richtigen Produkten arbeitet, wird dem Teufelskreis nicht entkommen. Zusammen mit zwei Experten, stellt STYLEBOOK die richtige Shampoo-Pflege für jeden Haartypen vor.

Die Wahl des richtigen Pflegeprodukts muss keine Kunst sein
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Unsere Haare müssen einiges mitmachen und sehen daher eher seltener als häufig ziemlich fad und wenig stylisch aus. Aber womit bändigt man Spliss, schlaffe Locken oder trockene Kopfhaut? Und welches Produkt ist für welchen Haartyp geeignet? STYLEBOOK hat sich schlau gemacht und gibt Hilfestellung für den richtigen Haarprodukt-Einsatz.

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Färben, fönen, kämmen, bürsten, frisieren – all das sind Dinge, die unser Haar angreifen und auf Dauer sogar schädigen können. Auch Faktoren wie Umwelteinflüsse, Stress und die falsche Ernährung sind Gift für unser Haar. Wer hofft, mit dem Kauf extravaganter Pflegeprodukte in kurzer Zeit die kaputten Haare wieder zum Glänzen zu bringen, erwacht häufig unzufrieden — oder verschlimmert das Haarproblem nachträglich. Der Berliner Friseur Michael Manthei und der Münchener Dermatologen Dr. med. Timm Golüke klären über die richtige Shampoo-Anwendung auf und erläutern, worauf zu achten ist.

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Das richtige Shampoo sorgt für schönes Haar

„Beim Haare waschen geht es in allererster Linie ums Reinigen,“ weiß Haarprofi Manthei. Bei extremeren Pflegebedürfnissen sind Intensiv-Kuren und Haarseren unverzichtbar. Dennoch kann man mit der entsprechenden Ausrichtung bereits beim Waschen das Haar „in die richtige Richtung“ lenken – und laut Experte Manthei sollte man das unbedingt. „In manchen Fällen macht es sogar Sinn, für einzelne Haar-Partien, sprich am Ansatz und in den Längen und Spitzen, unterschiedliche Produkte anzuwenden.“

Haarwäsche

Shampoo, Conditioner, Balsam, Haarmaske — ist all das notwendig, um schöne Haare zu bekommen?
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1. Trockenes Haar benötigt eine milde Pflege

Wer zu strohigen, strapaziertem Haar neigt, ist mit einem Shampoo für trockenes Haar gut bedient – vorerst zumindest. Es enthält weniger Tenside, die in gewöhnlichen Shampoos als Schaumbilder zum Einsatz kommen, das Haar jedoch austrocknen. Stattdessen reinigt es das Haar auf mildere Weise, beispielsweise mit Essenzen der Kokosnuss, und versorgt es mit rückfettenden Substanzen. So wird der Mangel an Feuchtigkeit und Fett besser ausgeglichen, der möglicherweise durch eine unzureichende Talgproduktion auf der Kopfhaut ausgelöst und/oder durch äußere Faktoren (trockene Heizungsluft, Chlorwasser, Colorationen, etc.) verstärkt wird. „Ist Ihr Haar extrem trocken und struppig, genügt das geeignete Shampoo nicht“, erklärt Michael Manthei. „Sie sollten im Anschluss an die Wäsche statt einer einfachen Haarspülung regelmäßig Intensiv-Kuren verwenden.“

2. Teebaumöl beruhigt fettige Haare

Wenn die Talgdrüsen der Kopfhaut überaktiv sind können die Haare — sogar nur wenige Stunden nach dem Haare waschen – nachfetten. Die Talgdrüsenfunktion ist genetisch bedingt und kann durch weitere Faktoren (Hormonschwankungen, Stress etc.) beeinflusst werden. Auf dieses Problem ausgerichtet sind Shampoos mit „adstringierendem“, also zusammenziehendem Effekt, die die Talgproduktion der Haarwurzeln vermindern; Kräuterzusätze wie Teebaumöl, Zitronenmelisse oder Rosmarin beruhigen die Kopfhaut. Extreme Härtefälle sind ähnlich zu behandeln wie Akne. „Er kann Ihnen für die Dauer von drei Monaten Isotretinoin verschreiben, das die Talgdrüsen verkleinert,“ weiß Dr. med. Golüke.

