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…und wie es besser geht

12 Fehler, die wir bei der Hautpflege machen

Frau bei der Hautpflege
Hautprobleme und das trotz gründlicher Reinigung und ausreichend Pflege? Wir verraten, welche Fehler dahinter stecken können. Foto: Getty Images

Sie cremen und cremen – wenn es sein muss auch mehrmals am Tag – und leiden trotzdem unter Hautirritationen? Tatsächlich könnte genau diese Pflegeoffensive der Grund für Ihre Hautprobleme sein. Von der Verwendung falscher Produkte über Gewohnheiten bis hin zu Lebensmittelvorlieben – STYLEBOOK verrät, welche 12 Fehler es in der Hautpflege zu vermeiden gilt.

1. Überpflegung

Wer gern und häufig zu Pflegeprodukten greift, sollte jetzt aufpassen: Tatsächlich kann auch Überpflegung ein Fehler in der Hautpflege sein. Bekannt ist dieses Phänomen als Periorale Dermatitis oder auch als „Stewardessenkrankheit“. Dabei bildet die Haut in Folge zu reichhaltiger Pflege „perioral“ (also um den Mund herum) kleine Pickel, wird trockener, schuppt und spannt. Für Betroffene erscheint es logisch, noch mehr zu cremen – doch dadurch verschlimmert sich das Problem. Bei der Perioralen Dermatitis handelt es sich nämlich um eine (allergische) Abwehrreaktion der Haut. In manchen Fällen kann diese auch ganz plötzlich gegen ein bestimmtes Produkt auftreten, das man über Jahre gut vertragen hat.

Behandlung: Setzen Sie Ihre Gesichtspflege ab und suchen Sie schnellstmöglich einen Hautarzt auf. Er kennt dermatologisch wirksame Medikamenten zur Behandlung, die Ihre Beschwerden lindern und eine schnelle Heilung fördern.

2. Smartphone

Gerade auf der Wange kann es durch Handys tatsächlich zu Akne kommen, denn wir reinigen nicht immer die Hände, bevor wir unser Smartphone benutzen. So sammeln sich im Laufe des Tages Dreck, Fett und vor allem Bakterien von den Händen auf dem Telefon – und werden mit jedem Anruf auf die Haut gepresst. Dieser Fehler in der Hautpflege begünstigt Mitesser, Pickel und unreine Haut.

Behandlung: Hier hilft am besten eine tägliche Reinigung des Smartphone-Displays mit einem antibakteriellen Desinfektionstuch oder -spray. Das kann die Keimzahl um bis zu 80 Prozent reduzieren und so Pickelchen und Unreinheiten vorbeugen.

3. Das falsche Produkt

Von der „falschen“ Pflege kann bereits eine geringe Menge schädlich sein. Wenn Sie beispielsweise zu öliger Haut neigen, wird die eine sehr reichhaltige Hautpflege bei Ihnen womöglich unreine Haut und Mitesser verursachen. Umgekehrt sind bei eher trockener Haut leichte Gel-Texturen ungeeignet, da sie aufgrund ihres hohen Wasseranteils zusätzlich austrocknen würden. Das führt schlimmstenfalls zu Entzündungen und Ekzemen. Langfristig begünstigt dieser Hautpflege-Fehler einen Feuchtigkeits- und Lipidmangel und damit die Entstehung von Falten.

Behandlung: Sollten Sie sich mal verpflegt haben, am besten eine Kosmetikerin aufsuchen und eine Hautbildanalyse vornehmen lassen. Sie empfiehlt Ihnen eine geeignete Hautpflege, die hilft.

4. Minderwertige Produkte

Die Qualität von Pflege oder Make-up lässt sich nicht immer am Preis erkennen. So können Kunden sowohl bei teuren als auch bei preiswerten Produkten Gefahr laufen, dass verstärkt mit Parfüm- oder Farbstoffen gearbeitet wurde. Oft kommen fragwürdige Konservierungsstoffe zum Einsatz, um die Produkthaltbarkeit zu verlängern. Sind besagte Zusätze von minderwertiger, synthetischer Qualität, kann das beim Anwender zu allergischen Hautreaktionen führen. Die folge können unansehnlichen und brennenden Ausschlägen sein.

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Behandlung: Schnell die mangelhafte Pflege absetzen und, je nach Schwere Ihrer Beschwerden, zum Dermatologen gehen. Die Liste der Inhaltsstoffe kann lang sein, deswegen genau darauf achten und schauen, welche Stoffe die Hautprobleme verursachen können.

5. Ins Gesicht fassen

Schon einmal darüber nachgedacht, was Sie täglich so in die Finger bekommen? Die Tastatur bei der Arbeit, Türklinken, Geld oder Ihr Handy – kein Wunder also, dass es auf unseren Händen nur so von Bakterien wimmelt. Fassen wir uns dann ins Gesicht, können diese Hautunreinheiten begünstigen.

Behandlung: Vermeiden Sie es möglichst, mit den Finger ins Gesicht zu fassen. Der Griff ins Gesicht ist ein klassisch unbewusster Fehler in der Hautpflege, weshalb es wichtig ist, sich selbst zu beobachten und sich die Gewohnheit abzugewöhnen.

6. Schlechte Reinigungsroutine

Wenn Sie müde sind, nehmen Sie das mit der Gesichtsreinigung vor dem Schlafengehen nicht immer so genau? Grober Fehler! Schließlich gilt es gerade abends, die Verschmutzungen des Tages – Make-up, Umweltsmog und Schweißrückstände – abzuwaschen, bevor Sie zur nächtlichen Hautpflege greifen. Auf unreine, verstopfte Poren aufgetragen, kann diese sonst Unreinheiten und Pickel begünstigen.

