Für jede Gesichtsform und jeden Haartyp

Stufenschnitt-Frisuren – wem sie stehen, wie man sie stylt

Jennifer Aniston mit Stufenschnitt
Jennifer Aniston ist auch lange nach ihrer Rolle als Rachel Green in der Kultserie „Friends” treue Trägerin des Stufenschnitts
Foto: Getty Images

Ein Kopf, eine Haarlänge? Das ist längst passé – zumindest, wenn man sich die aktuellen Haar-Trends anschaut. Die Haare haben heute wieder mindestens eine, gerne aber auch mehrere Stufen – und die dürfen genau so deutlich oder kaum sichtbar sein, wie Sie sich das wünschen. STYLEBOOK erklärt, was Sie über den Stufenschnitt wissen müssen und wie Frisuren mit Stufen am besten gestylt werden.

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Wo kommt der Haarschnitt her?

Erinnert Sie dieser Schnitt auch an eine Stilikone der 90er? Ganz klar, „The Rachel” oder der „Rachel-Cut” ist wieder da und damit die einstige Trendfrisur in Sachen Stufenschnitt schlechthin. Die wurde damals von Jennifer Aniston alias Rachel Green in den Anfängen der Kultserie „Friends” getragen und avancierte prompt zum weltweiten Frisuren-Vorbild.

Jennifer Aniston löste als Rachel Green mit ihrem Stufenschnitt in der Kultserie „Friends” einen wahren Frisuren-Hype aus
Foto: Getty Images

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Wie genau geht der Stufenschnitt?

„The Rachel” ist ein extremes Beispiel für einen Stufenschnitt, weil das Haar hier gleich in mehrere Stufen getrimmt wurde und so beispielhaft zeigt, was ein Stufenschnitt ist und kann: Das Haupthaar auf eine Grundlänge geschnitten, die äußeren Haare gekürzt. Durch die verschiedenen Stufen gewinnt das ganze Haar optisch an Volumen und umschmeichelt gleichzeitig das Gesicht. Es müssen aber nicht zwangsläufig so starke und auch nicht so viele Stufen sein. Schon eine Stufe macht eine Frisur zum Stufenschnitt, solange sie sich in den Längen befindet. Auch leichte Kanten sorgen für mehr Fülle, fallen jedoch nicht ganz so stark ins Gewicht.

Wem steht der Stufenschnitt?

Die Frisur steht wirklich jeder Frau. Schon allein deshalb, weil es so viele Varianten gibt – ob lange, mittellange oder kurze Haare, mit Pony oder Locken. Zum einen ist bei der Wahl der Frisur die Gesichtsform entscheidend, zum anderen die Haarstruktur und -länge.

Gesichtsform

Wer ein schmales Gesicht hat, kann sich dieses mit zarten Stufen im Gesichtsbereich breiter schummeln. Wer ein eher rundliches Gesicht hat, nimmt Fülle, indem die Haare gut durchgestuft werden, da das verstärkte Volumen ausgleichend wirkt. Kantige Gesichtsformen erscheinen sowohl mit sanften wie auch mit starken Stufen weicher. Frauen mit herzförmigem Gesicht können den Haarschnitt mit jeder Art von Stufen tragen.

Haarstruktur und -länge

Glatte, dünne Haare bekommen durch Stufen mehr Volumen und wirken insgesamt voller. Bei glatten Haaren sollte jedoch nicht allzu extrem gestuft werden, da der Kontrast zwischen fülligem Oberkopf und fransigen Spitzen sonst zu extrem oder sogar albern aussehen kann. Für Frauen mit sehr dünnen Haaren eignet sich besonders ein kurzer oder mittellanger Stufenschnitt, etwa ein Bob. Hier kann ordentlich durchgestuft werden, wobei die Stufen nicht allzu sehr von der Grundlänge abweichen sollten. Lange und dicke Haare werden durch Stufen aufgelockert, der Schnitt bringt Form in die Mähne. Wer sehr lange Haare hat, kann seinen Haarschnitt mittels Stufen leicht auflockern. Ein schönes Beispiel ist der hippe Boho-Cut.

Locken bekommen durch Stufen mehr Sprungkraft. Das gilt sowohl für kurze als auch für längere Haare. Hier gilt die Regel: Je kürzer die Locken, umso mehr springen sie.

Ein Stufenschnitt bringt Struktur in die Haare und lässt die Locken definierter wirken
Foto: Getty Images

Wie style ich den Stufenschnitt am besten?

Undone

Der Out-of-Bed- oder Undone-Look funktioniert mit Stufen ganz großartig. Einfach lufttrocknen lassen, mit den Händen durchwuscheln, fertig ist der Style. Wer ein bisschen mehr Form oder Volumen haben will, kann eine kleine Portion Salzspray in die Haare kneten, das verstärkt den Undone-Wellen-Effekt.

Glatt

Auch glatt funktioniert der Stufenschnitt, siehe Jennifer Aniston. Wer aber nicht von Natur aus glatte Haare hat, sollte mit Rundbürste, Föhn oder Glätteisen ran. Hier ist doppelt Vorsicht geboten: Zum einen sollten unbedingt die Spitzen erwischt werden, da sie sonst fransig abstehen und das jeden noch so schönen Stufenschnitt ruiniert. Zum anderen sollten Sie aufpassen, dass das Glätten nicht zu intensiv wird, weil das den Haaren schadet – und das wird bei diesem Schnitt schnell sichtbar.

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Wie pflege ich den Stufenschnitt?

Durch die ausgedünnten Spitzen sind diese sehr anfällig für Spliss. Sowieso sollten Sie beim Föhnen und Glätten immer einen Hitzeschutz verwenden. Die Spitzen versorgen Sie im Bestfall regelmäßig mit Spitzenfluid oder Haaröl, das gesamte Haar kann regelmäßige Kuren vertragen. Auch Nachschneiden ist beim Stufenschnitt quasi Pflicht, möchte man auf ausgefranste und ungepflegt aussehende Spitzen verzichten.

Stufenschnitt selbst schneiden

Natürlich können Sie auch selber mit der Schere ran und sich an dem Haarschnitt versuchen. Friseure raten davon aber dringend ab, denn gerade am Hinterkopf wird es schwer, sich die Stufen akkurat zu schneiden. Nicht umsonst lernen Friseure in der Ausbildung mehrere Wochen, wie dieser Haarschnitt funktioniert. Frauen mit Pony, die eine kleine Veränderung möchten, können sich an ein paar leichten Stufen rund um den Pony versuchen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Die Symmetrie sollte auf jeden Fall stimmen, ansonsten wirkt auch das Gesicht verschoben. Dazu die Haare rund um das Gesicht nass machen und mit einem Kamm glatt ziehen. Anschließend von oben mit der offenen Schere in einem leichten Bogen nach unten schneiden.

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