Schärfere Regeln beim Online-Shop

Warum Asos jetzt übermäßige Retouren abstraft

Frau sitzt frustriert vor dem Laptop
Ab sofort gelten scharfe Regeln beim Versandhaus Asos: wer übermässig zurückschickt, wird abgestraft.
Foto: Getty Images

Der britische Online-Shopping-Riese Asos reagiert auf massenhafte Rücksendungen und ändert seine allgemeinen Geschäftsbedingungen. Doch was bedeutet das genau für den Kunden?

Gerne bestellen wir beim Online-Shopping mal ein paar Teile mehr, auch wenn das Budget eigentlich knapp ist oder man sich einfach zwischen zwei Größen entscheiden will. Die Stücke, die keinen Gefallen finden oder nicht passen, können ohne Probleme kostenlos zurück geschickt werden. Ein komfortabler Service. Allerdings kosten diese Rücksendungen die Online-Händler jährlich Milliarden. Laut einer Umfrage der Einzelhandels-Management-Plattform „Brightpearl” melden etliche britische Händler immer mehr Retouren ihrer Kunden, die schnell zum Problem für die Online-Shops werden. Asos reagiert nun darauf und hat seine Rückgaberichtlinien aktualisiert. Zum einen will der Shop das kostenlose Zurückschicken nachhaltiger für die Umwelt machen, aber auch eben für sich.

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Die Retourenfrist verlängert sich

Asos teilte in einer E-Mail mit, dass der Shot seine Rückgabefrist zukünftig von 28 Tagen auf 45 Tage erhöht. Sollte die Bestellung innerhalb von 28 Tagen zurück geschickt werden, erstattet Asos wie zuvor den Geldbetrag zurück aufs Konto. Geht die Bestellung allerdings in der Frist bis zu 45 Tagen zurück, vergibt Asos ab sofort Geschenkgutscheine für den Wert der Rücksendung. Allerdings verfällt so auch die Kulanz-Zeit für Retouren: Wurden noch vor kurzem Rückgaben, die außerhalb der Frist lagen, angenommen und ausbezahlt, erhält der Kunde jetzt lediglich nur noch einen Gutschein.

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Screenshot der E-Mail von Asos

Die Rückgabe bei Asos ist nun innerhalb von 45 Tagen möglich
Foto: Screenshot Asos

Vielshopper aufgepasst!

Wer gerne viel bestellt und zurückschickt, muss ab sofort aufpassen. Asos kündigt in der Email ebenfalls an, nun auch das Kaufverhalten der Kunden zu checken. Ob das Konto des Nutzers deaktiviert wird oder kostenpflichtige Retouren auf den Nutzer zukommen, gibt Asos nicht bekannt. Allerdings berichtete die britische Zeitung „The Independent”, dass Online-Shops bereits begonnen haben, ihre Kunden immer mehr im Auge zu haben. Wenn der Verdacht besteht, dass die bestellten Artikel getragen worden sind oder extrem viele Teile bestellt und auch wieder zurück geschickt werden, kann es sein, dass betreffende Kunden bald auf einer „Blacklist” der Unternehmen laden und vielleicht nicht mehr bestellen können.