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STYLEBOOK-Interview

Newcomer-Model Lena Werner – vom Supermarkt auf die Paris Fashion Week

Model Lena Werner für Miu Miu
Lena Werner lief im Oktober für Miu Miu in Paris, nervös war sie dabei nicht: „Ich habe mich einfach nur mega gefreut“, erzählt das Model im STYLEBOOK-Interview.Foto: Getty Images

Mit 15 wurde sie zufällig im Supermarkt entdeckt, jetzt – vier Jahre später – mischt sie bei den ganz Großen der Fashion-Szene mit: Nachwuchsmodel Lena Werner aus Hamburg lief gerade erst für Miu Miu über den Runway, jetzt jettet sie zwischen Paris, Mailand und Barcelona hin und her. Und das, obwohl sie eigentlich nie Model werden wollte. Wie es dann doch dazu kam und wie sie mit den Schattenseiten umgeht, verrät die 19-Jährige im Interview mit STYLEBOOK.

Während sich bei Heidi Klum Jahr für Jahr tausende Frauen um den Titel als das nächste deutsche Topmodel bewerben, hat Lena Werner es ohne Castingshow-Rummel ganz nach oben geschafft. Die 1,80 Meter große Blondine wurde ganz klassisch von einem Model-Scout entdeckt, hatte dann mit gerade einmal 15 Jahren ihre ersten Portfolio-Shootings und ergatterte vor wenigen Monaten das, wovon viele Models nur träumen können: ein Laufsteg-Engagement für Bottega Veneta. Anders als bei Heidis Kandidatinnen war eine Karriere auf dem Runway aber nie ein Traum für Lena, wie sie im Interview mit STYLEBOOK verrät: „Ich habe zu der Zeit noch Fußball und E-Gitarre gespielt, für Mode habe ich mich nie interessiert. Ich habe zwar mal ,Germany’s next Topmodel‘ geguckt, aber nur, weil ich es ganz lustig fand“, so die Abiturientin über ihre Model-Anfänge. „Ernsthaft darüber nachgedacht zu modeln, habe ich nie.“

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Lena Werner – erst Bottega Veneta, dann Miu Miu

Gewagt hat Lena Werner den Schritt in die schillernde Fashion-Welt aber dennoch und feilt nun seit einem Jahr gemeinsam mit ihrer Agentur „Le Management“ an ihrer internationalen Karriere – mit Erfolg. Los ging es mit Shootings für Onlineshops in Deutschland und Mailand, dann folgte mit der Bottega-Show im April 2021 der ganz große Coup für die Hamburgerin. Seither klopfen große Marken wie Moncler und Miu Miu bei der 19-Jährigen an, und auch für das italienische Luxus-Label, das ihr zum Durchbruch verhalf, arbeitet Lena nach wie vor. Wie die Arbeit zwischen Blitzlicht und High Heels ihr Leben verändert hat? „Eigentlich gar nicht mal so sehr. Ich bin immer noch die Gleiche mit den gleichen Interessen abseits vom Modeln“, so die Hamburgerin. Neu sei allerdings das ständige Unterwegssein, „es steht eigentlich jede Woche eine Reise an“. Allein in den Tagen nach diesem Interview ging es für das Newcomer-Model nach Paris, Mailand und Barcelona – alles binnen einer Woche und ohne Begleitung.

»Ich bin durch das Alleinreisen mein eigener bester Freund geworden

Das klingt zwar nach einem aufregendem Arbeitsalltag, kann aber auch ziemlich einsam sein – eine Erfahrung, die auch Lena bei ihrer ersten Model-Reise nach Mailand machen musste. „Das war eine krasse Umstellung, weil ich da direkt sechs Wochen unterwegs war“, erzählt die Hamburgerin, die in der italienischen Modemetropole sehr unter Heimweh litt. „Am Anfang war es hart und beklemmend, aber ich musste mich einfach dran gewöhnen.“

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Mittlerweile zieht Lena Werner aber viel Positives aus den Tagen und Wochen, die sie jobbedingt alleine in Hotels, Model-WGs, Fliegern und neuen Städten verbringt. „Ich bin mein eigener bester Freund geworden beim Reisen. Ich bin viel selbstständiger geworden und auch so dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, mich weiterzuentwickeln“, erzählt die Abiturientin.

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Und was kommt nach dem Modeln?

Obwohl es für die Hamburgerin gerade ziemlich gut läuft, hat sie doch einen Plan B – für den Fall, dass sie doch irgendwann nicht mehr so gefragt ist: „Ich möchte auf jeden Fall noch studieren“, verrät Lena. Vielleicht Kunst oder Illustration, vielleicht aber auch etwas in Richtung Ernährungswissenschaften, ganz genau wisse sie das noch nicht. Braucht sie ja auch nicht, derzeit ist sie als Vollzeit-Model schließlich gut im Geschäft – und das genießt die 19-Jährige so lange, wie es nur geht: „Ich nutze die Zeit gerade, um zu reisen, Geld zu verdienen und mich weiterzuentwickeln. Ich wollte nach dem Abi sowieso nicht direkt studieren, sondern erst einmal die Welt sehen. Perfekt, dass ich jetzt alles miteinander verbinden kann!“

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