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Nachgehakt beim Experten

Dermatologe: »Feinstaub ist ähnlich schädlich wie UV-Strahlung

Frau in Großstadt
Das Stadtleben kann ganz schön belastend sein. Abgase, Feinstaub und Ozon hinterlassen ihre Spuren auf der Haut – doch was kann man dagegen tun? STYLEBOOK hat nachgefragt. Foto: Getty Images

So gesund der Aufenthalt an der frischen Luft auch ist, in großen Städten und Ballungsräumen birgt er eine unsichtbare Gefahr: Feinstaub. Der schadet nicht nur der Lunge, sondern kann auch die Haut nachhaltig negativ beeinflussen. STYLEBOOK erklärt, wie sich die Mini-Partikel auf unser größtes Organ auswirken und was dagegen helfen kann. 

Welchen Effekt hat Feinstaub auf die Haut?

Sobald Feinstaub aus der Luft in Kontakt mit der Haut kommt, beginnt diese zu reagieren. Es entstehen freie Radikale, die der Struktur unserer Hautzellen angreifen und schaden. Dadurch verliert die Haut an Spannkraft, Falten entstehen, die Hautalterung wird beschleunigt. Insgesamt verliert die Haut ihren natürlichen Glow, sieht schneller blass und fahl aus. Das bestätigt auch der Dermatologe Dr. Christoph Liebich aus München. Seine Warnung ist deutlich: „Die sogenannte ,Urban Pollution‘ kann ähnlich schlimm für die Haut sein wie UV-Strahlung und Nikotin.“ Neben Falten und einer abnehmenden Elastizität der Haut würden auch vermehrt Pigmentstörungen auftreten, erklärt der Experte weiter.

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Was hilft gegen die Ablagerung von Feinstaub?

Essentiell für den Schutz der Haut vor Feinstaub ist die tägliche Gesichtsreinigung. Morgens und abends sollten sämtliche Ablagerungen von der Haut entfernt werden. Auch wenn kein Make-up aufgetragen wurde, müssen die Poren geöffnet werden, sodass sie über Nacht nicht verstopfen.

Wie muss die Haut gepflegt werden?

Nach einer gründlichen Gesichtsreinigung ist die Pflege an der Reihe. Bei besonders trockener oder gereizter Haut ist es wichtig, ein Serum aufzutragen. Es enthält hochkonzentrierte Wirkstoffe, die für erste Linderung sorgen. Anschließend wird entsprechend eine Tages- oder Nachtpflege verwendet, die sogenannte Antioxidantien enthält. Diese Inhaltsstoffe sind wahre Retter für die Haut: Sie wirken gegen freie Radikale und schützen die Zellen. Deshalb ist es relevant, die Cremes morgens zur Vorsorge und abends zur Regeneration aufzutragen.

Inwiefern können Cremes die Haut vor Feinstaub schützen?

Gesichtspflege hat selten nur eine einzige Wirkung, deshalb kann sie die Haut vielseitig schützen. Viele Cremes enthalten einen zusätzlichen UV-Schutz, der die Haut vor aggressiver UV-Strahlung bewahrt und gleichzeitig weniger anfällig für Schäden durch freie Radikale macht. Anti-Aging-Cremes können die Feuchtigkeitsspeicher enorm auffüllen und dadurch das Austrocknen der Haut durch Sonne oder Wind vermeiden.

Wie kann ich Schäden durch Feinstaub zusätzlich vorbeugen?

Unsere Ernährung spielt eine wichtige Rolle für ein gesundes Hautbild. Es gibt Lebensmittel, die freie Radikale von innen bekämpfen und damit einen positiven Einfluss auf unsere Haut ausüben, dazu zählen beispielsweise rote Beeren, Nüsse sowie natürliche und gesunde Öle und Fette. Generell ist es wichtig, einen möglichst gesunden Lebensstil zu führen – dadurch wird auch die Haut insgesamt weniger empfindlich und kann sich besser gegen äußere Einflüsse wie Feinstaub schützen.