Umgekehrt ist auch eine zu aggressive Reinigung schädlich für die Haut, denn diese können die Haut austrocknen. Auch wichtig: Finger weg von Seife. Die handelsüblichen enthalten Tenside greifen den natürlichen Säureschutzmantel der Haut an. Das macht sie empfindlicher gegenüber Umwelteinflüssen und beschleunigt so den Alterungsprozess der Haut.

Behandlung: Unbedingt jeden Abend abschminken und das auch mit den richtigen Produkten, zugeschnitten auf Ihre Hautprobleme. Morgens reicht in der Regel auch ein einfaches Abspülen mit lauwarmem Wasser.

7. Zu viel Sonne

Viele von uns wünschen sich einen sonnengeküssten Teint. Aber Achtung: Sich ungeschützt UV-Strahlen auszusetzen, führt bekanntlich zu unschönen Pigmentstörungen und im schlimmsten Fall sogar zu Hautkrebs. Eine weniger schwerwiegende, aber bald sichtbare Folge: Falten. Um diesem Fehler in der Hautpflege vorzubeugen, immer auf Sonnenschutz achten.

Behandlung: Grundsätzlich – also auch im Alltag und im Winter – eine Gesichtspflege mit Lichtschutzfaktor verwenden. Vor längeren Aufenthalten im Freien unbedingt eine klassische Sonnencreme oder -milch mit hohem Lichtschutzfaktor benutzen.

8. Zu fettfreie Ernährung

Gerade Omega-3-Fettsäuren (enthalten in Forelle oder Lachs, verschiedenen Nüssen, Avocado) sind in der Ernährung wichtig, da sie als Bausteine unserer Zellmembran das Gewebe festigen. Außerdem unterstützen „gute“ Fette die Aufnahme von Antioxidantien, die gegen Hautalterung wirksam sind.Wer sich zu fettfrei ernährt, setzt seiner Haut einer größeren Wahrscheinlichkeit für Falten aus.

Behandlung: Eine ausgewogener Ernährung, bestehend aus Kohlenhydraten, Eiweiß – und eben auch aus Fetten – unterstützt ein ebenmäßiges Hautbild.

9. Zu viel Fast Food

Neben guten gibt es auch sogenannte schlechte Fette, genauer gesagt Transfettsäuren, die sich negativ auf das Hautbild auswirken. Diese sind häufig in Fastfood und Fertiggerichten enthalten. Daneben ist auch der hohe Zuckergehalt von Fastfood ein Problem, da es so zu einer Verzuckerung der Haut kommen kann. Ist der Blutzuckerspiegel häufig erhöht, kann das dazu führen, dass Proteine sich mit Zuckermolekülen verbinden und miteinander verkleben. Die Folge kann eine vorzeitige Hautalterung sein.

Besser: Setzen Sie auf Clean-Eating, also natürliche statt industriell manipulierter Lebensmittel, idealerweise selbst zubereitet. Natürlich darf es auch mal ein Burger sein – aber eben nur in Maßen.

10. Alkohol

Keine Sorge, das Glas Wein wollen wir Ihnen nicht verderben. Im Übermaß jedoch entzieht Wein, wie auch anderer Alkohol, der Haut Feuchtigkeit, dadurch werden Fältchen tiefer und sichtbarer, trockene Stellen können entstehen. Zudem greift der enthaltene Zucker den körpereigenen Eiweissbaustein Kollagen an, der normalerweise für eine gute Hautelastizität sorgt.

Besser: Grundsätzlich gilt: Alkohol in Maßen genießen. Richtig gut ist es, zu jedem Gläschen Wein oder Bier eine mindestens ebenso große Menge Wasser zu trinken. So werden die Giftstoffe bestmöglich aus dem Körper ausgeschwemmt und zudem der Feuchtigkeitshaushalt im Körper aufgestockt – bekanntermaßen unerlässlich im Sinne eines frischen Teints.

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11. (Falsche) Peelings

Die Quittung für das babyweiche Gefühl nach einem Peeling, weil Hautschüppchen und Talkrückstände weggeschrubbelt werden, kann neben Entzündungen schlimmstenfalls vorzeitige Hautalterung sein. Insbesondere minderwertige Peelings mit groben Schleifmitteln können feine Mikro-Risse auf der Haut verursachen, die sie auf die Dauer anfällig machen für schädliche Umwelteinflüsse und Sonnenstrahlen.

Besser: Statt mechanischer Mittel besser Enzym-Peelings verwenden. Diese enthalten Fruchtsäuren, Enzyme oder Glycol, auch bekannt als Salicylsäure, statt kratzender Mikropartikel. Diese Produkte können zwar teurer sein als die klassischen Schrubber, sind aber nicht zuletzt auch besser für die Umwelt. Alternativ eignen sich auch chemische Peelings.

12. Schlafmangel

Dass viel Schlafen schön macht, wissen wir nicht zuletzt von Dornröschen. Schlafen wir dauerhaft zu wenig, treten neben Knitterfältchen und dunklen Augenringen auch gern vereinzelt Pickel auf – immerhin sind diese ein Zeichen für zu viel Stress.

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Besser: Versuchen Sie doch mal, pro Nacht auf acht Stunden Schlaf zu kommen, am besten schon ab heute. Das tut nicht nur der Haut, sondern auch dem ganzen Befinden gut.

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