Plötzlich Pickel?

Wenn zu viel Pflege zum Problem für die Haut wird

Ihre Haut spielt verrückt und Sie können sich nicht erklären, warum? STYLEBOOK verrät die unterschiedlichen (und oftmals ungeahnten!) Ursachen, die hinter Pickeln, Schüppchen und Rötungen stecken können.

Pickel
Manchmal ist weniger Pflege mehr. STYLEBOOK verrät, welche ungeahnten Ursachen Hautprobleme haben können.
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Sie cremen und cremen – wenn es (vermeintlich!) sein muss auch mehrmals am Tag – und leiden trotzdem unter extrem trockenen Stellen im Gesicht? Wir verraten Ihnen etwas: Tatsächlich könnte genau diese Pflegeoffensive der Grund für Ihre Hautprobleme sein. Von der Verwendung falscher Produkte über Gewohnheiten bis hin zu Lebensmittelvorlieben – STYLEBOOK deckt zwölf Ursachen auf, die Ihrer Haut ungeahnt zu schaffen machen und gibt Tipps, was gegen unreine oder trockene Haut hilft.

1. Überpflegung

Wer plötzlich roten Ausschlag oder Bläschen unterhalb der Nase entdeckt, kämpft womöglich mit einer Perioralen Dermatitis, besser bekannt als „Stewardessenkrankheit“. Dabei bildet die Haut „perioral“ (also um den Mund herum) kleine Pickel, wird trockener, schuppt und spannt. Für Betroffene erscheint es logisch, noch mehr zu cremen – doch dadurch verschlimmert sich das Problem. Bei der Perioralen Dermatitis handelt es sich nämlich um eine (allergische) Abwehrreaktion der Haut gegen Überpflegung. In manchen Fällen kann diese auch ganz plötzlich gegen ein bestimmtes Produkt auftreten, das man über Jahre gut vertragen hat.

Behandlung: Setzen Sie Ihre Gesichtspflege ab und suchen Sie schnellstmöglich einen Hautarzt auf. Er kennt dermatologisch wirksame Medikamenten zur Behandlung, die Ihre Beschwerden lindern und eine schnelle Heilung fördern.

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2. Smartphone

Gerade auf der Wange kann es durch Handys tatsächlich zu Akne kommen, denn wir reinigen ja nicht immer die Hände, bevor wir unser Smartphone benutzen. So sammeln sich im Laufe des Tages Dreck, Fett und vor allem Bakterien von den Händen auf dem Telefon – und werden mit jedem Anruf auf die Haut gepresst. Das begünstigt Mitesser, Pickel und unreine Haut.

Behandlung: Hier hilft am besten eine tägliche Reinigung des Smartphone-Displays mit einem antibakteriellen Desinfektionstuch oder -spray. Das kann die Keimzahl um bis zu 80 Prozent reduzieren und so Pickelchen und Unreinheiten vorbeugen.

3. Das falsche Produkt

Von der „falschen“ Pflege kann bereits eine normale Menge schädlich sein. Wenn Sie beispielsweise zu öliger Haut neigen, wird die „supertolle, herrlich reichhaltige“ Hautpflege bei Ihnen womöglich unreine Haut und Mitesser verursachen. Umgekehrt sind bei eher trockener Haut leichte Gel-Texturen absolut ungeeignet, da sie aufgrund ihres hohen Wasseranteils zusätzlich austrocknen würden. Das führt schlimmstenfalls zu Entzündungen und Ekzemen. Langfristig begünstigt der Feuchtigkeits- und Lipidmangel die Entstehung von Falten.

Behandlung: Sollten Sie sich mal verpflegt haben, bitte schnell zur Kosmetikerin gehen und eine Hautbildanalyse machen lassen. Sie empfiehlt Ihnen eine geeignete Hautpflege, die hilft.

