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Beauty-Phänomen

Warum schrumpeln Finger beim Baden oder Spülen?

Finger schrumpeln
Wer länger badet oder spült, kennt schrumpelige Finger danach – und die haben auch einen GrundFoto: iStock / Илья Смирнов

Ob beim Baden, Abspülen oder Putzen – kommen die Hände über längere Zeit mit Wasser in Berührung, beginnt es an den Finger- und Zehenspitzen zu schrumpeln. Das hat aber nichts damit zu tun, dass sich die Haut an Händen und Füßen vollsaugt, sondern mit einer Reaktion des Nervensystems, die durchaus ihren Zweck erfüllt.

Warum schrumpeln Finger im Wasser?

Im Wasser ziehen sich unter der Haut winzige Blutgefäße zusammen. Weil sich die Äderchen verengen, wird die Haut nach innen gezogen und die Finger schrumpeln. Anders als man denkt, quillt die Haut also nicht auf, sondern schrumpft eher ein bisschen. An den Zehen und Fingern entstehen kleine Rillen. Diese dienen, wie eine Studie der Newcastle University herausgefunden hat, dazu, dass wir auch in feuchter Umgebung Dinge sicher greifen zu können, ohne dass sie uns direkt aus den Händen gleiten.

Wie bei Flüssen in bergigem Gelände kann das Wasser durch die Vertiefungen schneller abfließen. Das Schrumpeln der Finger ist eine Reaktion, die durch das Nervensystem gesteuert wird und möglicherweise darauf zurückzuführen ist, dass unsere Vorfahren so besser Nahrung am Ufer von Gewässern sammeln konnten wie Tom Smulders, einer der Autoren der Studie, erläutert.

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Trockenen Händen vorbeugen

Das Schrumpeln der Finger ist etwas ganz Natürliches: Dennoch kann man einiges tun, um daraus resultierende, trockene Haut zu pflegen. STYLEBOOK verrät die drei besten Tipps!


1. Auf spezielle Handpflege setzen

Das A und O, um die Hände geschmeidig zu halten: Nach jedem Waschen eincremen. Verwenden Sie dafür immer eine intensive Handcreme, die neben Feuchtigkeitsspendern wie Urea vor allem rückfettende Wirkstoffe wie Jojoba-, Arganöl oder Sheabutter enthält. Panthenol und Kamille wirken beruhigend. Absolutes No-Go: Bodylotion benutzen. Diese kann die Hände einfach nicht ausreichend schützen und zieht häufig nicht schnell genug ein.

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2. Hände waschen

Häufiges Händewaschen ist wichtig, um Infektionen vorzubeugen. Allerdings weichen heißes Wasser und Seife die äußere Schutzhülle auf und schaden dem Säureschutzmantel der Haut. Waschen Sie Ihre Hände deswegen nur mit lauwarmem Wasser und milden, ph-neutralen Seifen. Danach die Hände immer gut abtrocknen, denn Handcreme lässt sich nur auf trockener Haut lückenlos verteilen.

3. Ein Repair-Programm starten

Ihre Hände sind trotz Eincremen immer noch spröde? Dann brauchen Sie ein SOS-Pflegeprogramm. Massieren Sie abends vor dem Schlafengehen eine reichhaltige Creme oder ein Handserum in die Haut ein und ziehen Sie dünne Baumwollhandschuhe darüber. Wenn Sie davor ein Peeling machen, ist Ihre Haut optimal auf den Pflege-Kick vorbereitet und kann die Wirkstoffe besonders gut aufnehmen. Auch ein selbstzubereitetes Handbad aus Olivenöl oder Mandelöl wirkt Wunder. Es macht nicht nur die Haut super weich, sondern beugt brüchigen Nägeln und einem rissigen Nagelbett vor. Bei kalten Händen ist eine Fingermassage hilfreich, die die Durchblutung anregt.

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4. Hausarbeit vermeiden

Auch wenn es ungewohnt ist, aber beim Abwaschen sollten Sie immer Gummihandschuhe tragen. Denn sonst quellen Nägel und die obere Hautschicht auf – und der Säureschutzmantel der Haut geht verloren. Übrigens: Männerhaut ist dicker und damit robuster. Außerdem sind die Talgdrüsen durch den höheren Testosteronspiegel aktiver, weswegen die Haut nicht so stark zur Austrocknung neigt. Sie haben also ab jetzt immer einen Grund, das Tellerspülen Ihrem Partner zu überlassen.

Mit Material von dpa