STYLEBOOK gab sie ihr erstes Interview

Michelle Laff – von der Eisverkäuferin zum Louis-Vuitton-Model

Von der Eisverkäuferin binnen kürzester Zeit zum international gefragten Model – klingt wie eine Geschichte aus dem Märchenbuch? Für die 19-jährige Michelle Laff aus Hamburg ist sie Wirklichkeit geworden. Die Abiturientin wurde in ihrer Heimatstadt entdeckt, in Paris von Louis Vuitton gecastet und kurzerhand für die Show auf der Fashion Week gebucht. Der ultimative Ritterschlag für ein Model und gleichzeitig Michelle Laffs erster Job. STYLEBOOK gab sie ihr allererstes Interview.

Michelle Laff auf dem Catwalk für Louis Vuitton

Bei der Fashion Week in Paris durfte Michelle Laff die Show zur Frühling-Sommer-Kollektion 2020 für Louis Vuitton schließen
Foto: Getty Images

Tatsächlich sei es ein „glücklicher Zufall“ gewesen, wie sich Michelle erinnert. Im Sommer 2019 arbeitete sie als Filialleiterin in einer Eisdiele. „Ich bin an dem Tag für eine Kollegin eingesprungen und habe meinen heutigen Agenten der Agentur Le Management bedient“, so die Abiturientin. Der fragte sie prompt, ob sie nicht Lust habe zu modeln. Tatsächlich sei ihr das in der Vergangenheit schön öfter passiert, wie die 1,78-Meter-Beauty mit den blauen Augen und dem hellen Teint zugibt, sie habe sich dabei aber nie ganz wohl gefühlt. „Doch diesmal dachte ich: Warum gebe ich dem Ganzen nicht mal eine Chance?“, erzählt sie weiter. Und dann ging alles ganz schnell. Es wurden Fotos gemacht und verschickt, eine Einladung zum Casting folgte, die Zusage kam einen Tag später – und plötzlich fand sich Michelle Laff in Paris wieder.

»Das Fernsehen vermittelt falsches Bild vom Modeln

Von dem Job habe sie erstmal niemandem etwas erzählt, lediglich ihre Eltern seien eingeweiht gewesen: „Mein Vater hat sehr mitgefiebert und war die ganze Zeit dabei“, erinnert sich die 19-Jährige. Und wie empfingen die erfahrenen Modelkolleginnen die Newcomerin aus der Hansestadt? „Es ist zum Glück nicht so, wie es im Fernsehen oft dargestellt wird“, betont sie. „Die Models gehen freundlich miteinander um und jeder respektiert den anderen – gerade, wenn man gemeinsam für so einen großen Designer arbeiten darf. Zickereien sind da einfach fehl am Platz.“ Generell sei Michelle schon immer von Mode und ausgefallenen Designs fasziniert gewesen, „aber ich habe ehrlich gesagt nie darüber nachgedacht, auch diejenige sein zu können, die die Kollektion am Ende mal selbst präsentiert.“

Michelle Laff bei Louis Vuitton

Michelle Laff bei einer Party von Louis Vuitton – privat stylt sie sich gern extravagant, liebt die Mode der 80er- und 90er Jahre
Foto: Getty Images

Heute besteht ihr Alltag aus Shootings, Castings und vielen Reisen. London, Paris, Hamburg und zurück.

Next step: New York!

Dabei war ihr Plan eigentlich ein ganz anderer: „Ich hätte weiterhin als Filialleitung in der Eisdiele gearbeitet“, erzählt die Hamburgerin. Eine Option, die für das Nachwuchsmodel nach wie vor besteht: „Mein damaliger Chef meinte, dass die Türen für mich immer offen stehen, falls ich zurück kommen möchte. Das finde ich schön“, sagt sie. Doch dazu wird es vermutlich nicht kommen, Michelle Laff will international durchstarten, ihr nächstes Ziel: die Fashion Week in New York. Bis dahin steht allerdings noch jede Menge Arbeit an. Dabei bleibt Michelle realistisch: „Wenn es mit dem Modeln gut läuft, dann mache ich weiter – so lange, wie es geht und solange es mir Spaß macht.“

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Von ihrer Model-Gage will sie etwas zurücklegen und sich irgendwann eine Wohnung kaufen, wobei das Geld für ihren allerersten Laufsteg-Job bereits anderweitig verplant ist: „Ich will mir eine Louis-Vuitton-Tasche kaufen“, erzählt Michelle, die Single ist und noch zu Hause wohnt. „Ich glaube, das wäre eine schöne Erinnerung an meine erste Show.“

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