Im STYLEBOOK-Interview

GNTM-Siegerin Simone: »Mein Körper musste sich ausruhen

Ende Mai wird Simone Kowalski zu „Germany's Next Topmodel“ – dem bisher 14.! Doch die Freude über den Titel hält nur kurz. Im Finale schon gesundheitlich angeschlagen, zieht sie sich danach zurück. Der Körper will nicht mehr, die Haut rebelliert. Eine schwere Zeit, wie sie im STYLEBOOK-Interview gesteht, auch weil sie in dieser Zeit mit vielen Hass-Kommentaren auf Social Media kämpfen muss. Was sie aus dieser Situation gelernt hat und wie es ihr jetzt geht …

Wir treffen Simone im Berliner Atelier von Michael Michalsky. Das Shooting für die Parfumkampagne des Star-Designers steht an. Ein Job, den die Anfang 20-Jährige zu ihrem GNTM-Sieg dazu gewann. „Es ist richtig schön, dass ich endlich mein Ziel erreicht habe, und auch zu wissen, dass ich jetzt komplett ins internationale Modelbusiness einsteige“, freut sie sich. „Ich bin dann bald auf Plakaten zu sehen, da ist man natürlich auch wieder mehr im Gespräch. Also seid gespannt! Ihr werdet auf jeden Fall noch viel von mir hören und sehen.“ Erst mal wird sie bei der Berliner Fashion Week mitlaufen, ebenfalls für Michalsky und seine Atelier Michalsky-Show.

»Mein Körper musste sich ausruhen

Das schien nur wenige Wochen zuvor nicht denkbar. Simone war krank, nahm keine Termine wahr, machte eine Social-Media-Pause. „Die letzten Monate waren super stressig und irgendwann muss sich der Körper auch mal ausruhen“, erinnert sie sich. „Wenn man nicht kerngesund ist, kann man auf Dauer nicht 100 Prozent geben – und die möchte ich gerne geben.“ Auch auf ihrer Haut seien Narben gewesen. „Es ist leider noch nicht ganz weg, kleine Rötungen sind noch da“, sagt sie, der Rest sei mit Make-up abgedeckt. Für ihre gesundheitlichen Probleme hatten allerdings nicht alle Verständnis.

Sayana, Heidi Klum, Simone

Ende Mai wurde Simone von Heidi Klum zur 14. GNTM-Siegerin gekürt und ließ Sayana hinter sich
Foto: Getty Images

Auf Instagram häuften sich Hater-Kommentare. Wie ist sie damit umgegangen? „Es ist ein schwieriges Thema für mich, weil ich ein sehr empathischer Mensch bin und mir das alles sehr zu Herzen nehme“, so die 1,74-Meter-Beauty. „In letzter Zeit ging es mir wirklich nicht gut, was ich nicht immer kommentiert habe. Jetzt versuche ich, meiner Fanbase zu zeigen, dass sie mir wichtig ist und ich auch lese, was sie schreiben und mir das auch zu Herzen nehme.“ Jeder, der Hate verbreite, sei ihrer Meinung nach „einfach unglücklich mit sich selbst.“ Sie wolle aber positiv bleiben. „Menschen kommen und gehen. Follower kommen und gehen. Böse Kommentare kommen und gehen.“

Ihre Pläne, ihre Unterstützer

Freundschaften verloren habe sie nach ihrem GNTM-Sieg allerdings nicht, im Gegenteil. Simone, die sich in der Show oft Anfeindungen und Neid ausgesetzt sah, ist jetzt auch mit einigen ehemaligen GNTM-Kandidatinnen privat unterwegs. „Wir arbeiten auch zusammen“, so die gebürtige Niedersächsin. Unterstützung bekommt sie auch von ihrer Familie. „Die sind so stolz, dass ich das alles geschafft habe. Ich bin auch unheimlich froh, jetzt endlich hier stehen zu können, meinen Traum zu verwirklichen, ihn gerade zu leben.“

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Zu diesem Traum gehört aber nicht nur das Modeln. „Man muss bedenken, dass ich zwei Wochen nicht da war und mich ausruhen musste. Das alles jetzt innerhalb von ein paar Tagen nachzuholen, wenn auch noch Fashion-Week-Stress ist, ist schon sehr schwierig. Aber ist auf jeden Fall immer spannend und nie langweilig mit mir!“

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