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Wie rasiere & pflege ich meinen Bart am besten?

Vollbart, Schnauzbart, Dreitagebart – in Sachen Gesichts-Haarwuchs wird kein Trend ausgelassen. Aber wie pflegt Mann seinen Bart am besten? Und wie wird er richtig rasiert? Wir waren bei einem Barbier und haben nachgefragt.

Seinen Anfang nahm alles mit Muschelkanten oder geschärften Steinen, die über die Haut geschabt wurden. Höhlenzeichnungen beweisen, dass Männer in grauer Vorzeit damit ihrem Barthaar auf den Pelz rückten. Und das Wort Rasur verweist noch darauf. Es stammt vom lateinischen „rasura“ ab, was so viel bedeutet wie Schaben oder Kratzen. Richtig populär wurde die Barbier-Kultur in Südeuropa und besonders in den arabischen Ländern. Dank dem Bart-Trend seit einigen Jahren werden auch in Nord- und Mitteleuropa Barbiere immer populärer.

STYLEBOOK sprach mit Barbier Zied vom Berlin Salon „Wheadon“, was ein Barbier eigentlich macht und wie man auch zuhause problemlos seinen Bart in Schuss hält.

Was erwartet mich beim Barbier?

„Zunächst wird der (Voll-)Bart durchgekämmt. Dann wird der Bart in Form gebracht: Längere Haare werden zunächst mit einer Schere gekürzt, anschließend wird der Bart mit dem Trimmer auf eine Länge zurechtgestutzt. Nachdem der Bart mit Rasierseife eingeweicht wurde, werden die Bartkonturen mit einem Rasiermesser rasiert. Auch der Haarwuchs an Oberlippe, Kinn, Wangen und Schläfen wird entfernt. Nach der Rasur wird der Bart mit einem Föhn und einer speziellen Bartbürste in Form gebracht. Auf keinen Fall die abschließende Pflege vergessen: Das Rasierwasser beruhigt die vom Rasieren strapazierte Haut. Am besten ein alkoholfreies Aftershave verwenden, welches nicht zusätzlich für Hautirritation sorgt. Zusätzliche Bart-Cremes oder -Öle pflegen nicht nur das Haar, sondern auch die darunter liegende Haut. Positiver Nebeneffekt: Solche Pflegeprodukte machen das Haar schön weich. Zum Schluss wird der in Form gebrachte Bart mit Wachs fixiert.“

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Wie oft sollte man zum Barbier gehen?

Wie lange dauert eine Barbier-Behandlung und was kostet sie?

„Auch wenn heutzutage Barbershops aus dem Boden sprießen wie Burger-Läden – die Werte und Qualitäten eines Barbiers müssen stimmen. Ein klassisches Treatment inklusive Pflege dauert im Schnitt 20 bis 30 Minuten und sollte im Durchschnitt 30 Euro kosten, abhängig welche Produkte verwendet werden.“

Ist ein dichter Vollbart bei feinen Haaren überhaupt möglich?

„Schwierig, aber möglich. Mann sollte zwei, drei Monate den Bart wachsen lassen. Ein guter Barbier wird eine Bartform empfehlen. Je gleichmäßiger und dichter der Bartwuchs ist, desto leichter lässt sich ein Bart wachsen.“

Wie pflegt man einen Bart zuhause?

„Ein Bartöl hält nicht nur den Bart geschmeidig, sondern vermeidet auch unangenehmes Jucken. Optimalerweise sollte man es dreimal am Tag auftragen. Auch sollte man seinen Bart mehrmals die Woche mit einem speziellen Bartshampoo waschen, damit der Bart gepflegt aussieht.“

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Kann der Bart auch mit einem Haarshampoo gewaschen werden?

„Nein. die Haarstruktur ist anders. Daher unbedingt auf spezielle Bartpflege-Produkte zurückgreifen.“

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Rasierschaum oder Rasierseife?

„Seife ist definitiv besser, da sie besser in den Bart eindringt und so sich eben dieser besser rasieren lässt.

Was muss man bei der Rasur zuhause beachten?

„Nassrasur ist immer am besten. Da die meisten keine Rasiermesser haben, sollte man zum Rasier mit fünf Klingeln greifen, so wird die Haut nicht zu sehr angegriffen, sondern bleibt geschmeidigt. Und: Einwegrasierer können ruhig mehrmals verwendet werden.“

Kann man seinen Bart auch färben?

„Ja, das ist möglich. Besonders Männer mit blonden Haaren lassen ihren Bart etwas dunkler färben, damit der Bart voller und dichter aussieht.“

Was sind die aktuellen Barttrends?

„Bart ist seit einiger Zeit wieder in – und folgt damit, wie viele andere Modeerscheinungen, einem gewissen Zyklus. In den 70ern trugen Männer Vollbart, in den 80ern Schnurrbart, der dann wiederum vom Dreitagebart abgelöst wurde. Diese Variante ist immer noch angesagt.“

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