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Mary-Kate und Ashley Olsen im Porträt

Die Olsen-Zwillinge und ihr Multi-Millionen-Dollar-Imperium

Mary-Kate und Ashley Olsen
Mary-Kate und Ashley Olsen bei ihrem letzten öffentlichen Auftritt 2019. Die Zwillinge scheuen das Rampenlicht.Foto: Getty Images

Kein Facebook, kein Instagram, kein öffentliches Jetset-Leben – so richtig viel hört man von Mary-Kate und Ashley Olsen nicht. Doch das heißt keineswegs, dass die berühmten Zwillinge in der Versenkung verschwunden sind, im Gegenteil: Jetzt gaben sie gemeinsam ein Interview – das erste seit Jahren!

Die Olsen-Zwillinge sind ein Mysterium: Vom Babyalter bis zu ihrer Teenie-Zeit standen sie im Rampenlicht, heute verstecken sie sich meist hinter riesigen Brillen, Oversize-Mänteln und Kaffeebechern. Trotzdem – oder gerade deswegen – haben sie nach wie vor großen Erfolg, nur eben nicht länger vor der Kamera, sondern als Geschäftsfrauen. Ihr Modelabel „The Row“ wird dieses Jahr 15.

„Wir sind ein bisschen aus der Übung“, schickt Mary-Kate Olsen ihrem Interview mit US-Magazin „i-D“ voraus. Es ist das erste Interview seit Jahren für die Zwillinge. „Wir sind diskrete Menschen, so wurden wir erzogen.“ Dennoch geben die Schwestern nie zuvor dagewesene Einblicke in ihre ungewöhnliche Kindheit und Karriere.

Die reichsten Kinderstars der Welt

Als Mama Olsen 1987 mit ihren neun Monate alten, eineiigen Zwillingen beim Casting der Serie „Full House“ auftauchte, war die Sache schnell entschieden: Acht Jahre lang teilten sich Mary-Kate und Ashley die Rolle der Michelle Tanner, wurden schnell zu den eigentlichen Stars der Serie. 1991 setzte eine regelrechten Olsen-Vermarktungs-Maschinerie ein, mit elf waren die Schwestern Teilhaberinnen des Merchandising-Unternehmen „Mary-Kate and Ashley“. Angeboten wurden Kleidung, Bücher, CDs, Puppen oder Poster. Das stellvertretend von einem Rechtsanwalt geführte Unternehmen machte die Mädchen zu Multi-Millionärinnen, den bis dato reichsten Kindern der Welt.

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Mit neun Jahren hatten die beiden schon so viel erlebt, dass ihre Biografie herausgebracht wurde. Es folgten noch zahlreiche Teenie-Filme wie „Zwillinge verliebt in Paris“ oder „Ein verrückter Tag in New York“ – bis 2011 plötzlich Schluss war mit der Schauspiel-Karriere.

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Der Erfolg von „The Row“ und „Elizabeth and James“

Die öffentlichen Auftritte wurden immer rarer, private Fragen bei Interviews nicht mehr beantwortet. Beide zeigten sich fortan im neuen Gothic-Look. Fast schien es, als wollten die Zwillinge mit ihren schwarzen Mänteln und den tiefen Augenringen das ihnen anhaftende, niedliche Image abschütteln.

„Mit 18 Jahren waren wir gerade nach New York gezogen und wir wussten, dass wir eine Pause von all dem brauchten, was wir zuvor gemacht hatten“, sagt Ashley Olsen gegenüber „i-D“. „Wir wollten Dinge entdecken, die uns noch interessierten und einfach wissen, was das Leben noch zu bieten hat.“ 2006 begannen sie mit dem Aufbau ihrer eigenen Luxus-Modemarke „The Row“, bei der sie als Promis so nicht wahrgenommen werden wollten, sondern die Fashion für sich stehen sollte. „Wir wollten nicht im Vordergrund stehen, wir wollten noch nicht mal, dass die Leute wissen, dass wir dahinterstecken“, erklärt Ashley.

