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Es wird romantisch und feminin

Wie wir Spitze diesen Sommer tragen

Mode Spitze
Fashion-Profis ist es natürlich nicht entgangen: Es wird diesen Sommer wieder mehr Spitze getragenFoto: Getty Images

Spitze ist Trend – vor allem, wenn sie mit ungewöhnlichen Styles oder Materialien kombiniert wird. STYLEBOOK erklärt den „Spitzen-Look“.

Spitze stand in der Modegeschichte für Luxus und Wohlstand. Davon zeugen zahlreiche Gemälde, beispielsweise aus der Zeit des Barock, in denen Damen und Herren der feinen Gesellschaft Manschetten oder einen Kragen aus Spitze trugen. Ein wenig von diesem guten Ruf hat sich bis heute erhalten. Das liegt natürlich auch daran, dass das Material für Brautkleider nahezu unverzichtbar ist.

Spitze Mode
Klassiker neu aufgelegt: Schauspielerin Karidja Touré erscheint im romantischen Spitzenkleidchen zur diesjährigen Show von Ellie Saab bei der Fashion Week Paris

Gegensätze ziehen sich an

Die Spitze für das alltägliche Sommer-Outfit aber wird gerne mit einem Gegensatz kombiniert. „Richtig neu ist vor allem die Tatsache, dass Spitze jetzt häufig bei sportlichen Kleidungsstücken zu sehen ist“, erklärt Shopping-Beraterin Anette Helbig aus Hannover. „So sieht man sie beispielsweise an Ringelshirts, aber auch bei schmalen Tops.“

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Spitze meets Boyfriend und Batik – die ungewöhnliche Kombi sieht richtig gut aus, wie Model Lena Perminova beweistFoto: Getty Images
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Und diese Fashion-Week-Besuchern in Paris findet auch: Spitze, Batik und Satin sind eine großartige KombinationFoto: Getty Images

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Dieser Trend kommt direkt von den Laufstegen internationaler Designer für diesen Sommer. Alexander Wang schickte zum Beispiel seine Models im Sport-Shirt mit Spitzeneinsätzen auf den Catwalk, seine Kollegin Victoria Beckham dagegen verwandelte ein Herrenhemd dank Spitze in ein sehr feminines Kleidungsstück.

Überkleider aus Spitze

Auch viele andere Designer greifen darauf als Zierelement zurück: Man findet Hosenanzüge mit Spitzeneinsätzen und Kleider mit einer entsprechenden Bordüre am Kragen. Aber auch komplette Teile aus Spitze werden angeboten – sie werten das gesamte Outfit auf, etwa ein durchsichtiges Überkleid über gleich- oder andersfarbigen Sommerkleidern. „Was an dem neuen Spitzentrend ebenfalls auffällt, ist die Tatsache, dass dieses Material in diesem Sommer sehr dezent eingesetzt wird“, ergänzt Stilberaterin Maria Hans aus Hamburg. Flächendeckend eingesetzt werde Spitze eigentlich nur noch bei eleganten Kleidern als eine Art Überkleid.

Auch Heike Makatsch mag Spitze. Auf der Vouge-Party Anfang Juli in Berlin trug die Schauspielerin ein schwarzes Überkleid aus Spitze zu flachen Wildleder-Boots Foto: Getty Images

Ansonsten sei Spitze mehrheitlich nur „als zartes Detail im Ausschnitt oder am Saum“ zu finden, so die Modeexpertin. Ähnliches bemerkt Hans auch an Blusen: „So eingesetzt verleiht das Material auch ganz schlichten Kleidungsstücken einen besonderen Twist.“

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Schlabberpulli über Spitzen-Rock – so mag es It-Girl Olivia Palermo Foto: Getty Images

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Stilelement dezent einsetzen

Dieser begrenzte Einsatz ist auch die Empfehlung für die Kombination mit anderen Kleidungsstücken – immer dezent bleiben. „Lieber nur ein Kleidungsstück mit einem Spitzenbesatz wählen. Alles andere wirkt leicht überladen“, sagt Maria Hans. Und Helbig rät zum Kontrast: „Ein Oberteil mit Spitzeneinsatz wirkt besonders schön zur Jeans in derben Denim.“

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Sportlich-romantisch: Moderatorin Annabelle Mandeng kombiniert Spitze mit schwarzer Lederjacke und hohen Ankle BootsFoto: Getty Images
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So kombiniert Jeanne Damas Spitze zu Jeans. Die Pariser Star-Bloggerin ist für ihre Stilsicherheit bekannt Foto: Getty Images

Die Dosis ist je nach Einsatzort abzuwägen. „Spitze ist ja auch der Inbegriff der Romantik“, findet Imageberaterin Starlay. „In einem so sachlich-neutralen Umfeld wie dem Geschäftsalltag sollte man dieses Material also ganz bewusst dosiert einsetzen.“ Ihre Faustregel im Arbeitsleben: Letzteres biete sich nur an, da Spitze selbst ja oft Blüten oder Ranken darstelle. Sie rät darüber hinaus: Spitze sollte im Arbeitsalltag nicht ohne stoffliche Unterlage verwendet werden oder nur als Detail an Ärmeln oder Bündchen. Die nackte Haut könne sonst unangemessen wirken.

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