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C&A plant weitere Schließungen in Deutschland

Norden von Deutschland betroffen

C&A schließt weitere Filialen in Deutschland 

C&A plant auch 2023 weitere Schließungen von FilialenFoto: Getty Images

Seit Jahren müssen etliche Modeketten reihenweise Filialen schließen. Auch der deutsche Textilriese C&A bleibt davon nicht verschont. Nachdem bereits 2022 13 Standorte in Deutschland geschlossen wurden, folgen 2023 weitere Schließungen.

Zwei Jahre Corona-Pandemie haben in den Innenstädten zu einem regelrechten Ladensterben geführt. Vor allem in den Jahren 2020 und 2021 musste viele bekannte Einzelhandelsketten harte Sanierungsprogramme durchführen, um zu überleben. Hunderte Filialen mussten schließen, Tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verloren ihre Jobs. Doch die Krise im Einzelhandel geht auch im dritten Corona-Jahr weiter – es wurden bereits erste Schließungen in 2023 angekündigt, auch erneut bei C&A.

Ladenschließungen für 2023 bei C&A bereits geplant

2023 werden vor allem C&A-Standorte im Norden von Deutschland von Schließungen betroffen sein, besonders in Schleswig-Holstein. „Die Berichte über die Schließungen in Kiel, Rendsburg und Elmshorn sind korrekt. Im Rahmen von regelmäßigen Analysen ist C&A zu der Entscheidung gekommen, diese Filialen zu schließen“, sagte Sprecherin Claudia Junge zu 24RHEIN. Genaue Gründe sowie weitere Details wollte das Unternehmen nicht nennen. „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Daten zu Mitarbeitern und genauen Informationen oder Hintergründe zu Store-Schließung herausgeben.“

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Unternehmen setzt immer mehr auf Online-Kundschaft

C&A bezeichnet seine neue Strategie als „omnichannel Ansatz“. Was bedeutet, dass der europäische Textilriese in den nächsten Jahren seine Kunden auch online abholen möchte und nicht mehr nur auf den stationären Einzelhandel setzt. Dabei sind auch schon zwei recht unerwartete Partnerschaften entstanden: zuerst mit Amazon Fashion, danach folgte Zalando. Seit Juni 2022 sind auf Amazon.de Essentials und ausgewählte Kleidung für Damen, Herren und Kinder erhältlich. Einen Monat später folgte dann die Aufnahme von C&A im Zalando-Partnerprogramm. „Unserer Entscheidung zur Modernisierung […] liegen fundierte Analysen unserer Zielgruppe zugrunde. Wir wollen da sein, wo unsere Kund:innen bereits sind und hier zeigen unsere Daten klar: unsere Kund:innen fordern ein Omnichannel-Angebot – ein ergänzendes Zusammenspiel aus Online-Shop und stationärem Handel. Wir sind sicher, dass wir unsere Kund:innen so noch besser bedienen können“, so die Sprecherin zu STYLEBOOK.

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C&A beschäftigt mehr als 900.000 Mitarbeiter

Der Modehändler ist nach dem jüngsten Ranking des Fachblattes Deutschlands drittgrößter Bekleidungshändler, hatte aber in den vergangenen Jahren mit Umsatzrückgängen zu kämpfen. C&A hat Unternehmenssitze in Düsseldorf und im belgischen Vilvoorde und ist insgesamt in 23 Ländern tätig. In den mehr als 2000 Filialen der Kette (mehr als 1500 davon in Europa) arbeiten mehr 900.000 Mitarbeiter.

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