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Mittlerweile gehört ihr Label zu den angesehensten Mode-Marken in den USA. Prominente Kundinnen wie Michelle Obama, Gigi Hadid oder Christina Ricci lieben den minimalistischen Edel-Grunge-Look, bestehend aus vorrangig grauen, schwarzen oder weißen Oversized-Teilen.

2007 gründeten sie die nicht minder erfolgreiche – aber erschwinglichere – Marke „Elizabeth and James“, benannt nach ihren jüngeren Geschwistern. 2019 kamen noch Parfüms dazu, „Nirvana Black“ und „Nirvana White“. Das eine riecht nach Sandelholz, Veilchen und Vanille, das andere nach Pfingstrose, Moschus und Maiglöckchen. Das Vermögen der Zwillinge wird auf 500 Millionen Dollar geschätzt.

Die Beauty-Geheimnisse der Olsen-Zwillinge

„Ich bevorzuge es, mich fertigzumachen, wenn das Licht aus ist“, verriet Ashley Olsen der US-amerikanischen „Elle“. So komme sie nicht in Versuchung, sich unnötig ins Gesicht zu fassen und Hautunreinheiten zu fördern. Außerdem habe sie immer eine Augenbrauenbürste dabei. Mary-Kate setzt bei ihren Beauty-Essentials auf Puder und Lippenbalsam und gesteht, dass sie keine Übung in ihrer Haarpflege habe. „Die Wahrheit ist, dass es sich so anfühlt, als hätte ich erst letzte Woche gelernt, mir die Haare zu bürsten!“ 

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Preise und Kritik

Die Schwestern haben einen Stern auf dem Walk of Fame und wurden vier Mal in Folge (2014 -2017) mit dem CFDA Fashion Award ausgezeichnet, darunter auch als Designerinnen des Jahres. Ihr Unternehmen expandiert weltweit, so dass ihre Looks mittlerweile auch in Deutschland erhältlich sind. Ihr Einfluss ist größer denn je.

Umso schwieriger scheint es, dass sich Mary-Kate und Ashley so gar nicht um die immer lauter werdende Kritik von Tierschutz-Organisationen scheren: Die beiden tragen nicht nur selbst gerne Pelz, sie verwenden es auch liebend gerne in ihren Kollektionen. Auch wurden Vorwürfe laut, die Chefinnen würden rüde mit ihren Praktikant*innen umspringen.

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Wenig Infos über das Privatleben

Über das Privatleben der Olsen-Zwillinge gelangt allerdings wenig an die Öffentlichkeit. Mary-Kate war von 2015 bis 2020 mit dem sie um zwei Köpfe überragenden, 17 Jahre älteren Olivier Sarkozy verheiratet. Ihre Hochzeits-Feier sorgte damals für Aufsehen: Statt mit Blumen soll mit Zigaretten dekoriert worden sein. Ashley soll in einer Beziehung mit dem kalifornischen Künstler Louis Eisner sein. In einem ihrer seltenen Interviews mit dem „WSJ Magazine“ bezeichneten die Olsen-Twins ihre Schwesternschaft als „Ehe“: „Wir machen alles zusammen, immerhin sind wir in derselben Gebärmutter entstanden.“

Fun Facts über die Olsen-Twins

Dass die beiden so gut wie nie ohne Kaffee-Becher in der Hand gesehen werden, hat einen Grund: Sie sind schlichtweg süchtig nach Kaffee. In einem Interview mit dem „W Magazine“ erinnerte sich Mary-Kate, dass sie schon als Kind heimlich Kaffee trank: „Ich habe mir den Kaffee meiner Mutter aus der Küche geschnappt, eine Tonne Zucker rein gefüllt und bin damit zurück ins Kinderzimmer geschlichen.“ So sehr sie das Koffein verehren, desto sehr verachten sie Social Media, einen Instagram-Account der beiden sucht man vergebens. Allerdings ließen sich die Twins 2016 von der Beauty-Marke „Sephora“ zu einer Ausnahme überreden. „Unser erstes öffentliches Selfie“, titelten sie.