Von Naturlocken bis Dauerwelle

Locken – Wem sie stehen, wie man sie stylt

Lachende Frau mit Locken
Viele Frauen träumen von Locken. Zum Glück gibt es heute zahlreiche Methoden, sich selbst wunderschöne Wellen und Kringellocken zu zaubern.
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Viele Frauen wünschen sich Locken im Haar, gelten diese doch als äußerst sinnlich, weiblich und verführerisch. Doch ob Naturmähne oder beim Friseur nachgeholfen – Locken sind nicht einfach zu bändigen. STYLEBOOK erklärt, wie man sie am besten pflegt und wem eine üppige Lockenpracht überhaupt steht.

Mit Locken sollst du locken – bereits in der Antike galten Frauen mit gelocktem Haar als verführerisch. Wer von Natur aus nicht mit Wellen gesegnet war, half nach. Erste Lockenwickler aus Ton soll es bereits 3100 Jahre vor Christus gegeben haben, erfunden von den Ägyptern. Heute sind die Methoden, auch mit glattem Haar an eine schöne Lockenpracht zu kommen, zum Glück einfacher und vielfältiger.

Wie genau definieren sich Locken?

Locken sind gekräuselte Haare. Je nachdem, wie doll sie sich kräuseln, werden sie als Wellen Locken oder Krause unterschieden: Wellen sind ganz leichte, sanfte Locken. Die tatsächlich als Locken bezeichnete Haarpracht, wellt sich weit mehr, zieht sich aber nur bedingt hoch. Anders die Krause. Die Kringellocken sind kaum zu bändigen und fliegen je nach Haarlänge oft in alle Richtungen.

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Wem stehen Locken?

Locken stehen jedem. Aber: Es kommt auf den Lockentyp und die Länge der Haare an. Welche Art von Locke die richtige ist, hängt in erster Linie von der Gesichtsform ab. Frauen mit ovalen Gesichtern können beispielsweise jede Art von Locke tragen: lang, kurz, stark oder kaum gewellt. Mit einem ovalen Gesicht haben Sie in puncto Locke also das Glückslos gezogen. Etwas schwieriger ist es bei runden Gesichtern, hier sind vor allem leichte Wellen empfehlenswert, die das Gesicht umschmeicheln. Vor allem lange Haare sind vorteilhaft, erscheint das Gesicht dadurch ein bisschen schmaler. Lange Wellen gehen auch für Frauen mit herzförmigen Gesichtern. Die können ihre Haare aber auch wunderbar in eine riesige Lockenmähne verwandeln, die schmale Partien ausgleicht. Üppige Locken funktioniere auch bei kantigeren, aber schmaleren Gesichtern: Sie umspielen markante Züge und zeichnen sie etwas weicher.

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Wie style ich Locken am besten?

Naturlocken

Wer eine von Natur aus gelockte Haarpracht hat, hat es in puncto Styling relativ leicht – vorausgesetzt die Locken werden zelebriert und nicht bekämpft. Damit die Locken schön fallen, braucht es zuerst den richtigen Schnitt. Sind die Locken in Form geschnitten, braucht es nicht mehr viel Styling. Nach dem Haare waschen einfach sanft mit einem Handtuch trocknen, eine Leave-in-Pflege ins Haar geben und anschließend mit einem grobzackigen Kamm entwirren. Die Locken springen besonders schön, wenn eine Portion Lockencreme oder -schaum ins Haar geknetet wird, bevor sie getrocknet werden. Am besten für die Haare ist es, wenn sie an der Luft trocknen. Soll es aber der Föhn sein, sollte ein Diffusor auf niedriger Stufe benutzt werden. Vorher die Ansätze föhnen, indem einzelne Partien vorsichtig mit der Hand abgeteilt werden. Ganz wichtig: immer an den Hitzeschutz denken.

Locken mit Lockenstab und Glätteisen

Für schnelle Wellen und kringelige Locken eignen sich sowohl der Lockenstab als auch das Glätteisen gut. Damit die Locken so gelingen wie gewünscht, sollten Sie vor allem mit dem Glätteisen ruhig ein bisschen rum probieren. Ganz wichtig: Wer Locken mittels Hitze kreieren will, sollte ebenfalls unbedingt an den Hitzeschutz denken und die Haare vorher trocken föhnen.

Rihanna

Rihanna trägt von Natur aus eine schöne Lockenpracht auf dem Kopf
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Locken über Nacht

Der alte und einfache Trick: Die handtuchtrockenen Haare werden über Nacht in einen großen französischen Zopf oder mehrere kleinere Zöpfe geflochten. Vorher mit ein wenig Salz-Spray oder Lockenschaum arbeiten. Am Morgen einfach die Haare wieder lösen, über Kopf durch wuscheln, fertig. Bei der Über-Nacht-Flechtkunst sollten Sie bedenken: Je strammer die Zöpfe sind, desto kringeliger werden die Locken. Wer sich zarte Wellen wünscht, flechtet einen lockeren Zopf.

Locken mittels Papilloten und Lockenwicklern

Etwas aufwändigere Methoden sind Papilloten und Lockenwickler. Papilloten eignen sich für feines Haar und zaubern kleine Kringellocken. Bei Lockenwicklern gibt es verschiedene Größen: kleine Wickler für kleine, große für große Wellen. Bei beiden Wickelvarianten wird etwas Lockenschaum in das handtuchtrockene Haar eingeknetet und anschließend Strähne für Strähne aufgedreht. Das gewickelte Haar wird nun vorsichtig trocken geföhnt. Anschließend sollten die Papilloten oder Wickler noch mindestens drei Stunden im Haar bleiben, damit die Locken lange halten.

Dauerwelle

Wer langfristig Locken haben möchte und keine Lust hat, sie immer neu zu stylen, kann sich beim Friseur eine Dauerwelle legen lassen. Die hat ihr angestaubtes 80er-Jahre-Image längst abgelegt und ist heute nicht nur bei Promidamen wie Claudia Effenberg wieder angesagt. Lassen Sie sich unbedingt beim Friseur beraten, ob Ihr Haar einer Dauerwelle gewachsen ist – sehr dünnes und stark strapaziertes Haar eignet sich in der Regel nicht.

Sarah Jessica Parker

Als Carrie Bradshaw präsentierte Sarah Jessica Parker in „Sex and the City 2“ eine schulterlange Dauerwelle
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Wie pflege ich Locken?

Locken brauchen Pflege – und das nicht zu knapp! Vor allem Naturlocken können schnell stumpf aussehen, fehlt ihnen doch häufig Feuchtigkeit. Dem können Lockenträgerinnen abhelfen, indem sie ihre Pflegeroutine auf Shampoo, Conditioner und Feuchtigkeitsmaske bei jeder Wäsche erweitern. Die Maske kann ausgewaschen werden oder als Leave-in-Produkt in den Längen bleiben. Haaröl kann außerdem gegen struppige Locken helfen. Übrigens: Auch Frauen, die sich ständig neue Locken selbst machen, sollten ihr Haar gut pflegen. Feuchtigkeit ist ein Muss, denn Lockenstab und Heiß-Wickler trocknen die Haare auf Dauer aus.

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