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3. Lockige Haaren brauchen Silikone

Der Preis für eine Lockenpracht sind meist kaputte Spitzen und ein insgesamt eher aufgefrisselter Look. Der Grund: Das Haar „springt“ und liegt entsprechend nicht so sehr auf der Kopfhaut an, deshalb kommt es kaum mit dem dort produzierten Talg in Berührung, welches es geschmeidig machen würde. Und durch die natürliche Krümmung der Haare reibt sich die Schuppenschicht gerne auf. Für eine glatte Oberfläche und ein schöne Wellung verwendet man daher am besten ein Shampoo für strapaziertes Haar. Enthaltene Silikone füllen die aufgesprungenen Stellen auf und sorgen für eine gewisse Schwere und entsprechende Bändigung. Gerade eine Lockenpracht sollte pfleglich behandelt werden.

Haarpflege

Feine Haare, strapazierte Locken, brüchige Spitzen — um eine tolle Mähne zu erhalten, sollte man genau wissen was in den Pflegeprodukten steckt
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4. Feine Haare benötigen eine milde Pflege

Dass unsere Haare schlaffer und dünner aussehen, als das von anderen, liegt an seiner Struktur. Bei jedem ist es wie ein Tannenzapfen von vielen Keratin-Plättchen ummantelt. Fehlt diese Keratin-Schicht von Natur aus, dann können Volumenshampoos nicht grundsätzlich etwas ändern. Durch ihre Zusammensetzung sorgen sie aber doch für mehr Griffigkeit und Stand. „Volumenshampoos machen das Haar leichter,“ erklärt Experte Manthei. Zudem verhindern sie statisches Aufladen. Natürlich kann auch feines Haar in den Längen und vor allem in den Spitzen brüchig und strapaziert sein. Dagegen hilft eine geeignete Pflege – auch wenn diese einen erschwerenden Effekt haben kann. „Die Pflege daher niemals auf den Ansatz geben,“ warnt Manthei, „bitte nur in die Längen und Spitzen verteilen.“ Ist mehr Volumen gewünscht, das Haar aber leider glanzlos und matt? Auch hier kennt Friseur Manthei die Lösung. „Verwenden Sie am Ansatz ein Volumenshampoo, damit das Haar nicht so platt auf dem Kopf liegt, und in den Längen eines für Glanz.“

5. Urea hilft bei Schuppen

In aller Regel entstehen weiße, klebrige Schuppen, die sich in den Haaren festsetzen oder unansehnlich auf die Schulter rieseln, auf einer besonders fettigen Kopfhaut, Manchmal werden sie auch von Hefepilzen verursacht. In diesem Fall zeigen die gängigen Anti-Schuppen-Shampoos zuverlässig Wirkung, die häufig fungizide Zusatzstoffe enthalten. Viele Menschen leiden unter extrem trockener, empfindlicher Kopfhaut, die sich durch Reizung quasi aufreibt. Die gängigen Anti-Schuppen-Shampoos, die ja fast schon peelingartig wirken, würden das Problem trockener Schuppen nur verschlimmern. „Sie sollten milde Shampoos benutzen, am besten mit Urea- oder Glycerin-Zusatz, die die Kopfhaut beruhigen, anstatt sie zu reizen,“ rät Dr. Golüke. Auch Baby-Shampoos sind zu empfehlen. Sobald die trockenen bzw. fetten Schuppen entsprechend behandelt wurden, sollte sich das Problem innerhalb von ein bis zwei Wochen wesentlich verbessert haben. Ist dem nicht so, ist der Gang zu einem Fachmann ratsam. „Oft werden Empfindlichkeitsreaktionen auf der Kopfhaut durch Allergien ausgelöst,“ weiß Dermatologe Golüke.

Tipp: Um zu klären, ob es sich auf dem eigenen Kopf um eher trockenes, feines oder strapaziertes Haar handelt, kann ein Friseur des Vertrauens Auskunft geben. 

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