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Experten warnen

So gefährlich sind Gelnägel und Shellac für die Gesundheit

Frau mit Gelnägeln
Manikürte Nägel sind für viele Frauen fester Bestandteil der Beauty-Routine. Aber wie schädlich sind Shellac und Gelnägel auf Dauer?Foto: Getty Images

Manikürte Nägel gehören für viele Frauen fest zur regelmäßigen Kosmetik-Routine. Doch wie schädlich ist die dauerhafte Maniküre mit Acryl, Shellac oder Gel eigentlich? Oder ist sie gänzlich unbedenklich? STYLEBOOK fragte beim Dermatologen nach.

Was ist der Unterschied zwischen Gelnägeln und Shellac?

Um die Frage zu klären, ob Shellac und Gelnägel schädlich sind, sollte man zunächst verstehen, was die beiden Nagellacke so besonders macht. Bei UV-Lack – bekannt unter dem Markennamen Shellac – handelt es sich um eine Mischung aus Nagellack und einem speziellen Gel, das in mehreren, hauchdünnen Schichten aufgetragen und mit einer UV-Lampe fixiert wird. Nur mit einer speziellen, acetonhaltigen Tinktur lässt sich der Lack dann wieder lösen, andernfalls hält er bis zu drei Wochen auf den Nägeln.

Klassische Gelnägel funktionieren ähnlich. Allerdings wird hier der natürliche Nagel vorher etwas abgefeilt. Das Ergebnis auf dem Nagel wirkt hierbei weniger natürlich, da das Material etwas dicker ist als das Shellac-Gemisch. Im Gegensatz dazu kann Acryl wesentlich dünner auf dem Nagel aufgetragen werden und wirkt dadurch natürlicher. Doch auch hier muss mit einer acetonhaltigen Flüssigkeit gearbeitet werden, um den Nagellack zu entfernen. Weitläufig bekannt ist, dass Nägel unter Gel „nicht atmen“ und dadurch brüchig werden können. Gleichzeitig sollen Gelnägel aber noch weitere schädliche Folgen nach sich ziehen.

Wie schädlich sind Gelnägel und Shellac?

Schon 2014 warnten Forscher, dass UV-Lampen im Verdacht stehen, Hautkrebs zu verursachen. Grund sind die ultravioletten Strahlen, denen die Nägel nach dem Auftragen von UV-Lack über Minuten hinweg ausgesetzt sind. Im Fachblatt „Journal of the American Medical Association of Dermatology (JAMA)“ werden verschiedene Fallbeispiele angeführt, die diese Erkenntnisse belegen.

Die Forscher*innen konnten nachweisen, dass die Strahlendosis einer 10-minütigen Behandlung mit den UV-Lampen dem Energieniveau eines gesamten Tages Arbeit an der Sonne entspreche. Generell ist die Krebsgefahr durch UV-Strahlung nicht neu, im Zusammenhang mit Kosmetikbehandlungen jedoch für einige zumindest überraschend. Um ihr entgegenzuwirken, raten viele Mediziner dazu, die Nägel zumindest mit UV-Schutz auf die Prozedur vorzubereiten.

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Hautkrebs-Gefahr durch Gelnägel

Schon alleine wegen der Gefahr von Nagelbettentzündungen und Pilzen rät Dermatologe Dr. Timm Golüke von Gelnägeln und Shellac ab: „Die Nagelhaut kann nicht sauber gehalten werden und die ‚Gel-Haube‘ stellt eine ideale Brutstelle für Keime da.“ Noch schwerer wiegt das Hautkrebsrisiko durch ultraviolette Strahlung von der UV-Lampe. Und das ist bei Fans von Shellac besonders tückisch: „Gerade bei Frauen, die stets Gelnägel tragen, kann ein etwaiger Tumor schlimmstenfalls über Jahre hinweg unentdeckt bleiben“, warnt Dr. Golüke. Er wäre schließlich unter der permanenten, ggf. farbig-deckenden Lackschicht versteckt. Insbesondere an den Fußnägeln würden bedenkliche Stellen oft mit blauen Flecken verwechselt werden, erklärt der Dermatologe.

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Nein zu Gelnägeln?

Die Nägel mit Gel und Shellac überziehen zu lassen, verhindert vielleicht das Nägelkauen, verschönert die Hände im besten Fall für mehrere Wochen und ist vergleichsweise günstig. Allerdings ist der Preis, den Frau dafür im schlimmsten Fall zahlen muss, ungleich viel höher. Greift man doch zu der dauerhaften Maniküre im Nagelstudio, dann verdienen die Nägel im Anschluss eine extra Portion Pflege und einige Wochen Pause von Shellack, Gel und UV-Lampen. Und eine regelmäßige DIY-Maniküre sowieso mindestens genauso schön.

Quellen

Mit fachlicher Beratung von Dermatologe Dr. Timm Golüke

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