Ganz schön schräg!

5 Designer-Kooperationen, die keiner versteht

Street Style Frau
Schräge Designer-Kooperationen liegen im Trend. Das Pariser Label Vetements kooperierte mit DHL – und löste mit den gelben Post-Shirts einen Riesen-Hype aus.
Foto: Getty Images

Als Designer oder junge Modemarke hat man heutzutage ohne Kooperationen kaum Überlebenschancen. Der schwedische Textilgigant H&M gehörte zu den ersten, die 2004 mit der Zusammenarbeit von Luxusmarken wie Karl Lagerfeld begannen. Doch 15 Jahre später reichen im hart umkämpften Modemarkt „einfache“ Marken-Paarungen nicht mehr aus: Wer Aufmerksamkeit auf sich ziehen will, braucht schräge Kooperationen. So entwarf Designer Virgil Abloh für Ikea Türstopper und Louis Vuitton kooperierte mit der Skateboard-Marke Supreme. STYLEBOOK stellt fünf ziemlich irre Kollaborationen vor.

1. Michael Michalsky für Tempo

BMW, Sony, Adidas, MCM …  Michael Michalsky, Designer und Ex-GNTM-Juror, hat bereits mit einigen Modemarken zusammen gearbeitet, die nicht in seinem Kerngebiet, dem High-Fashion-Bereich, liegen. Doch die schrägste Kooperation ist die mit Tempo: Zusammen mit der Traditionsmarke entwarf er – Taschentuchboxen! „Tempo begleitet uns alle. Auch mich. Ich liebe diese Boxen, sie haben einen festen Platz bei mir Zuhause“, lautet seine Begründung für die Zusammenarbeit. Wenn’s Spaß macht….

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2. Crocs gibt es jetzt als Taschen

Von Crocs ist man einiges gewohnt, immerhin haben es die klobigen Plastikteile geschafft, außerhalb von Kindergärten und Schrebergärten salonfähig zu werden. Mittlerweile reißen sich sogar Luxusmarken wie Balenciaga und Christopher Kane um Kooperationen mit der Marke aus Colorado (USA) und bringen die Plastiklatschen in der aufgepimpten Luxusausführung für schlappe fünfhundert Euro auf dem Markt. Der jüngste Scoop: Crocs als Tasche! In Zusammenarbeit mit dem genauso schrägen US-Label Pizzaslime hat das Label zwei verschiedene Modelle in Schwarz und in Weiß entworfen, die als Bauchtasche getragen werden können. Die Schuh-Taschen haben Aufschriften wie „Looser“, „Ugly but Honest“ (auf deutsch: Hässlich, aber schön) oder „Shocking“ aufgedruckt und treffen damit so ziemlich den Nagel auf den Kopf. „Shocking“ sind auch die Preise der Crocs-Taschen: Knapp 300 Euro kostet ein Plastiktäschchen.

 

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3. Fila kooperiert mit Hunkemöller

Die 90er erleben zur Zeit ein großes Comeback, und damit sind auch Retro-Marken wie Fila wieder schwer angesagt. Warum die coole Sneakermarke sich allerdings jetzt mit dem feinen Lingerie-Label Hunkemöller zusammen tut, versteht man nicht wirklich. Dessous+ klobige Sneaker=??

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4. Vetements und DHL

Sie ist mittlerweile Kult unter den kuriosen Designer-Kollaborationen: 2016 schickte Vetements Chef-Designer Demna Gvasalia seine Models in „DHL“-T-Shirts über den Laufsteg, die T-Shirts der „Deutschen Post“ gab es anschließend für schlappe 245 Euro zu kaufen – und das mit Erfolg. Zwei Jahre später überrascht die Pariser Prêt-à-porter-Marke mit einer kompletten Capsule-Kollektion in Gelb und Rot. In der DHL Hub in Leipzig, eines von drei internationalen DHL-Luftfrachtdrehkreuzen, wurde die Kollektion präsentiert: Die Kollektion kehre sozusagen an den Ort ihres Ursprungs zurück, in die Branche, die sie inspiriert habe: die Logistik, erklärte DHL-Geschäftsführer Ralph Wondrak.

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5. Deutsche Promis und Discounter

Die Big Two der deutschen Discounter, Aldi und Lidl, liefern sich regelrechte Duelle in Sache Promi-Kooperationen. So kooperiert Lidl regelmäßig mit Heidi Klum, die erste Kollektion wurde sogar auf der New York Fashion Week im September 2017 vorgestellt. Aldi Süd entwarf zusammen mit Popstar Anastacia eine Kollektion, die exakt zur gleichen Zeit in die Supermärkte kam, als Heidi Klum in New York ihre Lidl-Mode präsentierte. Zufall? Wohl eher nicht. Abgesehen von der medialen Aufmerksamkeit hoffen Discounter wie Aldi und Lidl darauf, dank prominenter Gesichter ihr Billig-Image aufzuwerten und mehr als Premium-Anbieter wahrgenommen zu werden. Und das, obwohl Leo-Blazer, Paillettenkleider und Jacken im Biker-Style dank der supergünstigen Discounter-Verkaufspreise eher wenig mit High-Fashion zu tun haben.

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