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Blazer, Sakko, Jackett – was sind die Unterschiede?

Mann mit Sakko schaut nach Blazer und Jackett
Sakko, Jackett oder Blazer – der Anlass bestimmt die Wahl
Foto: Getty Images

Sakko, Jackett, Blazer – alles Kleidungsstücke, die in jede elegante Herrengarderobe gehören. Bleibt nur die Frage: Was ist eigentlich genau der Unterschied bei den drei Jackenformen? STYLEBOOK hat bei einem Experten nachgefragt und weiß, zu welchem Anlass welches Teil getragen wird.

Um die einfachste Frage zuerst zu beantworten, bei Frauen gilt: Alle Jacken für Damen, die von dem Herren-Sakko abgeleitet sind, sind „Blazer“ – unabhängig vom Stoff, so Bernhard Roetzel, Experte für Herrenmode und Stilberatung. Das wäre hiermit geklärt. In der Herrenmode gibt es allerdings doch kleine, aber feine Unterschiede zwischen Blazer, Sakko und Jackett.

Bei allen drei Kleidungsstücken handelt es sich um Jacken, die ähnlich geschnitten sind und zu formelleren Anlässen getragen werden. Dabei ist die wichtigste Regel, sie niemals mit einer Hose in der gleichen Farbe oder Stoff zu kombinieren. „Dann handelt es sich um einen Anzug, beziehungsweise eine Anzugsjacke. Jackett, Blazer und Sakko werden immer zu einer anderen Hose oder bei Casual-Anlässen auch zu Jeans getragen“, erklärt Bernhard Roetzel. Bei Gala-Events, Hochzeiten oder anderen hochkarätigen Festlichkeiten sollten Männer stets auf Anzüge, Smoking oder gar Frack zurückgreifen – je nach Dresscode.

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Der Blazer: die richtige Wahl für feinere Anlässe

Der klassische Blazer ist übrigens der Marineuniform entlehnt und daher traditionell dunkelblau. „Typisch sind auch dabei Knöpfe aus Metall oder mit Emaille-Überzug. In den 1930er-Jahren kamen dann auch Blazer in dunkelblauen Karostoffen oder mit breiten Streifen in Mode, diese Varianten wurden häufig in Clubs getragen – deshalb auch der Begriff ,Clubjacke‘ für Blazer“. Daher ist ein Blazer trotz seiner leicht verspielten Komponente für feierliche Anlässe, die sportlichen Chic erfordern, eine gute und vor allem stilsichere Wahl. So wirkt Mann elegant, weltgewandt und dennoch traditionsbewusst.

Blazer

Kommt immer gut an – der klassische Blazer mit Goldknöpfen. Hier ein Modell des Herrenschneiders Michael Possanner aus Wien.
Foto: Gregor Semrad

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Sakko und Jackett: schicke Allrounder für die Freizeit

Der einzige Unterschied zwischen Sakko und Jackett ist lediglich die Namensherkunft. Sakko kommt von dem italienischen Wort „Sacco“ (auf deutsch: Sack) und beschreibt eine eher lässige, unstrukturierte Passform. Jackett ist der englische Begriff, der sich von „Jacke“ ableitet.

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Sakko und Jackett zählen zu den Sportjacken, weiß der Experte. „Die Sportjacke hat nichts mit Trainingsanzug oder Joggingkleidung zu tun, ,Sport‘ heißt hier leger bzw. casual. Die Sportjacke wurde nach 1918 populär als Allround-Outfit für alle Anlässe, die keine förmlichere Form mit Anzug oder Frack erforderten. Die Sportjacke wird meistens aus gemusterten oder strukturierten Stoffen geschneidert, zum Beispiel aus kariertem Tweed.“ Sakko und Jackett bezeichnet demnach alle Jacken, die Mann im Büro, zu Business-Meetings, bei Vorstellungsgesprächen oder ganz einfach im Alltag trägt. Sie können mit oder ohne Krawatte getragen werden oder auch nur lässig über ein T-Shirt zur Jeans.

Sakko

Very British – der klassische Tweet-Sakko. Hier ein Modell des Herrenschneiders Michael Possanner aus Wien.
Foto: Gregor Semrad

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Wann wird was getragen?

Hier spielt die Frage nach dem Anlass oder der Feierlichkeit eine Rolle. Soll es etwas feierlicher aber nicht zu formell sein, ist ein klassischer Blazer die richtige Wahl. Zu allen anderen Anlässen, bei denen Jeans und T-Shirt unangebracht sind, wählt der modebewusste Mann ein Sakko, beziehungsweise Jackett. Und wenn die Jacke, was Farbe und Material betrifft, auf die Hose abgestimmt ist, trägt man eine Anzugsjacke.