Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de

Nachgefragt beim Dermatologen

Warum bekommt man eigentlich Dehnungsstreifen?

Frau mit Dehnungsstreifen
Dehnungsstreifen kennen wohl die meisten Frauen – doch woher kommen die feinen Geweberisse eigentlich? STYLEBOOK fragte einen Dermatologen.Foto: iStock/ti-ja

Feine, weiße Dehnungsstreifen an Oberschenkeln, Bauch, Beinen oder Po kennen wohl die meisten. Tatsächlich haben die kleinen Geweberisse ganz unterschiedliche Ursachen, sind aber völlig normal. Kann man ihnen trotzdem vorbeugen? STYLEBOOK fragte beim Dermatologen nach.

Wie kommt es zu Dehnungsstreifen?

Schwangerschafts-, bzw. Dehnungsstreifen entstehen, wenn das Unterhautgewebe reißt – etwa, wenn man im Teenager-Alter schnell wächst oder der Bauch sich in anderen Umständen rasant ausdehnt. Aber auch Po, Beine, Oberarme und Busen können die feinen Linien aufweisen. Die Ursache ist in der Regel ein schwaches Bindegewebe. Verändert sich der Körper extrem schnell, wird die Haut zu schnell gedehnt, kleine Geweberisse entstehen.

Lassen sich Geweberisse vermeiden?

Die Antwort des Münchener Dermatologe Dr. med. Josef Pilz fällt eindeutig aus: „Leider nein“, so der Experte. „Auch vorbeugend lässt sich nichts machen.“ Anders als bei Cellulite, der man – zumindest ein stückweit – vorbeugen kann, indem man etwa die Durchblutung fördert, die Lymphe anregt und das Bindegewebe unterstützt, lässt sich gegen Dehnungsstreifen nichts ausrichten. Auch Öl, das vermeintlich vorbeugend wirken soll, kann laut Dr. Pilz gar nicht bis in die unteren Hautschichten vordringen. Sein einziger Tipp für Schwangere: „Versuchen Sie Ihr Gewicht möglichst konstant zu halten und nach einer Schwangerschaft relativ bald wieder zu normalisieren, dann bilden sich die meisten Schwangerschaftsstreifen von alleine wieder zurück.“

Stars stehen öffentlich zu Dehnungsstreifen

Dehnungsstreifen sind vollkommen normal – auch immer mehr Prominente stehen öffentlich zu dem vermeintlichen Makel. So zeigte sich etwa das ehemalige Victoria’s Secret-Model Gizele Oliviera unter dem Hashtag #showyourtigerstripes selbstbewusst mit Dehnungsstreifen.

Instagram Placeholder
An dieser Stelle findest du Inhalte aus Instagram
Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Unzählige Stars schlossen sich ihr an, darunter Kylie Jenner, Ashley Graham, Chrissy Teigen oder Rihanna.

Instagram Placeholder
An dieser Stelle findest du Inhalte aus Instagram
Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Auch immer mehr große Online-Händler nehmen Abstand von der Retusche der feinen, weißen Linien. So verzichtet Asos mittlerweile komplett auf Photoshop und Co. und zeigt in Bademoden-Kampagnen Models mit Dehnungsstreifen.

Tipps, um Dehnungsstreifen zu kaschieren

Wer sich dennoch an dem vermeintlichen Makel stört, kann den ein oder anderen Trick anwenden. Salben mit Vitamin-A, die auch zu Pflege von Narben verwendet werden, helfen, die Sichtbarkeit der Risse zu reduzieren. Auch auf gebräunter Haut wirken die Streifen weniger präsent – ein guter Selbstbräuner kann hier also schon Abhilfe schaffen. Gleichzeitig sollte das Gewebe stets gut durchblutet werden, hier können Wechselduschen, leichte Massagen oder auch Microneedling unterstützend wirken.