Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de
StartseiteBeauty

zertifizierte vs konventionelle Cremes im „Stiftung Warentest“

Zertifiziert vs konventionell

Wie viel Natur ist drin? 14 Gesichtscremes im „Stiftung Warentest“

Creme-Tiegel
Alles Natur, oder was? „Stiftung Warentest“ hat 14 Cremes auf ihre Inhaltsstoffe gecheckt Foto: Getty Images

Wer synthetische Stoffe in Cremes vermeiden will, findet im Handel unzählige Produkte mit verschiedenen Naturkosmetik-Siegeln. Aber wie gut sind die Inhaltsstoffe wirklich und was unterscheidet sie von jenen in konventionellen Gesichtscremes? „Stiftung Warentest“ hat 14 Produkte für normale Haut unter die Lupe genommen.

Dabei prüften die Tester sowohl Cremes von Naturkosmetik-Herstellern wie Weleda, Sante oder Lavera als auch „natur­nahe“ Gesichts­cremes von Nivea und Garnier. Die gute Nachricht vorweg: Acht Produkte erhielten die Note „gut“, vier die Bewertung „befriedigend“, nur zwei Cremes wurden mit „mangelhaft“ bewertet. „Im Praxis­test untersuchten wir Feuchtig­keits­anreicherung, Anwendung und Pfle­geeigenschaften, und im Labor testeten wir unter anderem auf kritische Duft­stoffe und analysierten den Anteil an Stoffen natürlichen Ursprungs“, heißt es im „Stiftung Warentest“-Bericht.

Auch interessant: „Stiftung Warentest“: Haarseife oder Flüssigshampoo – was pflegt besser?  

Dabei waren ausgerechnet die beiden am schlechtesten getesteten Produkte am hochpreisigsten, der Vorwurf: Sie wurden nicht mit Keimen fertig. Dabei handelte es sich um eine konventionelle Creme und eine mit Naturkosmetik-Siegel. Insgesamt belief sich die Preisspanne der Gesichtscremes auf 5,70 Euro bis 96 Euro pro 100 Milliliter.

Wirkung und Inhaltsstoffe im Test

Insgesamt zeigt die Analyse der Warentester: Die zertifizierten Cremes enthielten überwiegend Stoffe natürlichen Ursprungs und konnten so mit den konventionellen Produkten im Bereich Pflege und Anwendung mithalten. Aber auch die konventionellen Produkte hatten hohe Naturstoffanteile, bei einigen fanden die Tester aber auch synthetische Emulgatoren und Duftstoffe oder lösliche, erdölbasierte Kunststoffe.

Auch interessant: Discounter-Tagescremes im Check

Naturkosmetiksiegel geben Sicherheit

Wer auf Nummer sicher gehen will, und Wert auf Stoffe mit überwiegend natürlichen Ursprungs legt, kann sich an den Siegeln orientieren, etwa jene von Natrue oder Cosmos. Solch zertifizierte Produkte verwenden möglichst Naturstoffe, die chemisch unverändert oder nur leicht modifiziert sind und unterscheiden sich nur in Details. Natrue unterscheidet zwischen drei Stufen: Naturkosmetik, Naturkosmetik mit Bioanteil sowie Biokosmetik. Produkte erhalten das Siegel nur, wenn 75 Prozent einer Kosmetiklinie diese Kriterien erfüllen. Diesen Anspruch hat das Cosmos-Siegel nicht, das Ecocert und der Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen (BDIH) entwickelt haben. Hier gibt es die Stufen Cosmos Natural, für das Inhaltsstoffe nur zum Teil „bio“ sein müssen, und Cosmos Organic – hier sind sie vorwiegend bio.

Deine Datensicherheit bei der Nutzung der Teilen-Funktion
Um diesen Artikel oder andere Inhalte über Soziale-Netzwerke zu teilen, brauchen wir deine Zustimmung für