Fruchtsaft nicht besser als Limo

So viel Zucker steckt in Getränken drin

Cola, Limo, Apfelschorle – all diese Getränke können mit Zucker gesüßt sein. Und das in größeren Mengen, als man denkt. Wer auf Nummer sicher gehen will, trinkt Wasser und Tee. Oder mischt selbst eine Fruchtsaftschorle.

Cola-Glas und Zuckerwürfel
Der Zuckeranteil in einem Glas Cola dürfte die wenigsten von uns noch überraschen. Bei Frucht- und Energy-Drinks sieht das allerdings schon anders aus
Foto: Getty Images

Dass Cola viel Zucker enthält, wissen wohl die meisten. Aber auch Erfrischungsgetränke, auf deren Etikett von „weniger süß“ oder „kein Zucker zugesetzt“ die Rede ist, können viel Zucker enthalten, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Lieber Fruchtsaft statt Limo?

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Some interesting facts about sugar: . . – By having one fizzy drink a day can increase your chance of getting Type 2 diabetes by 22%. . . – The average daily intake for sugar for boys is 67g (17 teaspoons) and for girls is 61g (15 teaspoons). Over one-quarter of the sugar came from beverages and one-fifth from sugar and sweets. . . – We all need to reduce our sugar because it causes tooth decay, obesity and Type 2 diabetes. . . – Thee average person has 40 teaspoons (160g) a day. . . – A whole piece of fruit would fill us up because it still has the fiber, whereas you could go on drinking fruit juice and actually have up to 8 pieces of fruit with all the sugar from those 8 pieces. On top of this they sometimes add sugar. . . . . . . . . . .
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Fruchtsaft mag manchem als gesündere Alternative erscheinen. Tatsächlich enthält er wichtige B- und C-Vitamine sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Aber: Es steckt von Natur aus jede Menge Zucker drin. Rund 10 Gramm sind es laut dem Ratgeber „ Achtung, Zucker!“ von der Verbraucherzentrale NRW pro 100 Milliliter. Zuckertechnisch hat Fruchtsaft also keine Vorteile gegenüber Limos oder Colas. Nun trinken heute viele Fruchtsaft nicht mehr pur, sondern in Form von Schorlen. Fertig gemischt aus dem Getränkehandel enthalten aber auch sie noch reichlich Zucker – nämlich rund fünf bis acht Gramm pro 100 Milliliter. In Fruchtsaftschorle steckt also nicht unbedingt weniger Zucker als in Limo.

Darauf sollten man achten

Wer nicht nur Wasser und ungesüßten Tee trinken möchte, sollte seine Schorle besser selbst mixen, raten die Verbraucherschützer. Am besten verwendet man dafür einen Teil Fruchtsaft und mindestens zwei, besser drei Teile Wasser. So drückt man den Zuckergehalt auf unter fünf Gramm pro 100 Milliliter. Liegt er etwa bei drei Gramm, enthalten 1,5 Liter selbstgemixte Schorle rund 45 Gramm Zucker oder 15 Zuckerwürfel. Egal, ob im Handel gekauft oder selbst hergestellt: Wer herausfinden möchte, wie viel Zucker er mit einem Erfrischungsgetränk zu sich nimmt, sollte realistisch rechnen. Auf die Angaben „pro Portion“ auf dem Etikett verlässt man sich besser nicht. Denn eine angegebene Portion kann viel kleiner sein als das, was man in der Regel konsumiert.

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Umgerechnet 17 #Würfelzucker pro Tag, dann sollte Schluss sein, empfiehlt die #WHO. In #Deutschland verzehren wir fast das Doppelte an #Zucker, rund 30 Würfel. Zuckerhaltige Getränke wie #Cola fördern #Übergewicht, Typ-2 #Diabetes und #Zahnkrankheiten wie #Karies. Zudem werden sie mit einem erhöhten Risiko für #Herzkrankheiten, #Gicht oder einer #Fettleber in Verbindung gebracht. Zuckerhaltige Getränke sollten mit einer Sondersteuer von mindestens 20 Prozent des Verkaufspreises belegt werden, empfiehlt die WHO. In #Frankreich, #Ungarn, #Finnland und #Mexiko gibt es bereits Sondersteuern auf #Süßgetränke. #Großbritannien führt Ende dieser Woche ebenfalls eine ein: Etwa 20 Cent pro Liter werden dort künftig für alle #Getränke fällig, die mehr als fünf Gramm Zucker je 100 Milliliter enthalten. #Joghurt #Süßmittel #Ketchup #Cornflakes #Limo #Limonade #tagesschau

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Für den Käufer ist auf den ersten Blick übrigens nicht immer erkennbar, dass das Getränk überhaupt Zucker enthält – wenn in der Zutatenliste Bezeichnungen auftauchen, die nicht jedem geläufig sind. Doch auch hinter Begriffen, die auf „-ose“ enden, wie Glukose, Laktose oder Maltose, verbergen sich Zuckerarten. Und auch Sirup weist auf Süßmacher hin, genauso wie Dicksaft oder Molkenerzeugnisse.

Foodwatch attackiert Coca-Cola-Strategie

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat dem Coca-Cola-Konzern vorgeworfen, für die Zunahme von Fettleibigkeit und Diabetes mitverantwortlich zu sein. Der Weltmarktführer von Limonaden verharmlose wissenschaftlich belegte Risiken seiner zuckerhaltigen Getränke, sagte der Geschäftsführer von Foodwatch Deutschland, Martin Rücker. Coca-Cola versuche zudem, durch Lobbyarbeit Werbeverbote und Sondersteuern zu torpedieren. Mit Kampagnen im Internet und Fernsehen würden besonders Kinder und Jugendliche ins Visier genommen, kritisierte Foodwatch. In einem 100-seitigen Bericht hat der Verein die seiner Ansicht nach fragwürdige Strategie des US-Herstellers zusammengefasst.

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Coca-Cola wies die Vorwürfe zurück. Man investiere überproportional viel in die Werbung für Getränke ohne oder mit weniger Zucker, hieß es in einer Stellungnahme. Coca-Cola werbe außerdem nicht in Medien, die sich mehrheitlich an Kinder unter zwölf Jahren richten. Diese Selbstverpflichtung werde regelmäßig von unabhängigen Dritten überprüft.