4. Minderwertige Produkte

Die Qualität von Pflege oder Make-up lässt sich nicht immer am Preis erkennen. So können Kunden bei teuren UND preiswerten Produkten Gefahr laufen, dass verstärkt mit Parfüm- oder Farbstoffen gearbeitet wurde. Oft kommen fragwürdige Konservierungsstoffe zum Einsatz, um die Produkthaltbarkeit zu verlängern. Sind besagte Zusätze von minderwertiger, synthetischer Qualität, kann das beim Anwender zu allergischen Hautreaktionen führen, also unansehnlichen und brennenden Ausschlägen.

Behandlung: Schnell die mangelhafte Pflege absetzen und, je nach Schwere Ihrer Beschwerden, zum Dermatologen gehen. Die Liste der Inhaltsstoffe kann lang sein, deswegen genau darauf achten und schauen, welche Stoffe die Hautprobleme verursachen können.

5. Ins Gesicht fassen

Schonmal darüber nachgedacht, was Sie täglich so in die Finger bekommen? Die Tastatur bei der Arbeit, Türklinken, Geld, Ihr Handy… – kein Wunder, dass es auf unseren Händen nur so von Bakterien wimmelt, die sich in unseren Gesichtsporen ruckzuck in Pickel verwandeln wollen. Und apropos: Sollten Sie sich so bereits einen herangezüchtet haben, riskieren Sie durch unprofessionelles Herumdrücken schwerwiegendere Entzündungen.

Behandlung:

6. Schlechte Reinigungsroutine

Wenn Sie müde sind, nehmen Sie das mit der Gesichtsreinigung vor dem Schlafengehen nicht immer so genau? Grober Fehler! Schließlich gilt es gerade abends, die Verschmutzungen des Tages – Make-up, Umweltsmog und Schweißrückstände – abzuwaschen, bevor Sie zur nächtlichen Hautpflege greifen. Auf unreine, verstopfte Poren aufgetragen, würde sie zu Unreinheiten und schlimmstenfalls Pickeln führen. Umgekehrt ist aber auch eine zu aggressive Reinigung schädlich für die Haut, speziell morgens, wenn ein kurzes Abspülen mit Wasser eigentlich genügen würde, können aggressive Reinigungsprodukte Ursachen für trockene Stellen sein. Ganz wichtig: Finger weg bzw. Gesicht weg von Seife! Die handelsüblichen enthalten Tenside, die den natürlichen Säureschutzmantel der Haut angreifen. Das macht sie empfindlicher gegenüber Umwelteinflüssen und beschleunigt so ihren Alterungs-Prozess.

Behandlung: Unbedingt jeden Abend abschminken und das auch mit den richtigen Produkten, zugeschnitten auf Ihre Hautprobleme.

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7. Zu viel Sonne

Ein „sonnengeküsster Teint“ ist, klar, etwas Hübsches. Aber Achtung: Sich ungeschützt UV-Strahlen auszusetzen, führt bekanntlich zu unschönen Pigmentstörungen und im schlimmsten Fall sogar zu Hautkrebs. Eine weniger schwerwiegende, aber bald sichtbare Folge: Falten. Übrigens: Das Wiener Boltzmann Institut für urbane Ökologie hat bereits 2006 herausgefunden, dass Frauen, die aufgrund zahlreicher Sonnenschäden einen unregelmäßigen Teint haben, rund zehn bis zwölf Jahre älter wahrgenommen werden, als sie tatsächlich sind…

Behandlung: Grundsätzlich – ja, auch im Alltag UND im Winter! – eine Gesichtspflege mit Lichtschutzfaktor verwenden. Vor längeren Aufenthalten im Freien unbedingt eine klassische Sonnencreme oder -milch mit hohem Lichtschutzfaktor benutzen.

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8. Zu fettfreie Ernährung

Ständig auf Diät zu sein, ist sowieso keine gute Idee – denn das führt ja schon alleine aus Frust zu Falten. Insbesondere jedoch, wer vermeintlich böses Fett aus seiner Ernährung streicht, züchtet sich fahle, schlaffe und knitterige Haut heran. Gerade Omega-3-Fettsäuren (enthalten in Forelle oder Lachs, verschiedenen Nüssen, Avocado) wichtig, da sie als Bausteine unserer Zellmembran das Gewebe festigen. Außerdem unterstützen „gute“ Fette die Aufnahme von Antioxidantien, die gegen Hautalterung wirksam sind.

