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Beauty-Wissen

Für was sind Wimpern eigentlich gut und wie pflege ich sie?

Wimpern einer Frau in Großaufnahme
Für was sind eigentlich Wimpern gut? STYLEBOOK klärt auf.Foto: Getty Images

Wimpern sind durchschnittlich gerade mal einen Zentimeter lang und trotzdem investieren wir viel Geld in Mascara, Wimpern-Booster oder Fake-Lashes, nur um den perfekten Wimpernaufschlag hinzukriegen. Wir erklären, woher die Faszination für schöne Wimpern kommt und was man noch über sie wissen sollte.

Welche Funktion haben Wimpern?

Wimpern schützen die Augen, indem sie kleine Partikel und und Schmutz abfangen. Zudem schützen sie vor intensiver Lichteinstrahlung. Aber länger heißt nicht gleich besser. Allzu lange Wimpern können paradoxerweise Schadstoffe regelrecht ins Auge leiten, fanden Forscher vom Georgia Institute of Technology heraus. Darum sollte man sich künstliche Wimpern lieber nicht täglich ankleben.

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Warum empfinden wir lange, dichte Wimpern als besonders schön?

Gesunde, seidig-dunkle Wimpern verleihen den Augen Strahlkraft und Ausdruck. Das Augen-Weiß wirkt noch weißer, die Farbe der Iris leuchtet noch intensiver. Lange Wimpern sorgen sprichwörtlich für eine tolle Ausstrahlung und damit auch für das gewisse Etwas im Blick. Schon die alten Ägypter haben das erkannt und Männer wie Frauen färbten ihre Wimpern und Augenlieder mit Kohle schwarz. In der westlichen Welt war es übrigens bis Mitte des 17. Jahrhunderts nicht nur unüblich, sondern auch verpönt, sich als feine Dame die Augen zu schminken. So wurde die Wimperntusche auch relativ spät im Jahr 1913 vom französischem Parfümeur Eugène Rimmel erfunden.

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Hilft Wimpern-Serum und wenn ja, welches?

Es war eine Zufallsentdeckung: Patienten, die Augentropfen mit dem Wirkstoff Prostaglandine gegen Grünen Star (Glaukom) nutzten, freuten sich bereits nach wenigen Wochen über dichte, lange Wimpern. Ein genialer Booster-Effekt, den sich die Kosmetik-Industrie zunutze machen wollte. Vor ein paar Jahren kamen Seren mit ähnlichen Wirkstoffen auf den Markt. Doch Vorsicht vor Turbo-Boostern, die Bambi-Wimpern innerhalb von zwei Wochen versprechen. Meist finden sich Hormone unter den Inhaltsstoffen, die die Wurzel unter Umständen austrocknen können und weitere gesundheitsgefährdende Aspekte für den Körper mitbringen können. Lieber ein Serum mit natürlichen Inhaltsstoffen (zum Beispiel eines, das weiße Lupine enthält) wählen und circa acht Wochen Geduld mitbringen. So werden die Wimpern nicht nur lang, sondern auch schön dicht. Noch schneller geht es mit einer künstlichen Wimpernverlängerung (ca. 200 Euro), die bis zu vier Wochen hält.

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Was sollte man bei Wimpern auf keinen Fall machen?

Schlechte Ernährung sorgt leider nicht Wow-Wimpern. Erst wenn wir genügend Biotin und B-Vitamine aufnehmen, kann der Körper auch gesunde Wimpern produzieren. Deshalb gehören Nüsse, Hülsenfrüchte, Bananen und Haferflocken auf jeden Speiseplan. Wasserfester Mascara ist ebenfalls Wimpern-Gift. Zum einen muss beim Abschminken heftiger gerubbelt werden, was die Wimpern-Wurzel beschädigen kann, zum anderen brechen sie schneller ab. Aber der absolute Wimpern-Killer ist es, mit getuschten Wimpern schlafen zu gehen.