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Pickel, Falten, Äderchen…

Was das Gesicht über unsere Ernährung aussagt

Zwei Frauen, die Burger essen
Du bist, was du isst – diesen Spruch kennen wir und tatsächlich kann man im Gesicht ablesen, wie man sich so ernährtFoto: Getty Images

Zu viel Zucker, zu viel Wein – schlechte Ernährung spiegelt sich oft im Gesicht wider. Pickel und unreine Haut, aber auch Falten können die Folge sein. Die ganzheitliche Medizinerin Dr. Nigma Talib erklärt, wie sich Ess- und Trinkverhalten auf unsere Haut auswirken und was man dagegen tun kann.

„Du bist, was du isst“ – so ein berühmtes Zitat des deutschen Philosophen Ludwig Feuerbach. Heutzutage denken wir dabei vor allem an eine verantwortungsvolle Einstellung zu unserem Essen, doch hinter diesem Spruch steckt noch viel mehr. Denn: Unser Gesicht kann viel über unsere Ernährung aussagen.

„In der Sekunde, in der eine Patientin meine Klinik betritt, erkenne ich, von welchen Lebensmitteln sie zu viel isst oder trinkt“ erklärt Dr. Nigba Talib, Ganzheitsmedizinerin und Autorin gegenüber der „Daily Mail.“ Für einen Rückschluss auf die Ernährung genüge oftmals ein Blick ins Gesicht, so die Ärztin weiter. So habe jemand der regelmäßig zum Weinglas greift, für sie ein „Wein-Gesicht“, jemand, der viel Laktose zu sich nimmt, ein „Milchgesicht.“ In ihrem Buch „Reverse the Signs of Ageing“, erklärt Talib, welche Ernährung für ein Wein-, Milch-, Zucker- und Gluten-Gesicht sprechen. Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengetragen.

Das Wein-Gesicht

Symptome

Sichtbare Fältchen, Äderchen und/oder Rötungen zwischen den Augen, hängende Augenlider, vergrößerte Poren, trockene und rissige Haut, gerötete Wangen und eine auffällig tiefe Nasolabialfalte.

Das sagt das Wein-Gesicht über die Ernährung aus

Wein, wie auch anderer Alkohol, entzieht der Haut Feuchtigkeit, dadurch werden Fältchen tiefer und sichtbarer. Zudem greift der enthaltene Zucker den körpereigenen Eiweissbaustein Kollagen an, der normalerweise für eine gute Hautelastizität sorgt. Da Alkohol durchblutungsfördernd wirkt, erweitern sich die kleinen Kapillargefäße. Die Folge: rötlich schimmernde Adern unter der Hautoberfläche.

Die Rötungen oder Furchen zwischen den Augen erklärt Talib mit dem Face-Mapping-Prinzip*: Die Gesichtsregion hier stehe in direkter Verbindung mit der Leber, der Alkohol-Hauptabbauort des Körpers.

*Talib arbeitet mit der Face-Mapping-Lehre, einem wichtigen Analyse-Tool in der modernen und chinesischen Medizin. Sie basiert darauf, dass unterschiedliche Gesichtsregionen im Zusammenhang mit bestimmten Organen stehen. Je nachdem, was Talib sieht, beurteilt sie den Gesundheitsszustand ihres Gegenübers, da sie Hautveränderungen im Gesicht auf konkrete Ursachen wie die Ernährung zurückführen kann.

Lösung

Talib empfiehlt eine Alkohol-Pause von etwa drei Wochen, damit sich die Darmflora wieder erholt. Wer dann doch wieder Lust auf ein Glas Wein hat, sollte auf zuckerärmere Rebsorten wie Sauvignon Blanc, Pinot Grigio, Merlot oder Spätburgunder setzen.

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Das Milch-Gesicht

Symptome

Geschwollene Augenlider, Tränensäcke und schwarze Ringe unter den Augen, weiße Flecken und Pickel am Kinn.

Das sagt das Milch-Gesicht über die Ernährung aus

Das Enzym, das im Körper für die Verarbeitung von Milchzucker zuständig ist, wird mit zunehmendem Alter weniger produziert, bei manchen verschwindet es irgendwann ganz. So sei laut Talib eine Laktose-Intoleranz auch dann möglich, wenn sie in einer früheren Untersuchung nicht nachgewiesen werden konnte. Nimmt man weiterhin Milchzucker zu sich, führt das zu Entzündungen im Körper, die sich mit Rötungen und Schwellungen rund um die Augen zeigen. Ferner enthält Kuhmilch durch die Aufzucht der Tiere viele Hormone. Diese sollen die Talgdrüsenproduktion anregen, was Hautunreinheiten und Pickel begünstigt.

Lösung

Milchprodukte für eine Weile durch laktosefreie Alternativen oder solche auf Soja-, Mandel-, oder Haferflockenbasis ersetzen und beobachten, wie die Haut reagiert.

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Das Zucker-Gesicht

Symptome

Knitterfältchen und tiefe Furchen auf der Stirn, Tränensäcke, müde und eingefallene Haut, Pusteln im ganzen Gesicht, dünner werdende Haut und ein insgesamt eher grauer, fahler Teint.

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Das sagt das Zucker-Gesicht über die Ernährung aus

Raffinierte Kohlenhydrate, etwa aus Weizenmehl, weißem Reis oder Süßigkeiten, werden im Körper schnell in Zucker umgewandelt. Der überschüssige Zucker lagert sich an das Kollagen an, was die Zellerneuerung verlangsamt. Dadurch sieht die Haut schneller älter und schlaff aus. „Insbesondere unter den Augen, weil die Haut hier besonders dünn ist,“ erklärt Talib. Wer es mit der Zuckerzufuhr sehr übertreibe, verursache in seinem Körper ein Insulin-Ungleichgewicht, was die Nebenniere belaste. Das sei an spärlichen Augenbrauen zu erkennen.

Lösung

Drei Monate lang bestmöglich auf Zucker verzichten. Dann erst ist erkennbar, ob ein Zusammenhang zwischen Ernährung und besagten Symptomen besteht.

Das Gluten-Gesicht

Symptome

Aufgedunsene, rote Wangen, Pigmentflecken und Unreinheiten am Kinn.

Das sagt das Gluten-Gesicht über die Ernährung aus

Wer nicht weiß, dass er an einer Glutenunverträglichkeit leidet und das Klebereiweiss weiterhin zu sich nimmt, schüre entzündliche Reaktionen im Körper. „Daher sieht das Gesicht aufgedunsen und krankhaft gerötet aus.“ Laut Talib soll das gleichzeitig zu einer vermehrten Zellaktivität und stärkerer Pigmentierung führen, genauer gesagt dunklen Flecken in der Kinnregion.

Lösung

Eine echte Zöliakie wäre eine ernstzunehmende Diagnose, die durch einen Fachmann bestätigt und gezielt behandelt werden muss. Es gibt aber auch Abstufungen, wie leichte und gefühlte Gluten-Unverträglichkeit. Warum nicht also den Selbsttest wagen? Lassen Sie glutenhaltige Lebensmittel einfach mal für eine Weile weg und beobachten Sie, ob die Symptome zurückgehen. Falls Ihnen das gut tut, können Sie den glutenarmen Lebensstil ja beibehalten.

Mit Material von dpa

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