Behandlung: Eine ausgewogener Ernährung, bestehend aus Kohlenhydraten, Eiweiss UND Fett, hilft. Versuchen Sie, ein Fünftel Ihrer täglichen Kalorien aus Fett zu beziehen!

9. Zu viel Fastfood

Neben guten gibt es aber auch schlechte Fette, genauer gesagt Transfettsäuren, die das Hautbild von innen ruinieren können. Wer ständig frittierte Pommes oder Croissants isst, erkennt das bald im Spiegel: müde aussehende Haut, Mitesser und Falten. Grundsätzlich enthalten Vertreter der Kategorie Fastfood und Fertiggerichte klassischerweise viel Zucker, der zur Neubildung von Falten und Cellulite führen kann, statt wertvoller Vitamine, Mineralstoffe, Zink oder Folsäure. Diese wären jedoch wichtig für die Zellneubildung und ein entsprechend schönes Hautgewebe.

Besser: Setzen Sie auf Clean-Eating, also natürliche statt industriell manipulierter Lebensmittel, idealerweise selbst zubereitet. Natürlich darf es auch mal ein Burger sein. Aber bitte nicht zu regelmäßig und zwischendurch gerne mal in einem Vollkornbrötchen serviert.

10. Alkohol

Keine Sorge, das Glas Wein wollen wir Ihnen nicht verleiden. Im Übermaß jedoch entzieht Wein, wie auch anderer Alkohol, der Haut Feuchtigkeit, dadurch werden Fältchen tiefer und sichtbarer, trockene Stellen können entstehen. Zudem greift der enthaltene Zucker den körpereigenen Eiweissbaustein Kollagen an, der normalerweise für eine gute Hautelastizität sorgt.

Besser: Grundsätzlich gilt: Alkohol in Maßen genießen. Richtig gut ist es, zu jedem Gläschen Wein oder Bier eine mindestens ebenso große Menge Wasser zu trinken. So werden die Giftstoffe bestmöglich aus dem Körper ausgeschwemmt und zudem der Feuchtigkeitshaushalt im Körper aufgestockt – bekanntermaßen unerlässlich im Sinne eines frischen Teints.

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11. (Falsche) Peelings

Die Quittung für das babyweiche Gefühl nach einem Peeling, weil Hautschüppchen und Talkrückstände weggeschrubbelt werden, kann neben Entzündungen schlimmstenfalls vorzeitige Hautalterung sein. Insbesondere minderwertige Peelings mit groben Schleifmitteln können feine Mikro-Risse auf der Haut verursachen, die sie auf die Dauer anfällig machen für schädliche Umwelteinflüsse und Sonnenstrahlen.

Besser: Statt mechanischer Mittel besser Enzym-Peelings verwenden (und auch das bitte höchstens einmal in zwei Wochen). Diese enthalten Fruchtsäuren, Enzyme oder Glycol, auch bekannt als Salicylsäure, statt kratzender Mikropartikel. Diese Produkte können zwar teurer sein als die klassischen Schrubber, sind aber nicht zuletzt auch besser für die Umwelt.

12. Schlafmangel

Dass viel Schlafen schön macht, wissen wir nicht zuletzt von Dornröschen. Und dass uns ein zu kurz geratener Schlaf nicht gerade blendend aussehen lässt, ist der logische Umkehrschluss. Neben Knitterfältchen (vom unruhigen Herumwälzen) und dunkle Augenringe mogelt sich in solchen Fällen gerne der eine oder andere Pickel ins Gesicht – immerhin auch ein Symptom für Stress, der sich bekanntermaßen auf die Schlafqualität auswirkt.

Besser: Versuchen Sie doch mal, pro Nacht auf acht Stunden Schlaf zu kommen, am besten schon ab heute. Wer morgens im Spiegel einem frischen, rosigen Teint begegnet, steht doch gleich viel lieber auf!

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