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Nachgefragt!

Lassen sich Dehnungsstreifen vermeiden?

Frau mit Dehnungsstreifen
Dehnungsstreifen kennen wohl die meisten Frauen – doch woher kommen die feinen Geweberisse eigentlich? STYLEBOOK fragte einen Dermatologen.Foto: Getty Images

Feine, weiße Dehnungsstreifen an Oberschenkeln, Bauch, Beinen oder Po kennen wohl die meisten. Tatsächlich haben die kleinen Geweberisse ganz unterschiedliche Ursachen, sind aber völlig normal. Kann man ihnen trotzdem vorbeugen? STYLEBOOK fragte beim Dermatologen nach.

Wie kommt es zu Dehnungsstreifen?

Schwangerschafts-, bzw. Dehnungsstreifen entstehen, wenn das Unterhautgewebe reißt – etwa, wenn man im Teenager-Alter schnell wächst oder der Bauch sich in anderen Umständen rasant ausdehnt. Aber auch Po, Beine, Oberarme und Busen können die feinen Linien aufweisen. Die Ursache ist in der Regel ein schwaches Bindegewebe. Verändert sich der Körper extrem schnell, wird die Haut zu schnell gedehnt, kleine Geweberisse entstehen.

Lassen sich Geweberisse vermeiden?

Die Antwort des Münchener Dermatologen Dr. med. Josef Pilz fällt eindeutig aus: „Leider nein“, so der Experte. „Auch vorbeugend lässt sich nichts machen.“ Anders als bei Cellulite, der man – zumindest ein Stück weit – vorbeugen kann, indem man etwa die Durchblutung fördert, die Lymphe anregt und das Bindegewebe unterstützt, lässt sich gegen Dehnungsstreifen nichts ausrichten. Auch Öl, das vermeintlich vorbeugend wirken soll, kann laut Dr. Pilz gar nicht bis in die unteren Hautschichten vordringen. Sein einziger Tipp für Schwangere: „Versuchen Sie Ihr Gewicht möglichst konstant zu halten und nach einer Schwangerschaft relativ bald wieder zu normalisieren, dann bilden sich die meisten Schwangerschaftsstreifen zurück.“

Tipps, um Dehnungsstreifen zu kaschieren

Wer sich dennoch an dem vermeintlichen Makel stört, kann den ein oder anderen Trick anwenden. Salben mit Vitamin-A, die auch zu Pflege von Narben verwendet werden, helfen, die Sichtbarkeit der Risse zu reduzieren. Auch auf gebräunter Haut wirken die Streifen weniger präsent – ein guter Selbstbräuner kann hier also schon Abhilfe schaffen. Gleichzeitig sollte das Gewebe stets gut durchblutet werden, hier können Wechselduschen, leichte Massagen oder auch Microneedling unterstützend wirken.

Quelle

mit fachlicher Beratung von Dr. med. Josef Pilz, in München

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