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Vor dem Aus? Primark schließt weitere Filialen in Deutschland

Corona, Energiekrise ...

Billig-Kette Primark schließt weitere Filialen in Deutschland

Primark schließt weitere Filialen in Deutschland
Ist bald Schluss bei Primark? Jetzt wurde bekannt, dass weitere Filialen in Deutschland schließen werden.Foto: Getty Images

Bereits im März dieses Jahres wurde bekannt, dass der Fast-Fashion-Riese Primark aus Irland zwei seiner 32 Filialen in Deutschland schließen muss. Nach Routineuntersuchungen wurde entschieden, die Mietverträge zweier Filialen in Berlin und im hessischen Weiterstadt nicht zu verlängern. Die Schließungen seien für das kommende Jahr geplant. Nun sollen weitere folgen. STYLEBOOK fasst alle Neuigkeiten zusammen.

Nachdem im Jahr 2009 die erste Primark-Filiale in Bremen eröffnete wurde, entwickelte sich ein regelrechter Hype um die Fast-Fashion-Kette aus Irland. Scharenweise Teenager und Familien pilgerten in die Bremer Waterfront und verließen das Geschäft mit prall gefüllten Tüten mit Mode und Accessoires zu fast unverschämt günstigen Preisen. Trotz anhaltender Negativ-Berichterstattung über u.a. fragwürdige Produktionsbedingungen, war der Hype unaufhaltsam. Wie Pilze schossen die Filialen aus dem Boden – allein in Berlin gibt es vier Primark-Geschäfte.

Primark schließt weitere Filialen

Noch! Denn bereits im März dieses Jahres wurde bekannt, das zwei der insgesamt 32 Filialen in Deutschland schließen werden. Betroffen davon sind die Berliner Filiale in der Schlossstraße und im hessischen Weiterstadt, nähe Darmstadt. Damals hieß es in einem Statement gegenüber STYLEBOOK: „Dies beruht auf routinemäßigen Standortüberprüfungen, die ergaben, dass beide Standorte für Primark kommerziell nicht mehr attraktiv sind. Primark hat seine Mitarbeiter:Innen in Weiterstadt und Berlin persönlich über die Pläne informiert und wird nun gemeinsam mit den Arbeitnehmervertreter:Innen daran arbeiten, bestmögliche Lösungen finden.“

Doch dabei soll es nicht bleiben, denn wie jetzt bekannt wurde, sollen weitere Standorte folgen. Jetzt ist sicher: Primark schließt weitere Filialen. Der Rückgang des Umsatzes zwingt das irische Unternehmen zum Handeln. Wie die „Wirtschaftswoche“ berichtete, seien die Umsatzerlöse in den letzten Jahren drastisch gesunken. In Deutschland von rund 916 Millionen Euro auf 380 Millionen Euro. Wie viele und welche Filialen betroffen sind, ist aktuell nicht bekannt.

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Primark schließt wegen Corona und Energiekrise

Primark betreibt keinen eigenen Online-Shop und hatte während der Coronapandemie und wochenlanger Ladenschließungen mit Umsatzeinbußen zu kämpfen. Auch die rasche Expansion an 32 Standorten in Deutschland soll sich nun als Fehlentscheidung herauskristallisiert haben. Der Mutterkonzern ABF setzte auf große Flächen in belebten Einkaufsstraßen und -zentren, mit einer dementsprechend hohen Ladenmiete. „ABF hat, geblendet von den Anfängen, den deutschen Markt überschätzt. Damit wich der Konzern signifikant von der Strategie ab, die er in anderen Ländern verfolgte“, so ein ehemaliger ABF-Mitarbeiter gegenüber der „Wirtschaftswoche.“ Auch die aktuelle Energiekrise tut hierbei ihr Übriges. Die gestiegenen Energiepreise seien, neben den hohen Ladenmieten, für den Konzern eine große Doppelbelastung.

Kein Online-Shop, aber andere Alternative

Spätestens während der Coronapandemie haben sich für Online-Shop-Betreiber die deutlichen Vorteile dieses Modells herausgestellt. Primark hat diesen Sprung verpasst und wird auch in Zukunft nicht auf einen Online-Shop setzen. Der Mutterkonzern kündigte eine Neupositionierung an, der das Geschäft „nachhaltig profitabel“ machen soll. Ein „Click & Collect“-Modell soll den stationären Handel ergänzen. Hierbei sollen Kunden ihre Ware online aussuchen und dann im Geschäft abholen können. Ob das den Umsatz nachhaltig wieder antreiben kann, bleibt abzuwarten.

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